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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1894-01-01 · 12.1894 · page 70

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
12.1894
Date
1894-01-01
Page
– (sequence 70)
Language
German
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IRI
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— 69 - Dr. Paul Meyer mid Herrn Georg Meyer, natürlich kein Wort mehr; dagegen der durch Unwohlsein ferngehaltenen Frau Stadtrat Nanny Meyer wurde, unter Verkündigung der neuen Stiftung der heisse Dank dargebracht für die vielseitige, stetige, nie ermüdende werkthätige Teilnahme, welche die edle Frau, das Andenken ihres Mannes zum Segen gestaltend, fort und fort bekundet. Schliesslich wurde namentlich den Hörern der Lehranstalt das Vorbild des Gefeierten zu Gemüt e geführt : dass auch sie neben ihrer speziellen Beruf sthätigkeit die vielseitige Kenntnis und Teilnahme an allen anderen Culturschöpfungen pflegen und bewahren möchten und auch zu Gunsten ihres Berufes eingedenk bleiben: „alle Ströme gehen ins Meer" und alle idealen Bestrebungen der Cultur sind auf die allgemeine Veredlung der Menschheit gerichtet. — Die Zahl der Hörer hat betragen: Hörsr- Im Sommersemester 1893: 33, und zwar 17 Deutsche und 16 Beichsausländer (11 aus Oesterreich-Ungarn, 5 aus dem russischen Reiche. Sämtliche Hörer, Inwie Ausländer, waren Maturi. Im Wintersemester 1893/94: 26, und zwar 16 Deutsche und 10 Reichsausländer (7 aus Oesterreich-Ungarn, 3 aus dem russischen Reiche). Sämtliche Hörer, Inwie Ausländer, waren Maturi. Ausser diesen wurde die Anstalt von 7 Hospitanten, und zwar von 1 Deutschen und 6 Reichsausländern besucht. Im Berichtsjahre hat an unserer Anstalt Dr. L. Blumenthal das Rabbinatsexamen bestanden. Derselbe wurde zum Rabbiner nach Frankfurt a. 0, berufen. Ausserdem wurden berufen: Dr. A. Kaminka als Prediger von der Tempelgemeinde in Prag; Dr. Samuel als Rabbiner nach Essen; Dr. Templer als Rabbiner nach Mähriseh- Aussee, Dr. H. Weisz als Rabbiner nach Neu-Rausnitz in Mähren; der ehemalige Hörer unserer Anstalt Dr. A. Günsz als Docent am Jewish Theological Seminary in New-York, Di". Gelb haus, früher in Prag, als Rabbiner an der Gemeinde des IX. Bezirks in Wien; Dr. Taglicht, früher in Ungerisch-Ostra in Mähren, als Rabbiner der Gemeinde Mariahilf in Wien; Dr. Klotz, früher in Raudnitz in Böhmen, als Rabbiner und Direktor der israelitischen Volksschule nach Jungbunzlau; Dr. G. Oppenheim, früher Rabbinats-Assistent in Landau in der Pfalz, als II. Rabbiner in Mannheim. Wie alljährlich sind auch in diesem Jahre Hörer der Lehranstalt in und ausserhalb Berlins von den Gemeindevorständen zum Predigen an den hohen Festtagen berufen worden. Die Einrichtung, dass bei Gelegenheit des sabbatlichen Nachmittagsgottesdienstes von den Hörem Übungspredigten in den Gemeindesynagogen gehalten werden, ist mit gutem Erfolg fortgesetzt worden. Die in den beiden Semestern des Berichtsjahres gehaltenen Vorlesungen sind in der Vorlesungren Anlage A, desgleichen die unserer Bibliothek zugewendeten Geschenke in der Anlage B Bibliothekverzeichnet. Die Einnahmen und Ausgaben für Stipendien finden sich in der Anlage D. Stika"scien" Besonders hervorheben wollen wir, und zugleich herzlichen Dank dafür abstatten, die Gaben: von Herrn Georg Meyer.......J6 300, von der hiesigen jüdischen Gemeinde aus dem Nachlass des Herrn Dr. Ephraim . . . „ 200, von Herrn Dr. Rosenzweig hier.....„ 20, von Frau Johanna Levy ,......„ 300, von einem Ungenannten für einen Hörer zum Doctorexamen...........„ 100, Rückzahlung von einem früheren Stipendiaten „ 50.

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