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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1890-01-01 · 8.1890 · page 8

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
8.1890
Date
1890-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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IRI
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— 9 — einem Sahbat, wenn man Böses träumte, das Traumfasten abhalten dürfe?" Darauf wird respondirt: Mau dürfe sich allerdings, wenn man sich von bösen Traumgesichten bewegt fühlt, durch das Bussfasten am Sabbat Beruhigung verschaffen, in welchem Falle man dann die Sünde, sich am Sabbate Nahrung entzogen zu haben, durch ein weiteres Fasten abzubüssen hat, jedoch sei dies Traumfasten am Sabbat nur dann gestattet, wenn Jemand geträumt habe, die Regierung hätte über ihn Verderben verhängt, oder er wäre gefesselt oder ins Gefängniss geworfen worden. — In Bezug auf das Fasten am Sabbat, der zwischen dem Neujahrsfeste und dem Versöhnungstage liegt, wird weitläufig ausgeführt, dass ein Fasten am Sabbat diesen eigentlich entweihe. Mau inuss den Sabbat heiligen, indem man seine Weihe kündend, den Weinbecher fasst und unter Segenssprficlien verkostet. Am Sabbate fastet man nur dann, wenn er auf den Versöhuuugstag trifft, oder wenn man Unglückliches geträumt hat. Ueberdies hat Gott den Israeliten nicht die Pflicht .auferlegt, an allen 10 Bussetagen zu fasten. Weder in der Schrift noch in der Mischna, ebensowenig im Talmud lässt. sich solches nachweisen. Diese Zeit wird in der Literatur nur deshalb die Bussezeit genannt, weil Gott die Rückkehr und Busse der Menschen will, wozu Fasten nicht nothwendig sind. Beim Propheten Jona, welcher im grossen Ninive Busse predigte, ist. nicht von Fasten die Rede. Ks heisst da: „Gott sah ihre Werke, dass sie von dem verderbten Wandel abgelassen hatten." Es ist aber nicht zu lesen: Er sah. dass sie fasteten. Auch Jehuda'i, der reine und heilig geachtete Lehrer, stellte einen Lehrsatz in diesem Sinne auf. Wenn nachher von einem Schulhaupte die Entscheidung eintraf, man dürfe an «lern Sabbat während der Bussetage fasten, so hat selbst dieser Lehrer, wenn er den Sabbattag meinte, solches nur dem erlaubt, der gerade fasten will. Keinesfalls aber hai er das Fasten aufgetragen. Auch ist es zweifelhaft, ob der Lehrer gar den Ausspruch in diesem Sinne that. „Sabbat-, das Wort, dessen er sich bediente, bedeutet auch •„die Woche" und so wird er gemeint h^ben, jnan sollte in der Woche zwischen dem Neujahrsuud Versöhnungstngc fasten. Wie könnte man denn anders entscheiden? Hat man ja das Fasten des y. Ab, welches doch in der Schrift, in der Mischna und im Talmud erwähnt wird, wenn der Jahrestag der Zerstörung Jerusalems auf den Sahhat fällt, verlegt. Wie sollte man die Weihe des Sabbathes durch da-«« Fasten an den Bussetagen verdrängen, welches weder in der Schrift, noch in Mischna und in Talmud vorgeschrieben ist? Haben etwa die späteren Lehrer auch nur angeordnet, dass man an den beiden Neujahrestagen faste? Unmöglich. In der Schrift heisst es ja: „Freue dich an deinem. Feste." Ein Psalmvers führt aus: Stosset iu die Posaune am Neumonde, da Licht auf die dunkle Mondesseheibe fällt. Sie verkündet die Zeit, in welcher das Doppelfest des Neujahres beginnt. Ebenso lesen wir in Esra. Als der Rüstabend vor dem Neujahre zu Ende ging, sagte er den Israeliten: „Huldiget der Freudigkeit. Geniesset Speise in Euern Häusern.'' Nehemia, der Statthalter, sprach: „Gehet hin, esset die Fettspeisen und schlürfet die süssen Getränke, sendet denen Gaben, die kein Mal bereit haben, denn der Tag ist Gott geheiligt, seid nicht betrübt; die Freude iu Gott ist eure Stütze.'1 ."vrwr "tj nrosp' nobn in vhr.vip-ip*: t,:z ix res «sy nprs» ij? r.cx u'-U* *,x '-.p ns-r o-x cnWcn I. wj» c*tt's -,3 px*. vbr. "y, •.«•sr« nnx ren vSy ■pse* prr&i «sy mpjS V.r »,r» ex*. .T.paa crx c*;r: >r.x*. c-/S» r-.».nn rzz crsFvzzxj'zy&i nm^a resnre cy-fc nr.x "jes emese»*. 11. .fl»n;t rrya ^r.t: -,n xzkvi vyy -iva: v.i m ^üx e.-.,ly, ftrcai '«(cts» ^*.r 7»?. •.reo hy (*zzv* nbv\ ca crbwsr cn nzv ~n wss fes'e r&nne» pes srbawsn m bzx r-pan rrzz px2 vn xS per, w,»3 tb zz-z" -ex r.«w «Iren zrpv t; bhwrk %h y.cx wt» vcvb .tsyo i*zn?zh r.-i:» vr, bhtm c:z%\ »,m: pnv «x-n ttnpa apos rc;:n xbx cnpa p«s» dv.i vt r:c r&nrm *m mzb (»WV3?C3 .reya srn rrtcxi nyzv ney vszvb y,cx .tu byzvi erhsv iv. 2

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