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KC-Blätter · 1932-11-01 · Heft 5 (November 1932) · p. Seite 110

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Journal
KC-Blätter
Volume
1932
Issue
Heft 5 (November 1932)
Date
1932-11-01
Page
Seite 110 (sequence 16)
Language
German
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110 K. L.-Blätter Weiterter 6. Auflage im Philo-Verlag (Berlin W 15, Preis RM 1.—) erschienen ist. Wie reich die Fülle des auf kaum 209 Blättern zusammengetragenen Stoffes ist, beweist allein schon das ausführliche Schlagwortregister mit seinen etwa 1200 Positionen. Alle wesentlichen Fragen sind in populärer Form, aber mit. wissenschaftlicher Gründlichkeit und in straffer Systematik fast telegrammstilartig dargestellt. Die meisten Blätter sind vollkommen neu bearbeitet worden, neue Quellen wurden angeführt, neue Zitate herbeigeholt. Als wichtige Neuerung ist jedem bedeutungsvollen Stichwort ein Verzeichnis brauchbarer Aufklärungsliteratur beigegeben, um tiefere Belehrung für gründlichere Auseinandersetzung zu ermöglichen. Der „Anti-Anti" ist keineswegs nur Mittel der Aufklärung nichtjüdischer Kreise, er gehört in die Hand eines jeden deutschen Juden, damit er jederzeit für den politischen Tageskampf, den er zu bestehen hat, gerüstet ist. Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums E V. blickte am 2. November d. I. auf ein dreißigjähriges Bestehen zurück. Sie hat während der Zeit ihres Wirkens die Aufgabe, der Wissenschaft des Judentums zu dienen, durch Herausgabe von Schriften und durch Subventionierung jüdisch-wissenschaftlicher Arbeiten auf das glänzendste gelöst. Von dem „Grundriß der Gesamtwissenschaft des Judentums" sind bisher 13 Bände erschienen, von dem „Corpus Tannaiticum“ ist eben der dritte Band in den Druck gegeben. Die „Oenuauia Judaica“ wird vollendet. Außerdem hat die Gesellschaft 37 „Schriften" herausgegeben. Die subventionierten Werke erreichen mindestens dieselbe Ziffer. Auch die „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums", das Organ der Gesellschaft, die jetzt im 76. Jahrgang erscheint, ist ein Beweis für ihre ungetrübte Schaffenskraft. Das Verzeichnis sämtlicher Veröffentlichungen der Gesellschaft, die an Mitglieder zu einem Vorzugspreis abgegeben werden, ist unentgeltlich vom Büro der Gesellschaft, Berlin- Schöneberg, Belziger Str. 46 II 2. zu beziehen. Etwa 1509 Mitglieder in allen Teilen der Welt zeugen davon, daß es der Gesellschaft ge- K. C.-ßilfskasse Einzahlungen erbeten auf Postscheckkonto l)r. Richard Auerbach, Berlin Nr. 678 64 Dr. Wilhelm Arnheim anläßlich RM. seiner Vermählung.25.— Dr. Alfred Lars als abgelehnles Lonorar des Kbr. Rechtsanwaltes Ludwig Mayer . . . 5 — Dr. W.Reichmann, Charlottenbg., als nicht angenommenes Äonorar des Dr. Äerbert Pollak 5.— Glückwunschablösung des Riederrheinischen Landesverbandes im K.C. für das Geschäftsjahr 1932 35.— lungen ist, trotz der Ungunst drr Zeiten nicht nur kulturfördernd zu wirken, sondern auch zur Annäherung und Verständigung zwischen den einzelnen Ländern beizutragen. Das neueste Heft der MGWJ. bringt einen von jüdischer Sitte in O st und W e st handelnden sehr lehrreichen Aufsatz des bekannten Berliner Rabbiners und Historikers I. Bergmann. Er weist insbesondere nach, daß der siebentägigen Trauerzeit und der Hochzeitswoche auch eine siebentägige Festzeit anläßlich der Geburt-eines Sohnes entsprach, und verfolgt^ diese Sitten vom Altertum bis in die Gegenwart hinein. Auch sonst enthält dies Heft manche Beiträge, die den Freund der jüdischen Geschichte interessieren werden. Aeberdies schildert I. Heinemann das gemeinsame Ringen jüdischer und nichtjüdischer Gelehrter um das Verständnis der großen Denker des jüdischen Mittelalters. Insbesondere rückt die Gestalt Gabirols, des Menschen und des Dichters, durch diese Forschung

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