KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1932
- Issue
- Heft 4 (August 1932)
- Date
- 1932-08-01
- Page
- Seite 93 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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K. C.-Blätter 93 Von unseren Verbindungsveranstaltungen ist die urgemütliche Bowlenkneipe zu erwähnen, die uns unsere Offenbacher Alten Herren auch dieses Jahr gaben. Ansere neuen und schönen Verbindungsräume, für die wir unseren Alten Herren immer zu Dank verpflichtet sind, gaben uns den Rahmen für unsere übrigen Veranstaltungen. Wir hatten in diesem Semester den Verlust zweier A.H. A.H. zu beklagen, die sich stets für den K. C. und unsere l. V. eingesetzt haben: Rabb. Dr. Arnold Lazarus und R.A. Dr. Ernst Wolfs. Anter reger Beteiligung unserer A.H. A.H. feierten wir unsere S. S.-- Kneipe, bei der wir auch unseren lb. Kbr. Dr. Erich Stern begrüßen konnten. Auf dem Schlußkonvent wurden Chargen und Wartschaften dechargiert. Chargen und Fuchsmajor erhielten die Klammern. Wir beginnen unser Wintersemester am 31. Oktober 1932, 8,30 Ahr, und hoffen viele Kartellbrüder hier begrüßen zu können. Rheno-Palatia, Würzburg. Aktivmeldungen: stud. med. d-erot. Lothar Zuckermann aus Neusalz/Oder, stud. med. Hans Weill aus Baden- Baden, 8tud. med. dient. Hans Lenkowitz aus Köln, stud. med. dient. Zeno Rosenbaum aus Recklinghausen. Definitive Chargenwahlen: X Manfred Höxter, XX Ernst Neumark, XXX Herbert Wachsmann, F.M.f.C. Paul Stern, F.M.f.T. Willy Kaufmann, F.W. X, K.W. XX, SW. Hanns Saretzki. Der Verbindungsbetrieb umfaßte wissenschaftliche Abende, die im wesentlichen der Unterhaltung über politische und hochschulpolitische Fragen Vorbehalten blieben, leichtathletisches Training 2mal wöchentlich 2 Stunden, geleitet von einem Sportlehrer der Aniversität, Konvent, Exbummel und Kneipe. Selbstverständlich waren die Bbr. Bbr. auch außerhalb der Offizien dauernd zusammen, machten Ausflüge und gemeinsame Spaziergänge, so daß, was wir mit besonderem Stolz feststellen dürfen, die Bundesbrüderlichkeit in vorbildlicher Weise gepflegt wurde. Das Königskaffee, die Steinburg, die Frankenwarte, die Ludwigsterrassen sahen uns häufig bei einem Schoppen des reinen Boxbeutels in bester Laune vereint. Das Ereignis dieses Semesters war das Stiftungsfest unserer 350jährigen alma Julia. Wir chargierten in der Synagoge, bei dem akademischen Festakt in der Residenz, beim Festkommers und bei der Heldengeöächtnisfeier am Gedenkstein der Studentenschaft. Unser Stiftungsfest, bestehend aus dem Stiftungskommers und einem Exbummel mit Damen nach Kitzingen, war zugleich ein Fest der Kartellbrüderlichkeit. Ansere lb. Bbr. Bbr. Schendel und Reichmann machten mit ihrer Konfuchsia von Berlin aus einen Exbummel nach Würzburg. Eine l. K.V. Sprevia chargierte, ebenso eine l. K.V. Licaria; wir danken für die damit unserer Verbindung erwiesene Aufmerksamkeit. Ferner waren Kartellbrüder und Alte Herren aus Nürnberg zu uns gekommen, um mit der Aktivitas zusammenzusein. In einem so großen Kreise nahm das Fest einen zugleich fröhlichen und würdigen Verlauf. Die herzlichen Worte, die unsere lieben A.H. A.H. und Kbr. Kbr. uns auf dem Generalkonvent und anläßlich der Kneipe sagten, erfüllten uns mit der Gewißheit, daß auch unsere Arbeit und unsere der Verbindung entgegengebrachte Begeisterung nicht umsonst ist. Ganz besonders danken wir unserem lb. Kbr. Dr. Strauß-Nürnberg für seine Unterstützung und die der Nürnberger K. C.er. Wer die Entwicklung unserer lb. Verbindung im letzten Jahre verfolgt hat, wird ermessen können, um wieviel wirweitergekommen sind. Auf hochschulpolitischem Gebiete ist die Verbindung ganz besonders wachsam gewesen und hat keine Gelegenheit versäumt, für unser gutes Recht einzutreten. Das ganz besonders hat ihr die Sympathien des Philistertums, die für eine junge Verbindung von eminenter Bedeutung sind, und das Interesse weiter Kreise eingebracht. In diesem Zusammenhang darf auf den Kreistag des D. St. V., Kreis Süddeutschland, hingewiesen werden, der Anfang Juli in Würzburg stattfand, und bei dem unsere lh. Verbindung mit Beifall aufgenommene Vorschläge zur Stärkung des D. St. V. in Würzburg machte. Es ist zu hoffen, daß mit den geeigneten Personen in Kürze hier