Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1932-08-01 · Heft 4 (August 1932) · p. Seite 92

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1932
Issue
Heft 4 (August 1932)
Date
1932-08-01
Page
Seite 92 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2268830-2268989-2268994--4328-2273508
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

K. C.-Blätter diesen: Semester nur aus 14 Bundesbrüdern. In der zweiten Hälfte des Semesters rezipierten wir den Brander Arthur Wolfs, Neuwied. Unseren Bbr. Bbr. Kauder und Walter gewährten wir den Austritt aus unserer Verbindung. A.B. Rolf Herz schied durch ehrenvollen Austritt aus der Verbindung und damit aus dem Verband. Inaktiviert wurden die Bbr. Bbr. Geisel, SHeiberg, Zweig, Philistriert die Bbr. Bbr. Buxbaum, Meyrowitz und Kurt Levh. Durch die wirtschaftlichen Verhältnisse mußte auch in diesem Semester der Verbindungsbetrieb wieder mannigfaltige Einschränkungen erleiden. Der (^portbetrieb sowie die geistige Ausbildung vollzogen sich im Rahmen der Frankfurter K. C.-Tags-Beschlüsse. Wir hatten wöchentlich 2 Boxstunden bei einem akademischen Borlehrer, 2 Stunden Leichtathletik sowie 2 Fechtstunden beim Universitätsfechtmeister. In den Tendenzburschenstunden kamen die wichtigsten Tagesfragen auf politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet zur Erörterung. Im Mittelpunkt des Semesters stand die Feier des 33. Ediftungsfestes, das mit einer Rheinfahrt nach Mehlem seinen Abschluß fand. Reben 2 Damenveranstaltungen und den üblichen Kneipen verdient die recht feuchtfröhlich verlaufene Autofahrt an die Ahr besondere Erwähnung. Die hochschulpolitische Lage kann in Bonn noch nach wie vor als verhältnismäßig günstig bezeichnet werden. Zu erwähnen sei, daß sich die Bonner^ Astag in diesem Semester der D. ^t. angeschlossen hat. Mit besonderer Genugtuung stellten wir fest, daß unser i. a. B. Hans Wolfgang ringer zum 1. Vorsitzenden der staatswissenschaftlichen Fachschaft gewählt wurde. Wir schlossen das Semester am 26. Juli mit dem Schlußkonvent, auf dem^ wir unsere Chargen und Wartschaften dechargierten. Die drei Chargierten sowie die F. M. F. M. erhielten sämtlich die Klammern. _ Sprevia, Berlin. Ergebnis der definitiven Chargenwahlen: X Heinz Münsterberger, XX Werner hadra, XXX Herbert Grünberger. F.M.f.C. Kurt Schendel, F.M.f.T. Ernst Reichmann i. a. B., SW. Ernst Herrmann, F.W. X, K.W. XXX, Keil-W. XX, Sp.W. Alfred Polack, H.P.V. Gerd Pinkus. Aktivmeldungen: Manfred Levh, Martin Rochem, Kurt Witkowski, Rudolf Stensch, Felix Salier, Ernst Rosenberg, Theo Rosenberg, Hans Elsner, Günther Bach. Zu uns beurlaubte Werner Hadra (Rh.-Pal.), Herbert Grünberger (Rh.-- Sil.) Ernst Herrmann (Rass.), Norbert Iacobus (Neo-Frib.). Von uns beurlaubt: Franz Grünpeter, Werner Hirsch (Neo-Frib.). Rezipiert: Theo Rosenthal. Nassovia, Frankfurt. Ergebnis der definitiven Chargenwahlen: X Hans, Liebmann, XX Ernst Isidor, XXX Leo Mildenberg, F.M.f.C.: A. H. Dr. Paul Landsberg, F.M.f.T.: Walter Loewenstein, H.S.P.V.: F.M.f.T., F.W.: XX, K.W.: Ernst Cahnmann, ^)P.W.: XXX, S.W.: XXX. Aktivmeldungen: stud. ehern. Erich Rothschild, Friedberg, stud. med. Isbert Schloß, Frankfurt a. M., sind, med. Kurt Rosenberg, Frankfurt a.M., sind. med. Rudolf Schwarz sch ild, Gelnhausen, stud. med. Arnim Docter, Mainz, sind. med. Erwin Steinhauer, Hanau. Rezipiert: Walter Rothschild. Wir bemühten uns, den Anforderungen des neuen K. C.- Sportprogramms zu genügen. Wir machten den zweistündigen Uebungsbetrieb des Institutes für Leibesübungen mit und beteiligten uns am Universitätssportfest. Außerdem hatten wir wöchentlich zwei Stunden Iiu Iitsu und drei Stunden Fechten. Die Tendenz pflegten wir, indem wir offiziell größere Vorträge besuchten. Bei einer Veranstaltung des C. V. hatten wir die Freude, unseren lb. A. H. Dr. Ludwig Holländer sprechen zu hören. Im Rahmen unserer Keilveranstaltungen sprach u. a. Redakteur Lothar Bauer von der „Frankfurter Zeitung". Zum ersten Male wurde die Ruhe an der Frankfurter Universität gestört. Uebrigens waren wir auf die Ereignisse vorbereitet, blieben aber von Anpöbelungen verschont. Die Universitätsbehörden griffen scharf durch. Im Urteil wandten sich Rektor und Senat gegen jede politische Verrohung der Hochschule, besonders gegen den Hochschulantisemitismus.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.