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KC-Blätter · 1932-08-01 · Heft 4 (August 1932) · p. Seite 78

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Journal
KC-Blätter
Volume
1932
Issue
Heft 4 (August 1932)
Date
1932-08-01
Page
Seite 78 (sequence 4)
Language
German
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78 K. C.-Blätter ihm gehangen haben. Diese innere Anständigkeit erzeugte die Treue, die wir ihm hielten, und die er uns hielt, und die wir ständig, auch in entscheidenden Augenblicken unserer Arbeit, bei ihm vorfanden. Diese Treue erstreckte sich auch auf die gewissenhafteste Erledigung der kleinsten Arbeit, die er für uns übernahm. So wie er im Großen, insbesondere in der Bearbeitung der hochschnlpolitischen Fragen, in der Führung des K. C. in hochschulpolitischer Linsicht, alles aufbot, um uns nach jeder Richtung hin auf das gewissenhafteste zu vertreten, so hat er andererseits jedem Einzelnen seiner Bundesbrüder in kleinen Dingen geholfen und in dieser Verschwisterung von Treue im großen und im kleinen hat sich das Gefühl der außerordentlichen Hochachtung und Wertschätzung, das er nicht nur bei uns im G. A., sondern auch in den Verbindungen im K. C. genossen hat, auswirken können zu derjenigen Schätzung und Verehrung, die wir ihm entgegengebracht haben. Wenn er auch manchmal nach außen etwas kühl und etwas streng er schien, so ist ihm das von uns nie als ein Nachteil, sondern vielmehr als ein Vorteil angerechnet worden, weil aus all diesen Zügen jene innere Verbundenheit mit der Empfindung, einer gerechten Sache zu dienen, verknüpft war und weil man sehen konnte, wie er in all seinen Taten nach Wahrheit, nach Recht und nach Frieden strebte. So steht er vor unserem Auge als ein wackerer Student. Als ein treuer Deutscher und als ein guter Jude werden wir in unserem Innern sein Bild bewahren und so wird er uns, seinen nächststehenden Bundesbrüdern und Freunden, stets als ein Mann erscheinen, der deswegen zu den Besten von uns gehört hat, weil er ein treuer Kämpfer für den großen Gedanken unserer Gemeinschaft des K. C. gewesen ist und weil in dieser auf das Unrecht und die Gewalt eingestellten Zeit eine Persönlichkeit wie Lans Lennhoff, der den Kampf um das Wahre, Gute und Schöne mit uns durchgeführt hat, in ihrer inneren Reinheit einzig dasteht. Diese Erkenntnis verwebt sich mit allen guten persönlichen Erinnerungen zu einem Bilde, das uns Lans Lennhoff als einen in unserem Kreise Unsterblichen betrachten läßt. Wir sind überzeugt, daß auch Sie, die verehrte Familie unseres geliebten Freundes, indem Sie sich diese von uns hervorgehobenen Eigenschaften noch einmal vor Ihr geistiges Auge stellen, sagen werden, daß der Trost in all dem Mißgeschick darin liegt, daß hier ein Menschenleben vorhanden war, das mustergültig gewesen ist und das über den Tod hinaus seinen Segen auf alle diejenigen ausstrahlen wird, die ihm nahe zu kommen Gelegenheit hatten. Ein gütiges Schicksal erhebe Sie/' So haben wir ihn im Geschäftsführenden Ausschuß des K. C. kennengelernt, so lebt er in unserem Gedächtnis als einer unserer Besten. Sein Erbe bedeutet eine Verpflichtung für uns! Wir wollen ihm nacheifern an Treue, an Klarheit, an Willen zur Tat und an Bundesbrüderlichkeit. Eine schwere Erbschaft! Wir treten sie an! Der Geschäftsführende Ausschuß des K. C. Or. Ludwig Holländer Hans Lennhoff. Der K. C. ist in den letzten Jahren durch den Tod manches jungen hoffnungsvollen Verbandsbruders heimgesucht worden, aber noch niemals konnte man mit gleicher Berechtigung aussprechen, daß ein Freund von uns gegangen ist, der nicht nur vieles für uns geleistet hatte, sondern der auch für den Verband und nicht nur seine Freunde und Verwandten selbst eine Zukunftshoffnung war. Lans Lennhoff hatte sich durch seine Arbeit eine leitende Stellung im Verband in jungen Jahren erworben. Aber mehr als er für uns geleistet, durften wir für die Zukunft von ihm für uns erwarten. Das macht neben den traurigen Umständen seines Linscheidens den Verlust für uns so schwer, das trägt ihn hinaus über all das Menschliche, das Lolländer so schön gezeichnet. Als die Welle verebbte, die die Verbindungen in den ersten Nachkriegsjahren aufgebläht hatte, kam 1920 Lennhoff zu uns. Er wurde in der „Silesia" aktiv, deren letzter Erstchargierter er

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