KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 1 (Juli 1928)
- Date
- 1928-07-01
- Page
- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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23 Darüber, wie man den Tennissport im Kartell zu organisieren hätte, ist wenig zu sagen. Der zuweilen erhobene Vorwurf, Tennisspielen koste viel Geld, besteht, wenigstens in unserem Falle, zu Unrecht. Aus den Berliner Hochschul-Lennisplätzen beispielsweise kann der Student für sage und schreibe sünszehn Mark während, des ganzen Sommers wöchentlich vier Stunden spielen. Ob die Verhältnisse in anderen Universitätsstädten ähnlich günstig liegen, entzieht sich meiner Kenntnis, es dürfte aber der Fall sein. Im übrigen ist dieser Punkt auch nicht so wesentlich. Denn es handelt sich zunächst nicht so sehr darum, neue Spieler zu werben, sondern in erster Linie die bereits spielenden K. C.er zum Nutzen des Verbandes zusammenzuschließen. Wie groß bereits heute das Interesse hieran ist, zeigt deutlich der Umstand, daß zu dem im vorigen Jahr anläßlich des K. C.-Sportfestes ausgeschriebenen Tennisturnier, soweit mir erinnerlich. über dreißig Meldungen einliefen. (Das Turnier konnte bekanntlich technischer Schwierigkeiten wegett nicht stattfiitden.) Damit wären wir bei einem wichtigen Punkt unserer Betrachtung angelangt. Das K. E.-Tennisturnier soll künftig einen alljährlich wiederkehrenden Höhepunkt der Tcnnisbewegung im K. E. bilden. Die Vorbereitungen sind daher mit großer Umsicht und Sorgfalt zu treffen. Es ist wünschenswert, das Turnier gleichzeitig mit dem K.E.- Sportsest zu veranstalten. Man könnte es unmittelbar vor oder hinter das Sportfest legen. Oder man könnte die Termine folgendermaßen festsetzen: 1. Tag: Tennis-Vorrunden. 2. Tag: Sportsest-Vorkämpse. 3. Tag: Tennis-Vorrunden dis zur Vorschlußrunde. 4. Tag: Sportfest-Hauptkämpse. 5. Tag: TenniS-Schlußrunde. Die letztgenannte Anordnung dürfte allgemein betrachtet die günstigere sein, sie hat jedoch den Nachteil, daß durch sie die Spieler gezwungen sind, sich volle fünf Tage am Ort des Turniers aufzuhalten. DaS ist nicht ohne Bedeutung, wenn man berücksichtigt, daß die Turnierteilnehmer in vielen Fällen berufstätige Alte Herren sein rverden. Ich will mich hier jedoch nicht weiter in Einzelheiten verlieren. Das sind letzten Endes Fragen, über welche die jeweilige Turnierleitung beschließen möge. Apropos Turnierleitung — ich empfehle dem K. C.-Sportwart, die Organisation des Tennisturniers vollkommen in die Hände eines Kartellbruders zu legen, der auf Grund besonderer Erfahrungen Gewähr für eine glatte -Abwicklung bietet. Der K. C.-Sportwart bedenke, daß ein derartiges Turnier vielleicht die gleiche, wenn nicht sogar eine umfangreichere Vorarbeit erfordert. als das Sportfest. Er dürfte daher schon aus rein zeitlichen Gründen den Anforderungen, die beide Veranstaltungen an ihn stellen, kaum gewachsen sein. Daß Kartellbrüder, die künftig in Hochschulturnieren spielen, sich offiziell als K. E.er in die Spiellisten eintragen, ist nicht nur durchaus wünschenswert, sondern sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Ebenso tkirf im allgemeinen Interesse kein Spieler versäumen, seine jeweiligen Turniercrfolge dem K. E.-Sportwart mitzuteilen. Nun noch etwas über den internen Tennisbctricb selbst. Wo die Möglichkeit gegeben ist — wie z. B. in Berlin — empfehle ich den Verbindungen, einen Hochschulplatz für einen Nachmittag den ganzen Sommer hindurch fest zu mieten. Wird dann einem gut spielenden Bundesbruder die Leitung des Tennisbetriebes übertragen. so macht sich alles Weitere von selbst. Die Bundesbrüder spielen in gewohnter Weise und treffen sich regelmäßig einmal wöchentlich zu gemeinsamen Spiel und Training. Ich gebe diese Anregungen in der festen Hoffnung. tkiß endlich einmal etwas geschehen wird, um dem schönen Tennissport den Einzug in den K.E. zu vermitteln. Last not least — hier liegen neue bislang im K.E. undeschrittene Wege znr neuzeitlichen Pflege von Geselligkeit. Man erkläre die Damen der K.E.er für teilnahmeberechtigt am K.E.-Tennisturnier. Ich wüßte nicht, was dagegen spräche; im Gegenteil!