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KC-Blätter · 1933-02-01 · Heft 2 (Februar 1933) · p. Seite 56

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1933
Issue
Heft 2 (Februar 1933)
Date
1933-02-01
Page
Seite 56 (sequence 20)
Language
German
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56 K. E.-Blätter es in München erfuhren, atmeten wir auf und luchten sehr. Nützliche Skigegenstände fanden bei der Preisverteilung frohe Besitzer und ließen als Trostpreise auch die Gesichter der. weniger Erfolgreichen aufleuchten. Rudolf Strauß erhielt als 2. den von A. H. Dr. Bergmann gestifteten Sonderpreis, ein Buch: Hofmeier, Bergsteigen im Winter. A. H. Dr. Stahl bekam als 1. Preis der Altersklasse eine Tourenflasche Schnaps. Die Rückfahrt war zwar etwas kalt, und doch hätte wohl kaum einer mit dem Eisenbahncoupee getauscht. Beseelte doch alle die gleiche Freude an der wohlgelungenen Eemeinschaftsfahrt, die aufs neue den Zusammenhalt der Licarengenerationen, einig in der gleichen Idee und der gleichen Freude am schönsten Sport, dem Skilauf, gezeigt hatte. Wir aber wissen, daß dieser erste Abfahrtslauf unserer Verbindung nicht der letzte gewesen ist. Ein Experiment war gelungen. Skiheil! Dr. G.F.V. Vücher- und Vlätlerschsu „Bilder aus jüdischer Vergangenheit und Gegenwart" — so könnte man das neue Heft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Zudentums überschreiben. Professor Samuel Klein von der Jerusalemer Universität schildert das Gasthauswesen der alten Zeit, insbesondere die Einrichtung, daß mit den Synagogen Unterkunftsstätten für Fremde verbunden waren. Jesajas Preg, gleichfalls aus Jerusalem, bringt Glauben und Aberglauben der palästinischen Landbevölkerung in Freud und Leid anschaulich zur Darstellung. Auch auf die Wurzeln des europäischen Judenhasses fällt neues Licht. In einem mittelfranzösischen Gedicht fand Heinz Pflaum eine Anspielung auf Raschi als den Verfasser (!) des Talmud. Von hier aus untersucht er die Wege, auf welchen die Kenntnis mancher Talmudstellen über Jesus in die christliche Gelehrtenwelt kam,' die traurige Rolle des Vermittlers spielt ein ehemaliger Jude, der zwar zum Ehristentum übertrat, aber dem neuen Glauben innerlich so wenig zugetan war wie dem alten. So erscheinen Abfall und Judenfeindschaft bereits im Mittelalter in treuem Bunde. Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums darf auf diesen Jahrgang der Monatsschrift mit Stolz zurückblicken. Trotz der Nöte der Zeit ist es ihr gelungen, ihren Mitgliedern für den Preis von 10 RM. einen Band von über 600 Seiten zu bieten, abgesehen von den Ermäßigungen, die sie beim Bezug ihrer Schriften gewährt. Für das Jahr 1933 stehen wertvolle Abhandlungen auch aus dem Gebiet jüdischer Weltanschauung in Aussicht. Die Gesellschaft hofft daher mit Bestimmtheit aus die Unterstützung weitester jüdischer Kreise. Wer Mitglied zu werden wünscht, braucht nur den Beitrag von 10 RM. auf das Postscheckkonto der Gesellschaft (Berlin 7030) einzusenden, oder an einen der Vertrauensmänner, welche in jedem Heft der Monatsschrift aufgeführt sind. Der Morgen Jahrgang 8. Februar 1933. Nr. 6. Philo Verlag-Berlin. Jahresabonnement RM. 12.—. Einzelnummer RM. 2.25. Das Februarheft des „Morgen", das letzte des Jahrgangs, ist ein der Erörterung neuzeitlicher Staatsprobleme gewidmetes Sonderheft. Die Krise des Denkens unserer Zeit ist auch zur Staatskrise geworden, d. h. zu einer Krise der Denkgrundlagen, auf denen das ganze Staatsleben beruht und der Probleme, die im staatliche^ Leben einer Lösung entgegengeführt werden sollen. Getreu der Aufgabe des „Morgen", die Fragen, um die man heute kämpft, in ihrer Gesamtheit und in ihrem Zusammenhang aus der religiösen Gläubigkeit aller Aufbauwilligen zu erörtern, läßt die Schriftleitung in diesem Sonderheft „Der Staat" zur Darstellung bringen, warum heute in Fragen des Staates und seiner Grundlegung gerungen wird. Jeder der Ver-

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