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KC-Blätter · 1931-07-01 · Heft 7 (Juli 1931) · page 3

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Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 7 (Juli 1931)
Date
1931-07-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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K. C.-Blätter Zeitschrift des Kartell- Convents d» Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens „Die Verbindungen im K. C. flehen auf dem Boden veutschvaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen Vaterland unlöslich verbundenen Volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. — Der K.C. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Judenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums nehmen die Verbindungen im K. C. kerne Stellung, soweit dies nicht durch Absatz 1 und 2 bedingt ist.* Anzeigen. Annahme durch den Verlag und das K. C- Büro. Preis 1,— Mark für die einfach gespaltene Zeile nach Rudolf Masse Zeilenmesser Nr. 15. Bezugspreis halbjährlich 2,50 Mark zuzügl. 0,60 M. Postgebühr. Abonnementsbestellungen durch den Verlag und das K. C.-Büro. 21. Jahrgang Nachrichtenheft Nr. 7 Jali 1931 Nachdruck unserer Aufsätze, mit Ausnahme der durch einen besonderen Vermerk gegen Nachdruck geschützten, unter Quellenangabe gestattet. * Leinz Schlochauer + S. 113 — Lärmstudent statt Lernstudent S. 113 — Wandervogel IZt und Couleurstudent S. 116 — Verlegung der Frankfurter B. C.- Verbindung S. 110 Das Lamburger Lochschulgesetz geändert S. 119 — Der Lochschulring deutscher Art muß sich zur Ruhe setzen <£>. 120 — Ein Tollwutsanfall S. 120 — Akademisch-sozialer Verband S. 120 — Die Llebersüllung der Lochschulen geht nicht zurück! S. 120. — Bücher- und Blätterschau S. 121 Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums S. 122 — Adressenänderungen S. 122 Personalnachrichten S. 123 — K. C-Lilfsfonds S. 123 — K. C -Nachweis für Kaufleute S. 123 Medizinischer Stellennachweis S. 123 — Verbandsnachrichten S. 124 — Geschäftliches S. 125 K. C.-Veranstaltungen S 126 Heinz Schlochauer f ♦ Ein tragisches Geschick hat uns unseren lieben Freund und Bundesbruder entrissen. Am 24. Juni 1931 verschied nach kurzem qualvollen Leiden ein blühender Mensch, der zu den größten Hoffnungen berechtigte. Aus innigstem Familienleben wurde den Eltern der Sohn, der Schwester der Bruder genommen. Immer bestrebt, die neuesten Forschungen und Erkenntnisse seines Berufs sich zu eigen zu machen, war er im Begriff, sich eine zahnärztliche Praxis aufzubauen. Kaum hatte er die ersten Anfänge überwunden, brausten über ihn die Stürme einer schweren Blutvergiftung hinweg, denen er schließlich nicht gewachsen war. Das unerbittliche Schicksal zerstörte seine Hoffnung, bald mit seiner zukünftigen Frau eine Familie gründen zu können. Eine besonders große Kinderliebe zeichnete ihn aus. Für seine Freunde war er stets bereit, zu helfen mit Rat und Tat. Der KC. verliert an ihm ein begeistertes Mitglied, das sich stets für seine Ideale und Ziele einsetzte. Mit goldenem Humor, mit großer Schlagfertigkeil hat er manche verfahrene Situation gerettet. Manche Feste verdanken seiner Dichtkunst ihren Höhepunkt. — Feinde hat unser Heinz Schlochauer nicht gehabt. Alle, die von seinem Schicksal erfuhren, waren aufs tiefste erschüttert. Alle, die ihn kannten und schätzten, und der KE. werden ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren. Fritz Riesenfeld-Hirschberg (Spr.) Rauheil ist der Fluch der Lauheit. Lärrrrstudent statt Leonstudent. Es fing damit an, daß der Österreichische Verfassungsgerichtshof feststellte, das Wiener Studentenrecht sei ungesetzlich. Ungesetzlich, weil es gegen vereinsrechtliche Bestimmungen verstoße. Von der Verletzung verfassungsmäßiger Grundgesetze war in der Begründung nicht die Rede. Aber

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