KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1933
- Issue
- Nr. 1 (1.1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Vertrauliche Beilage der K. C.«Blatter versagen. Bei mindestens ausreichendem Ausfall beider Klausuren kann der Zulassungsschein ohne Kolloquium erteilt werden. § 3 der Richtlinien. (Näheres s. die Richtlinien für die Erlangung des Zulasfungsscheins, die unentgeltlich von der juristischen Fakultät abgegeben werden.) 3m Rahmen des Verbindungslebens der Sprevia arbeitet nun ein Kartellbruder (Refr.) mit den jungen Juristen und unterstützt sie in ihren Vorbereitungsarbeiten. Es ist fast selbstverständlich, daß die Einrichtung der Fachhilfe von den jungen Spreven lebhaft begrüßt wurde. Näheres über die Ausgestaltung der Kurse, wie sie sich im Augenblick in der Sprevia entwickeln, ist kaum zu sagen. Ein gewisser Schulbetrieb ist hier ebensowenig vermeidbar wie in der Fuchsenstunde. Das Verhältnis des Kursleiters zu den Teilnehmern ist im übrigen ähnlich dem des Fuchsmajors zu den Füchsen. Die Uebungsstunden liegen vor oder hinter den Offizien. Die Verbindungsleitung aber hat den Vorteil, Dispensgesuchen wegen Facharbeit nicht mehr in dem bisherigen starken Maße stattgeben zu müssen. Man wird in den nächsten Semestern zu versuchen haben, diese Anfänge der Fachhilfe auf alle Aktiven auszudehnen. Einzelheiten der Gestaltung werden auch hier mehr oder weniger der Entwicklung überlassen bleiben. Nur auf zwei Vorbedingungen sei hingewiesen: nämlich einmal auf die Auswahl eines geeigneten Kursleiters, was in keiner größeren Verbindung Schwierigkeiten bereiten dürfte. Zum anderen aber auf die Notwendigkeit, bei der Einrichtung der Fachhilfe niemals die bundesbrüderliche Basis zu verlassen, also nicht etwa einen Außenstehenden als Kursleiter zu bestellen, oder für die Stunden Bezahlung irgendwelcher Art anzunehmen. Denn nicht zuletzt soll die Fachhilfe — wie alles im K. C. — das Gemeinschaftsgefühl, die Bundesbrüderlichkeit stärken. Vergessen wir aber auch nicht, daß die Tatsache der Fachhilfe, die Larsache, daß innerhalb der K. C.-Verbindung der einzelne zur Studienarbeit angehalten wird, ein Anreiz sein könnte, K. C.er zu werden, wiewohl wir auf Leute, die nur aus diesem Grunde zu uns kämen, verzichten sollten. Der Versuch mit der Fachhilfe ist kein Ereignis von gewichtiger Bedeutung. Er will nur Vorarbeiten leisten für einen Weg in die Zukunft, einen Weg, den die kommenden Generationen als den ihren anerkennen sollen. Den Weg selbst zu bauen wäre es heute zu früh. Nicht zu früb aber ist es. Bausteine zusammenzutragen. Wenn wir die Tendenzen, die sich aus der wirtschaftlichen Notlage der Aktiven ergeben, richtig deuten, dann ist die Fachhilfe ein solcher Baustein. Denk* tDu dar an?! I ■ " STELLENNACHWEIS! HILFSKASSE für Juristen Mediziner Techniker Chemiker Kaufleute Philologen