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KC-Blätter · 1931-01-01 · Nr. 1 (1.1931) · p. Seite 5

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Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Nr. 1 (1.1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Vertrauliche Beilage der K.C.-Blätter 5 Daß ferner ein großer Teil der Verantwortung bei der Altherrenschaft liegt, daß der Wille, persönliche und menschliche Fühlung mit den jungen Kartellbrüdern zu gewinnen, von entscheidender Bedeutung für alle K. E.- Arbeit ist, habe ich in Hamburg und Frankfurt bei der Begründung Oes -Programms sowie bei vielen anderen Gelegenheiten so oft ausgeführt, daß ich diese Forderung hier nicht näher zu begründen brauche. Man sagt: „Wer die Jugend hat, hat die Zu-' kunft", aber auch umgekehrt müssen diejenigen Alten Herren, die noch Wert darauf legen, daß der K. C. sich in ihrem Geiste weiterentwickelt, sich darüber klar sein, daß nur der die Zukunft haben wird, der sich um die Jugend bemüht. Weite Kreise der Allherrenschaft des K. C. haben seit Jahren grollend abseits gestanden, weil sie die Richtung und Ärt der Betätigung unserer aktiven Verbindungen für verfehlt hielten. Das muß aufhören. Jetzt wird ein Versuch auf einem neuen Wege gemacht, jetzt ist Gelegenheit zur Mitarbeit für alle, die bisher unzufrieden beiseitestanden. Das neue Programm erfordert die Kräfte der Alten und Jungen, es erfordert aber auch die entsprechenden Mittel. Der Vertreter einer aktiven Verbindung hat mir gesagt: ,;Wir wollen gern alles durchführen, aber wer gibt uns zunächst einmal das Geld, um vier Paar Boxhandschuhe anzufchaffen?" Daran sollten besonders diejenigen Alten Herren denken, die in der Lage sind, unsere aktiven Verbindungen materiell zu unterstützen, und die das in den letzten Jahren aus Verärgerung über die herrschenden Zustände abgelehnt haben. Aber so notwendig und wertvoll die Mitwirkung der Altherrenschaft und des G. A. für die Durchführung des neuen Programms ist, ausschlaggebend wird die Stellungnahme imb Arbeit der aktiven Verbindungen sein. Niemand wird von ihnen erwarten oder verlangen, daß sie jetzt plötzlich von einem Tage zum andern ihren Betrieb grundlegend umstellen; die Entwicklung wird sich hier schneller, dort langsamer vollziehen. Aber notwendig ist, daß unsere jungen Verbandsbrüder die ihnen in den Beschlüssen gestellten Aufgaben erkennen und innerlich bereit sind, ihre ganze Kraft für die Durchführung einzusetzen. Das wird im einzelnen viel guten Willen, viel Hingabe und manches Opfer erfordern, aber es muß und wird gelingen. Enthalten doch die Beschlüsse nichts, was unfern Verbindungen wesensfremd wäre mrd ihnen erst von außen aufgedrängt werden müßte. Im Gegenteil: einige Verbindungen haben ja schon jetzt wertvolle Arbeit im Sinne der Beschlüsse geleistet. Diese hoffnungsvollen Ansätze gilt es auszubauen. Hinzukommt, daß. die Beschlüsse im wesentlichen durch die aktiven Verbindungen zustande gekommen sind. Als zunächst am Vorabend des K. C.-Tags eine aus den Vertretern der antragstellenden Altherrenverbände, Landesverbände und Verbindungen bestehende Kommission über die Anträge beriet, war es noch nicht möglich, zu einer Einigung zu gelangen; die Sonderwünsche der einzelnen Verbände waren Adressenmeldungen. Wir bitten die Verbindungen, darauf zu achten, daß Herren, welche neu in die Verbindungen eintreten, ihre Personalien nebst Heimats- und Semesteranschrift alsbald dem K. C.-Büro mitteilen. Ebenso werden alle aktiven und inaktiven Kartellbrüder gebeten, Änderungen ihrer Adressen sofort dem K. C.-Büro mitzuteilen.

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