KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 10 (Dezember 1930)
- Date
- 1930-12-01
- Page
- Seite 161 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachr.-Left K. C.-Blätter 161 Ergebnis ist der klare Sieg des deutschjüdischen Gedankens. And wenn sich in das berechtigte Empfinden der Genugtuung ein winziges Tröpfchen Bitterkeit mischt, dann ist es der Gedanke: Noch stärker und noch größer hätte der Sieg sein können! Allzu deutlich haben diese Wahlen bestätigt, was wir alle stets empfunden hatten: Der Auftrieb, den die Jüdische Volkspartei im Jahre 1926 erfahren hatte, war kein Triumph ihrer Idee, sondern der Sieg unserer eigenen Lauheit. Alle die Kreise, die das vorige Mal in schlimmer Verkennung ihrer politischen Verpflichtung zu Lause blieben, wären, wenn sie mobilisiert gewesen wären, Kämpfer für unsere Sache gewesen. Das hat sich erwiesen, als es diesmal endlich gelang, sie wenigstens zum größten Teil mobil zu machen. Die Situation der deutschen Indenheit mußte erst ihre heutige Spannung erfahren, um weite Kreise erkennen zu lassen, daß unseres Schicksals Sterne einzig in der eigenen Brust sich finden. Lossen wir, daß das jene bald begreifen lernen, die auch diesmal indifferent blieben. Die überwältigende Mehrheit des deutschen Judentums will von der zionistischen Lehre nichts wissen, und darum darf es nie wieder dazu kommen, daß diese Mehrheit nickt in Wirklichkeit zu überwältigen versteht. Aus der deutschen Studentenschaft, Strrdentenairsschuß Leipzig. (D. St.) In seiner Sitzung vom 10. November 1930 beschloß der Allgemeine Studentenausschuß der Aniversität Leipzig, der Gesamtorganisation „Deutsche Studentenschaft" wieder beizutreten. Die Abstimmung, an welcher satzungsgemäß der WirtschaftsundFachschaftskörper eubenfalls teilnahm, ergab bei 3 Enthaltungen 15 Stimmen für und 8 Stimmen gegen den Wiedereintritt. Die Kammer, die allein die geistige Einstellung der Gesamtstudentenschaft zum Ausdruck bringt, hätte bei gesonderter Abstimmung ein Stimmenverhältnis von 10:5 für den Wiedereintritt ergeben. Jntereffengemeinschaften studentischer Verbände. Außer dem „Erlanger Verbände-Abkommen" (E. V. A.), das die meisten studentischen Verbände umfaßt, der „Arbeitsgemeinschaft der katholischen deutschen Studentenverbände", in der sich die 6 katholischen Verbände zusammengeschlossen haben, dem „Allgemeinen Deutschen Waffenring" (A. D. W ), dem fast alle schlagenden Verbände angehören, gibt es noch Interessengemeinschaften zwischen einzelnen Verbänden. 1. Nudolstädter S. C. (R. S. C.) und Deutsche Landsmannschaft (D. L.) haben sich zum Zwrcke einer gemeinschaftlichen hochschulpolitischen und waffenstudentischen Zusammenarbeit zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschloffen. 2. Dentsche Landsmannschaft (D. L.) und V. C. der Turnerschaften haben ein ähnliches Abkommen. 3. Kösener S. C. V. und Weinheimer S. C. sind durch den „Allgemeinen S. C." miteinander verknüpft. 4. V.D.St., Akad. Turnbund (A.T.B.) und Sondershäuser Verband (S.V ) sind im „Schwarzen Ring" zusammengeschlossen. Erlanger Verbände-Abkomrnen. Auf der Lauptversammlung des E. V. A. in Breslau am 27. Juli wurde der Verband der Akademischen Sportschaften und der Godesberger-Verband der Sportschaften an deutschen Lochschulen ausgenommen. Damit sind dem E.V. A. 32 Verbände angeschlosien. Studentische Wahlen. Universität München Ergebnis der Astawahl v. 20. Nov. 1930: Liste 1: men' Sitze Sozialistische Studenten . . 337 1 Liste 2: Nationalsozialisten ..... 2437 10 Liste 3: Großdeutsche Studenten lWaffenring-Lerminonia- Asgardia-Wingolf).... 1396 6 Liste 4: Großdeutsch-nationaler Widerstandsblock..... 453 2 Liste 5: Katholische Korporationen . 1157 4