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KC-Blätter · 1930-11-01 · Heft 9 (November 1930) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1930
Issue
Heft 9 (November 1930)
Date
1930-11-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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K.C.-Blätter Zeitschrift des Kartell- Convents d. Verbindungen deutscher Stndenten jüdischen Glaubens „Die Verbindungen im K. C. stehen auf dem Boden deutschvaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen Vaterland unlöslich verbundenen Volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleich, berechtigung der Zuden einzutreten. — Der K. C. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Zudenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums nehmen die Verbindungen im K. C. kerne Stellung, soweit dies nicht durch Absatz 1 und 2 bedingt lst." Bezugspreis halbjährlich 2,50 Mark zuzügl. 0,60 M. Postgebühr. Abonnementsbestellungen durch den Verlag und das K. C -Büro. Anzeigen - Annahme durch den Verlag und das K. E- Büro. Preis 1,— Mark für die einfach gespaltene Zeile nach Rudolf Moffe Zeilenmener Nr. 15. 20. Jahrgang Nachrichtenheft Nr. 9 Novbr. 1930 Nachdruck unserer Aufsätze, mit Ausnahme der durch einen besonderen Vermerk gegen Nachdruck geschützten, unter Quellenangabe gestattet. 30. November 193V — Wahltag. Die Reichstagswahlen sind noch nicht vergessen und schon werden wir erneut aufgerufen, einer Wahlpflicht zu genügen. Zum 30. November sind die Wahlen zum preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden ausgeschrieben und gleichzeitig finden in einer großen Reihe von Einzelgemeinden die Wahlen zu den Repräsentanten-Versammlungen statt. Vielfach ist es gelungen, die Wahlen durch Einheitslisten überflüssig zu machen. Aber dort, wo dies nicht geschehen ist, wird in den Tagen, in denen dieses Lest in die Lände unserer Kartellbrüder gelangt, ein heftiger Wahlkampf entbrennen. Wir hoffen, daß dieser Wahlkampf von allen Parteien, dem Ernst der Zeit entsprechend, in ruhigen, der Würde des deutschen Judentums angemessenen Formen geführt wird. Aber ebenso wichtig ist die Klarheit in der Sache; denn in vielen grundlegenden Punkten wird die nächste Wahlperiode wichtige Entscheidungen für das deutsche Judentum bringen. Der Reichsverbaud wird wieder zur Erörterung stehen. Das Schlagwort von der Entpolitisierung der Abwehrarbeit, das von national-jüdischer Seite aufgeworfen ist, um die Abwehrarbeit aus den Länden des C. V. in die der öffentlich-rechtlichen Körperschaften zu überführen, wird wichtige Fragen zur Entscheidung stellen. In den Gemeinden wird es nicht nur netwendig sein, sich gegen offensichtlich national-jüdische Bestrebungen zu verteidigen, sondern auch in all den Aufgaben, die sonst in der Gemeindestube zu lösen sind, der Ausgestaltung des Gottesdienstes

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