KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 8 (Oktober 1930)
- Date
- 1930-10-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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K. C.-Blätter Zeitschrift des Kartell- Convents d. Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens „Die Verbindungen im K. C. ftehen auf dem Boden deutschvaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschast mit dem deutschen Vaterland unlöslich verbundenen Volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftlrche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. — Der K. C. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Iudenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums nehmen die Verbindungen im K. C. kerne Stellung, soweit dies nicht durch Absatz 1 und 2 bedingt rst." Bezugspreis halbjährlich 2,50 Mark zuzügl. 0,60 M. Postgebühr. Abonnementsbestellungen durch den Verlag und das K. C.-Büro. Anzeigen - Annahme durch den Verlag und das K C.- Büro. Preis 1,— Mark für die einfach gespaltene Zeile nach Rudolf Mone Zeilenmesier Nr. 15. 20. Jahrgang Nachrichtenheft Nr. 8 Oktober 1830 Nachdruck unserer Aufsätze, mit Ausnahme der durch einen besonderen Vermerk gegen Nachdruck geschützten, unter Quellenangabe gestattet. * *n memo”am Heinz Hirschfeldt S. 125 — Amschau S. 125 — Quo usque tandem? S. 131 — X. Die Daseinsberechtigung des K. C.-Sportfestes S. 133 — Gründung einer überparteilichen Vereinigung für die Gesamtintereffen und die Einheit des Judentums S. 134 — Verbands- Nachrichten S 135 — Adresienveränderungen S. 141 — Personalnachrichten S. 142 — Stellennachweis für K. C.-Techniker S. 142 — Bücher- und Blätterschau S. 142. In memoriam Heinz Hirschfeldt (Sprev.) gest. am 24. August 1930. Wochen sind seit seinem unerwarteten Lode vergangen und noch immer können wir es nicht fassen, daß unser Heinz Hirschfeldt nicht mehr unter uns sein soll. Nur ein Semester hat er unseren Reihen angehört, ein Semester nur, in dem er sich durch seine gerade und offene Art so viele Freunde erworben hat. Wir wußten alle, daß er in seiner kaum zu bändigenden Tatkraft einer der aktivsten Kämpfer für unsere Idee werden würde; wir haben ihm das Band mit in das Grab gegeben, für das er kämpfen wollte und gekämpft hat, ganz gleich, ob es sich darum handelte, auf der Mensur seinen Mann zu stehen oder in politischen Auseinandersetzungen sich zu behaupten. Wir fühlen heute, was Heinz Hirschfeldt, der mit seltener Hingabe an unseren Farben hing, uns gewesen ist, wir wissen, daß er uns unvergeßlich sein wird! Ruhe aus von den Qualen der letzten Wochen! Schlafwohl, Leibfuxl Walter Braun, Sprev. (X)i.a.B. Umschau. Wenn die Reichstagswahlen wenigstens ein Weckruf gewesen wären, dann hätte auch in ihnen das berühmte Körnchen Glückes im Unheil gelegen. Es scheint immerhin, als ob sie gewisse Kreise nicht geweckt, sondern geschreckt haben, so daß sie, anstatt wach zu werden, erst recht in einen Taumel geraten sind. Aus zwei Gründen, glauben wir, hätte jeglicher Ehok sich vermeiden lassen können. Zum ersten: Nach allen Symptomen der erkennbar scheinenden Entwicklung hatte man schon allgemein damit gerechnet und sich abgefunden, daß wohl 3 Millionen Volksgenossen der Hakenkreuzpartei sich verschreiben würden. Nun ist aus der prognostizierten Zahl das Doppelte geworden, und wenn auch zwischen dem Einfachen und dem Doppelten der Unterschied nicht zu leugnen ist, so ist schließlich auch angesichts dieser Multiplizierung immer noch zu fragen, was bedeutet diese Zahl im Verhältnis zum Ganzen? Der fünfte Teil des Volkes hat nationalsozialistisch gewählt. Gewiß sehr unerfreulich, ja reichlich schlimm