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KC-Blätter · 1930-05-01 · Heft 4-5 (Mai 1930) · p. Seite 66

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1930
Issue
Heft 4-5 (Mai 1930)
Date
1930-05-01
Page
Seite 66 (sequence 2)
Language
German
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66 K. C.-BlätLer Nachr.-Left auch in Hamburg etwas vom K. C. weiß. Line Alte Herren-Tagung aber haben wir jetzt zum ersten Male erlebt; sie verlief außerordentlich erfolgreich. Aeber die offizielle Tagung am Sonntag, den 27. April, wird von anderer Seite berichtet werden. Hier soll nur von dem geselligen Teil die Rede sein. Er war wirklich gesellig. Trotz der Angunst der Zeiten im allgemeinen und des vielleicht nicht gerade günstig gewählten Termins (eine Woche 'nach Ostern) war der Besuch erfreulich groß. Daß Hugo Ehrlich aus Tilsit da war. bedarf keiner Erwähnung. Seine K. C.-Treue würde ihn wohl zu jeder Tagung gleichgültig, zu welcher Zeit und in welchem Erdteil sie stattfindet, führen. Ein starkes Kontingent stellten natürlich die in Hamburg von altersber — jedenfalls im K.C. — so beliebten Berliner. Aber aus allen Teilen Deutschlands und dem kulturell zu Deutschland und daher auch zu uns gehörenden Danzig waren sie gekommen, zu einem großen Teil mit ihren Damen. Schon am Begrüßungsabend im Reichshof waren Auswärtige und Einheimische in großer Zahl fröhlich versammelt. Zu unserer aller und, wie wir glauben, auch der Freude der nicht zum K. L. gehörenden Besucher des Lokals, erschien, körperlich und seelisch im besten Zustand, unser Führer, dessen grün-weiß-schwarzes Band die mächtige Gestalt noch verschönerte. Die Zwanglosigkeit des Abends wurde von einem Teil der Besucher dadurch unterstrichen, daß man unter Führung der Orts- und Lokalkundigen sich das Nachtleben in St. Pauli mehr oder minder gründlich ansah. Ich will und kann über alle Einzelheiten hier nicht berichten. Denn ich verließ den mir unterstellten Trupp bereits gegen 1 Ahr nachts. Am Sonnabend, den 26. April, vormittags, besichtigten unsere Gäste unter Begleitung von Einheimischen mit vom Hanseatischen Landesverband gestellten Beförderungsmitteln den Hafen und das Motorschiff „St. Louis". Die frische Brise stärkte auch diejenigen A. H. A. H., die durch das Studium St. Paulis und dergl. ihre Nachtruhe ein wenig verkürzt hatten. Jedenfalls fand ich, als ich nach dem offiziellen Mittagessen mich zur Fahrt nach Blankenese einstellte, eine fröhlich bewegte Gesellschaft. Sie wurde noch bewegter, als kurz nach der Abfahrt kräftige Sturzwellen in die Barkasse kamen. Glücklicherweise hielt Kbr. Kann mit seiner kräftigen Statur den tzauptteil der Wellen ab. Sein Opfer bestand aber nur in der Nässe seines Paletots. Die Fahrt ging zu dem Elbkurhaus bei Blankenese, wo eine gemütliche Kaffeetafel die Binnenländer für die Anbilden der Elbfahrt entschädigte. { Einige Wanderlustige sonderten sich' unter meiner Führung ab zu einem herrlichen Spaziergang. Ansere Gäste bewunderten hierbei die im herrlichen Frühlingsschmuck prangenden, heute öffentlichen Parks, die von leider vergangenem Wohlstand hanseatischer Kaufleute zeugen. Der Lag wurde beschlossen durch einen von Kbr. Arias (Ghibelliniaals Vertreter des G. A. schneidig geleiteten Kommers im großen Saal des Curiohauses. Es waren außer den K. C.ern eine große Anzahl geladener Gäste erschienen, die von Kbr. Iacobsohn (Visurgiae) begrüßt wurden. Anser Führer Ludwig Holländer hielt die Festrede. Er betonte, daß die Ziele des K. C., gleichviel, unter welcher Form er wirke, seien: Wahrhaftigkeit, Freundschaft, Selbstzucht und Ritterlichkeit. Die Rede erntete starken Beifall. Kbr. Arias gedachte der gefallenen K. C.er und ließ im Anschluß hieran einen Salamander auf das Vaterland reiben. Ferner sprach Kbr. Blitz (Spreviae), einer der Senioren, des Hamburger K. C.s. Für die Gesamtheit der Gäste dankte in warmen Worten Rechtsanwalt Dr. Ludwig Fränkel (A. H. des B. C.). Er führte aus, daß nach seiner Auffassung der B. C. wohl in der Methode, aber nicht in den Zielen sich vom K. C. unterscheide. Es sprachen ferner Herr Dr. med. Veis für die Hamburger Bne-Bris-Logen, die sämtlich durch ihre Präsidenten vertreten waren, und Herr Referendar Buttenwieser für die deutsch-jüdische Jugend. Den auf der Galerie anwesenden Damen widmete Kbr. Lennhoff feine Worte. Nach der, wie wir Hamburger glauben, erfolgreichen aber anstrengenden offiziellen Tagung am Sonntag,

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