KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 3 (April 1930)
- Date
- 1930-04-01
- Page
- Seite 57 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachr.-Left K. C.-Blätter 57 nuar konnten wir unseren Brandern Berger, Eckstein, Heinz Goldblum, Hellmuth Goldblum Marcus Mühlfelder und Weißenberg das Burschenband verleihen. Unsere Anforderungen an die zu Rezipierenden waren groß und die Kenntnisse standen auf einem beachtlichen Niveau. Besonders die Rezeptionsvorträge, die aus den verschiedensten Gebieten entnommen waren, gaben zu ersprießlichen Diskussionen Anlaß. Wegen unüberbrückbarer Gegensätze in der' Verbindungsleitung sahen wir uns Mitte Januar gezwungen, folgenden Lhargenwechsel vorzunehmen: X a. B. Adolf Reinstein F. M. XX a. B. Kurt Lichtenstein XXX a. B. Otto Schäfer. Die Pflege des Sports und des Fechtens kam zu ihrem Recht. Wir turnten jede Woche 2 Stunden und hatten außerdem. einen regen Box- und Schwimmbetrieb. Zum Kartellpauktag in Neckarsteinach stellten wir 3 Partien. Nach der Trauerzeit veranstalteten wir ein Nachmittagsoffizium mit Damen und in der gleichen Woche ein neuartiges Offizium, nämlich eine Tendenz-Fuchsenstunde für unsere Verbindungs-Damen. Die Damen zeigten reges Interesse und beteiligten sich eifrig an der Diskussion. Wir wollen diesen wohlgelungenen Versuch öfters wiederholen. Zum 15jährigen Stiftungsfest u. l. K. V. Nafsovia entsandten wir Chargierte. Wir danken an dieser Stelle nochmals unserer l. K. V. für die freundliche Aufnahme. Noch auf ein besonderes Ereignis sei hingewiesen. Bei dem Reichsgründungskommers mit vorhergehendem Fackelzug und bei der Reichsgründungsfeier in der Universität chargierten wir dem Turnus entsprechend an zweiter bzw. erster Stelle. Beide Veranstaltungen nahmen einen reibungslosen Verlauf. Mitte Februar besuchte uns der Vorsitzende unseres A. H. V., unser l. A. H. Dr. Erwin Rosenow. um mit uns einige Tage zusammen zu sein und die Hausfrage zu fördern. Die Hausangelegenheit ist ganz dringlich geworden. Anser Bund wird in jedem Semester stärker, und immer noch besitzen wir kein eigenes Heim, das das Haupterfordernis für das gedeihliche Verbindungsleben ist. Ein ausgezeichnetes Projekt ist jetzt vorhanden, und da heißt es zu handeln, denn schon droht eine andere Korporation uns zuvorzukommen. Kein Bundesbruder darf zurückstehen, um seiner l. Verbindung endlich das langersehnte Heim zu ermöglichen, —jeder muß nach Kräften zum Gelingen beitragen! In den. letzten Tagen des Semesters veranstalteten wir noch ein wohlgelungenes Damenfest, auf dem rheinische Karnevolsstimmung herrschte!. Wir schlossen das Semester am 26. Februar mit der Semesterschlußkneipe, auf der wir eine große Anzahl von Philistern begrüßen konnten. Aeberhaupt war das Verhältnis zur Philisterschaft das denkbar beste, was die zahlreichen Einladungen zu den privaten Festlichkeiten bewiesen. Am folgenden Abend stieg unser traditioneller Abschiedsabend auf dem Iägerhäusle, der uns bewies, welche Bundesbrüderlichkeit bei uns herrscht und mit welcher Liebe unsere Bundesbrüder an Freiburg und der Neo- Friburgia hängen. Auf dem Schlußkonvent dechargierten wir die Chargen und Fuchsmajore und verliehen ihnen die Kreuze und die F. M.-Zeichen. Wir inaktivierten unsere a. B. a. B. Lefevre, Falkenstein, Esser, Lewin, Loeb, Kiwi, Joachim Gerber, Walter Gerber, Abraham, Weil, Löwenstein, Reinstein, Weißenberg, Baer, Lichtenstein, Schäfer und Ringer. Unseren l. a. B. Silbermann beurlaubten wir zu einer l. K. V. Rheno-Guestphalia. Auf dem Schlußkonvent rezipierten wir noch unseren a. F. Falk. Die Ferienkommission setzt sich zusammen aus X t. a. V. Lichtenstein, Freiburg i. Br., Gartenstr. 7 XX i. a. V. Walter Gerber XXX i. a. B. Reinstein. Das Sommersemester beginnt am Donnerstag, den 24. April 1930 mit dem Antrittskonvent auf der Kneipe im Schwanen. Wir bitten alle Kbr. Kbr. und Bbr. Bbr., etwaige Keiladressen an Adolf Reinstein, Wiesbaden, Langgasse 7, zu senden. Die Vorbereitungen für die wisschaftliche Arbeit des S. S. sind getroffen, wir haben hierfür die Zusage unserer l. Kbr. Kbr. Professor