Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1930-09-01 · Heft 3 (September 1930) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1930
Issue
Heft 3 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2268830-2268973-2268976--3563-2272655
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

K. C.-Blätter Zeitschrift des Kartell- Convents d. Verbindungen deutscher Stndenten jüdischen Glaubens Bezugspreis halbjährlich 2,50 Mark zuzügl. 0,60 M. Postgebühr. Abonnementsbestellungen durch den Verlag und das K. C.-Büro. Anzeigen - Annahme durch den Verlag und das K. C.- Büro. Preis 1,— Mark für die einfach gespaltene Zeile nach Rudolf Moste ZeiLenmester Nr. 15. „Die Verbindungen im K. C. stehen auf dem Boden deutfchvaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen Vaterland unlöslich verbundenen Volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. — Der K. C. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Iudenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums nehmen die Verbindungen im K. C. keine Stellung, soweit dies nicht durch Absatz 1 und 2 bedingt ist." 20. Jahrgang Aufsatzhest Nr. 3 Septbr. 1930 Nachdruck unserer Aufsätze, mit Ausnahme der durch einen besonderen Vermerk gegen Nachdruck geschützten, unter Quellenangabe gestattet. Ludwig Haas. (Badenia-Heidelberg, Friburgo-Ghibelliniae) geb. 16. 4. 1875. Nun ist eingetreten, was die ihm Nächststehenden seit vielen Monaten fürchteten: Ludwig Haas, seit der Jahreswende schwerkrank und seiner weitumfassenden öffentlichen Tätigkeit entzogen, ist heimgegangen. Die Reichsregierung, seine politischen Freunde, aber auch Männer, die seine politischen Gegner waren, seine Berufsgenossen haben in Wort und Schrift Wesen und Wirken des hervorragenden Mannes gerühmt; die Tagespresse, insbesondere auch die jüdischen Zeitungen haben seine lautere Persönlichkeit und seine Lebensarbeit so eingehend gewürdigt und so einhellig anerkannt, daß es selbst uns, die wir von Jugend an als Freunde und Bundesbrüder ihm am nächsten standen und seinen Werdegang in allen Einzelheiten verfolgen konnten, kaum möglich ist, das Bild des teuren Toten in wesentlichen Zügen zu ergänzen. Aber die geschichtliche Wahrheit und keineswegs bloß der naheliegende Wunsch trauernder Jugendfreunde, des ihrem engsten Kreise viel zu früh Entrissenen ehrenvoll zu gedenken, heischt eine besondere Würdigung des K.Cers Ludwig Haas; denn er war mehr als bloß Mitglied, vielmehr einer der Männer, die vom Augenblick ihres Eintritts an die Verbreitung des K. C.-Gedankens, wie seine praktische Betätigung als Ehrenpflicht betrachteten und — mehr als das — auch durchführten, und sein Lebensbild wäre unvollständig ohne Schilderung dieses Teiles seiner vielseitigen Wirksamkeit. Gewiß, es hieße die Eigenart eines Ludwig Haas, seine ursprüngliche geistige Selbständigkeit verkennen, wollte man behaupten, seine Ent-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.