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KC-Blätter · 1930-06-01 · Heft 2 (Juni 1930) · page 1

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Journal
KC-Blätter
Volume
1930
Issue
Heft 2 (Juni 1930)
Date
1930-06-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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K. C.-Blätter Zeitschrift des Kartell-Convents der Verbindungen deutscher Studenten jüdischen Glaubens „Die Verbindungen im K. C. flehen auf dem Boden deutschvctterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen Vaterland unlöslich verbundenen Volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. — Der K. C. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Iudenfrage außerhalb Deutschlands ab. — Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums nehmen die Verbindungen im K. E. keme Stellung, soweit dies nicht durch Absatz 1 und 2 bedingt ist." 20. Jahrgang Aufsatzhest Nr. 2 Jnni1930 Nachdruck unserer Aufsätze, mit Ausnahme der durch einen besonderen Vermerk gegen Nachdruck geschützten, unter Quellenangabe gestattet. Zunr 40jährigen Heidelberger Stiftungsfest. S. 21. — Rückschau und Ausblick. S. 28.- -- An Max Mainzer. S. 31. — Tradition. S. 33.— Höchst unpassender und unsympathischer Beitrag eines Bavaren, der offensichtlich nach zuviel Maibowle das heulende Elend bekommen hat. S. 36. Denkst du daran, Genoffe froher Stunden, .... S. 38. — Alt-Leidelberg. S. 39. Zum 40 jährigen Heidelberger Stiftungsfest. Ernstes und Heiteres. Von Dr. Max Mainzer (Bad.-Bav., Sprev.). „Großes Stiftungsfest in Heidelberg!" In welchem alten Heidelberger, ja in welchem K. C.er überhaupt, der einmal ein „großes Stiftungsfest" in Heidelberg miterlebt hat, erweckte das Wort nicht fröhliche Erinnerungen! In wem klingt nicht gleich das Lied an: „Reicht mir das alte Burschenband —“ im Gedenken vergangener Zeiten? Manch einer von denen, die am 20jährigen Heidelberger Stiftungsfest bei der Heimfahrt auf dem Neckarschisf vor dem „Harlaß" feierlich schworen, zum 25jährigen Stiftungsfest wiederzukehren, möchte vielleicht jetzt nachholen, was ihm und uns allen durch den Gang der Weltgeschichte unmöglich gemacht wurde. Viele, allzu viele freilich können dem Ruf nicht mehr folgen. Sie sind als Opfer ihrer Vaterlandsliebe in die Ewigkeit eingegangen oder, am Ziel ihres Lebens, zu „den Toten entboten". Aber auch manche werden dem Ruf nicht Folge leisten können, deren ganzes Sehnen danach ginge, mit den alten Freunden wieder einmal, wie so oft, im „Iugendlande" vereint zu sein. Kriegsfolgen, die gesamte wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands werden es ihnen leider unmöglich machen. Aber auch die, die kommen und sicherlich ein fröhliches Fest feiern werden, werden vieles anders finden, als sie aus alter Zeit her gewohnt waren. Nicht nur, daß man nicht mehr wie einst, von dem traditionellen Schlußausflug des Stiftungsfestes heimkehrend, die Exkneipe beim „perfidus caupo“ feiern kann. Er ist längst tot und sein Lokal, vor 40 Jahren, das erste Halbsemester der Verbindung, unsere Kneipe, dient

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