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KC-Blätter · 1926-04-01 · Heft 2 (April 1926) · p. Seite 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1926
Issue
Heft 2 (April 1926)
Date
1926-04-01
Page
Seite 28 (sequence 18)
Language
German
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betätigt hatten, sondern auch anderen, die Lust und Liebe zum Wassersport Hatten,, die Möglichkeit zu seiner Ausübung zu geben. Zn kurzer Zeit hatten sich so. viele Mitglieder gemeldet, daß auch die vermehrte Zahl der vorhandenen Boote nicht ausreichte. Tagesfahrten in den schönen Berliner Osten, mehrtägige Pfingskftchrten in die weitere Umgebung, brachten die einzelnen einander nahe, schon nicht zum wenigsten deshalb, weil hier nur die Leistung entschied und nicht Alter oder Verbindungsamt. Den Aelteren war es ein Ansporn, den Jungen gleichzutun, ich möchte dabei an Martina erinnern, und den Jungen brachte es Respekt bei vor dem Wollen und der zähen Energie der Alten, die trotz ihrer Jahre noch anfingen, sich mit Skull und Riemen zu befassen. Auch in den anderen Verbindungen wurde die sportliche Betätigung ausgedehnt. Allgemein wurden Turnstunden eingeführt und leichtathletische Hebungen fanden überall ihren Eingang. Im Jahre 1921 wurde dann der Beschluß gefaßt, allgemein durch Einführung von K.C.-Wettkämpfen die Verbindungen zu einer verstärkten sportlichen Tätigkeit anzuhalten. Ein K. C.- Sportwart wurde ernannt und im Sommer 1921 wurde anläßlich des Stiftungsfestes der Vineta das 1. Berliner K. C.-Sportfest als Vorläufer des offiziellen K. C.°Sportfestes abgehalten, das im Sommer 1921 aus Anlaß des 25 jährigen Jubiläums des K. C. in Breslau stattfand. Man mag das als gutes Omen auffasien, daß auch der Sport im K. C. von der . Stätte ausgegangen ist, von der unser Verband seinen Ausgang genommen hatte. Berlin, Göttingen, Würzburg und Bonn waren in den nächsten Jahren.die Austtagungsorte. Erfreulich war die wachsende Beteiligung und das Steigen der Leistungen. Das rege Interesse für die sportliche Betätigung des K. C. zeigt sich schon darin, daß bald für alle wichtige Gruppenwetttämpfe Wanderpreise vorhanden waren und jede der Verbindungen setzte bald ihren Ehrgeiz darein, .vom K. E.-Sportfest recht viele Preise heimzubringen. Aber der Sport in der K. C.-Verbindung durfte sich selbstverständlich nicht hierauf beschränken. Die Teilnahme an den Hochschulsportfesten ihrer Universität oder Hochschule wurde eine Ehrenpflicht einer jeden Verbindung. Die Visurgia brachte 1923 in Göttingen 1., 2. und 3. Preise heim, in der Hochschulstaffel der Universität Freiburg befanden sich verschiedene K. C.er, die dorttge Verbindung errang den Wanderpreis der Universität, und schickte ebenso wie Hannover K. C.er zu den Hochschulmeisterschafien nach Darmstadt. Im Jahre 1924 konnte Kbr. Gunz in Würzburg die Meisterschaft im 100 m und 400 m Laus und im Dreikampf erwerben und 1925 errang derselbe Kbr. mehrere Meisterschaften und Plätze. Von der Universität wurde ihm die Plakette „bene merente" verliehen. An dieser Mitarbeit ließen sich die Verbindungen auch nicht bange machen, als man vereinzelt versuchte, selbst auf dem Gebiet des Sports mit „völkischer" Überheblichkeit die Juden auszuschalten. War es doch nichts anderes als die gleichen Erfahrungen auf dem Gebiet der Satisfaktion. . Während der K. C.-Sportwart bis zum Jahre 1923 im wesentlichen, nur die sportliche Betätigung an sich zu überwachen hatte, war ein festes Programm bis dahin noch nicht aufgestellt. Durch Beschluß Des Bonner K. C.-Tages wurde ein solches sowohl für den Sommer als auch für hen Winter beschlossen. Es wurden im Winter zwei Hallengymnastikabende abgehalten und außerdem ein Schwimmoffizium. Im Sommer finden zweimal wöchentlich leichtathletische Sportoffizien und einmal Schwimmen statt. Der erste Erfolg in diesem Jahre war, daß die Vineta einen ihrer Akttven für die siegreiche Staffelmannschaft der T. H. Chavlottenburg stellen konnte. Die Frage des Umfangs der sportlichen Betätigung in den studentischen Verbänden ist in den letzten Jahren überall aufgeworfen worden, und es ist bekannt, daß jeder der waffenstudentifchen Verbände sucht, wie es der V.C. bereits vor dem Kriege getan hatte, eine sportliche Betätigung durchzuführen, ohne damit von seinen waffenstudentischen Grundsätzen abzugehen. Wenn der B. C. in der „Deutschen Hochschule", seinem Verbandsorgan, vom Mai 1926, sich mit den Leibesübungen und deren Einführung im B. C. befaßt, so können wir ohne Ueberhebung sagen, daß wir über die Programmsätze, die dort entwickelt werden, längst hinaus sind. Soweit waren wir bereits, als wir vor sechs Jahren dem Sport im K.C. ein festes Ziel setzten. Wo jene aufhören, haben wir damals begonnen. Abe/ am Ende sind wir darum nicht. Ein Ziel, ein Ausruhen kann und darf es beim Sport nicht geben. Wohl aber können wir, wenn wir nicht allzu kritisch sind, wenn wir uns bewußt sind, daß nur lange, ständige Arbeit zum Erfolg führen kann, mit dem Erreichten zufrieden sein. K.C.er! Helft alle mit, dem K.C. auch auf sportlichem Gebiet den Namen zu schaffen, den er auf waffenstudentischem Gebiet hat! In diesem Sinne auf zum ernsthaften' Training für die Meisterschaften Eurer Hochschule und für das 6. K. C.-Sportfest. Verantwortlicher Redakteur: vr. Hermann Berlar, Berlin. — Verlag: Philo-Verlag Berlin SW 68. Lindenstratze 13 Druck: D. Feilchenfeld. Berlin SW 68.

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