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KC-Blätter · 1923-01-01 · Januar - Februar - März 1923 · p. Seite 3

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Journal
KC-Blätter
Volume
1923
Issue
Januar - Februar - März 1923
Date
1923-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Verbindung „Salia" in Würzburg und gaben von 8 Partien 5 an K. V. K.V. ab. Wir brachen den studentischen und gesellschaftlichen Verkehr mit Herrn Dipl.-Jng. Franz Levy aus Jever ab. > Ta das Fortbestehen der Verbindung durch die außerordentlich geringe Zahl Aktiver und Inaktiver sehr bedroht ist und da es im Interesse des Verbandes liegt eine so alte Verbindung, die im November ihr 20-jähriges Stiftungsfest feiert, fortbestehen zu lassen, bitten wir die Herren Kbr. Kbr. möglichst zahlreich hierzu studieren. Saxo-Bavari«, Leipzig. Unser Semester stand sehr im Zeichen einer allgemeinen Depression, die teilweise auch aus der Not der Zeit und der wachsenden Geldentwertung zu erklären war. Für das nächste Semester sind die Aussichten für die Aktivitas äußerst gering, so daß wir alle Kbr. Kbr. die ihre Univers. wechseln, dringend bitten, nach hier zu kommen, weil das Bestehen der Saxo-Bavaria gefährdet ist. Besonders ist darauf hinzuweisen, daß hier in L. eine B. C.-Korporation besteht, der die Suspension der S.-B. nur sehr erwünscht wäre. Zur Studentenversammlung, die über die Stellung der Studentenversammlung zur Würzburger Verfassung entscheiden sollte, hatten wir leider, trotz Aufbietung aller K. C.er und befreundeter Kreise keinen Erfog. Die Studentenschaft entschied sich für Annahme der Würzburger Verfassung, die dann den Rücktritt der A.St.H. zur Folge hatte. Rhe«o»Palatia, Würzbnrg. Wir versuchten den seit vergangenem Semester mit einer A.W. V. „Veda" bestehenden Verruf auf gütlichem Wege beizulegen: doch scheiterten die Verhandlungen. Suevia» Haxxover. Unser i. a. B. Walter Stern focht seine Partie in Kiel aus und stach seinen Gegner ab. Interessant ist es, daß die Gegenpartei zuerst die Partie suspendiert hatte, später aber (nach Wochen!) nachträglich Abfuhr erklärt hat. — Wie sich die Zukunft unserer Verbindung gestalten wird, ist noch sehr zweifelhaft. Wenn keine Aktivmeldungen von Keilfüchsen oder Beurlaubungen von Kbr. Kbr. zu uns eintreten, ist das Fortbestehen der „Suevia" bei der heutigen kleinen Aktivitas sehr in Frage gestellt. A. H. B. Biadriua, Darmstadt. Seit Erscheinen der letzten K.C.-Blätter hat sich innerhalb unseres A.H.B. nichts Besonderes ereignet. Unsern Mitgliedern geht im Laufe des Monat März ein besonderes Zirkular zu. Anfang Februar veranstalteten wir mit unsern Bundesbrüdern aus Darmstadt einen netten Bier- , abend in Frankfurt a. M. A.H.B. Mheno-Bavaria. In der Gen.-Bers. wurde zu der bekannten Resolution des G. A. folg. Antrag angenommen „Die Resolution des G. A. nebst Nachtrag wird gebilligt. Vers, erwartet aber, daß G. A. unter Fühlungnahme mit den einzelnen V.B. B.B. Richtlinien aufstellt, die der neuen Zeit wie auch den örtlichen Bedürfnissen im ^Einzelnen unter Aufrechterhaltung der Einheit des K. C. Rechnung tragen." Die Mitgl.-Beiträge wurden wie folgt festgesetzt: Die A.H. A.H. zahlen nach ihrem jeweil. Einkommen einen Grundbetrag von 1,50 Mk., 2,~ Mk., 2,50 Mk., vervielfältigt mit den am Fälligkeitsbezw. Zahlungstage geltenden Reichsteuerungs-Jndex. Das Einkommen wird auf Ehrenwort angegeben. Die Gruppenzuteilung bestimmt der Vorstand. Bei Weigerung der Einkommensabgabe erfolgt ohne weiteres Einreihung in die höchste Stufe. Zweibänderleute zahlen Vs des sich ergebenden Betrages. Bei Bedürftigkeit darf der Vorstand die Beiträge ermäßigen. Entsprechend wurden die Geldstrafen für die unentschuldigt Nichtbeantwortung von Rundschreiben des A.H.V. an seine Mitglieder auf die Grundzahlen 30, 40, 50 Pfg. erhöht. A.H.B. Rheno-Guestphalia. Theo Goldschmidt ist auf Grund Ehrenratsurteils und A.H.V.-Bersammlungsbeschlufses i. p. dimittiert worden. Da zur Zeit sein Aufenthaltsort unbekannt ist, konnte ihm das Urteil bisher noch nicht zugestellt und die erfolgte Dimission noch nicht mitgeteilt werden. Es erschien jedoch zweckmäßig, diese Entscheidung bereits in den K. C.-Blättern zu veröffentlichen. Landesverband Danzig. Der L. V. Danzig, inmitten eines künstlich geschaffenen Staatswesens liegend, darf auch für sich auf Grund dieser Tatsache eine besondere Stellung innerhalb des K. C. beanspruchen. Diese besondere Stellung ergibt sich aus der Entwicklung, die der Freistaat Danzig seit seiner Loslösung vom Deutschen Reich genommen hat. Der gewaltige Zuzug aus dem Osten hat nicht nur äußerlich das Bild der alten Hansastadt vollkommen verwischt, sondern hat namentlich die hier ansässige Judenschaft, soweit sie deutsch-orientiert ist, gezwungen, auch innerlich zu diesen veränderten Verhältnissen Stellung zu nehmen. Es handelt sich vor allem um die gegenseitige Einstellung zwischen Ost- und Westjudentum. Eine Lösung dieser Frage wird erfolgen müssen. 'Es wird vor allem Sache des Zentral-Vereins sein, an einer Lösung dieser Frage zu arbeiten, und vonC.B.- Seite ist denn auch die Frage einer Synthese zwischen Ost- und Westjudentum bereits angeschnitten worden. Daß der Zuzug aus dem Osten auch eine große Anzahl von zweifelhaften Elementen uns beschert hat, ist nicht verwunderlich, ist aber mit ein Grund dafür, daß der Antisemitismus hier Triumphe feiert. Die deutschsoziale Bewegung hat, durch Agitation aus Deutschland unterstützt, und durch die eifrige Anhängerschaft der Studenten der hiesigen technischen Hochschule zweifellos cm Umfang zugenommen. Es ist anzuerkennen, daß der Danziger Senat Demagogen wie Knüppel-Kunze und Konsorten hier nicht mehr zu Worte kommen läßt. Bei der letzten derartigen Veranstaltung wurde Kunze kurzerhand auf Grund eines Ausweisungsbefehls vor Beginn seines Vortrages sistiert. Eine Antwort des Senats auf die von deutschnationaler Seite im Volkstage erhobene Anfrage, was der Senat zu tun gedenke, um die Abhaltung des Welt-Zionistenkongresses in Danzig zu verhindern, wobei mit einer Überschwemmung des Freistaates durch Fremdrassige zu rechnen sei, steht noch aus. Es ist erfreulich, daß die berechtigten Interessen der deutschen Juden, soweit sie dem Freistaat Danzig angehören, auch innerhalb des Volkstages Vertreter haben, die stets mit Wärme und Entschiedenheit für sie eintreten. Zu diesen gehört auch Kbr. Dr. Bing. Jedenfalls erwachsen dem hiesigen C.V. und dem K. C., der ihm seine Kräfte zur Verfügung gestellt hat, ganz besondere Aufgaben. Wir möchten auch an dieser Stelle der Hoffnung Ausdruck geben, daß es dem hiesigen C. B. gelinge, diese Aufgaben zu einer glücklichen Lösung zu bringen. Das wird nur geschehen können, wenn er imstande sein wird, sämtliche ihm zur Verfügung stehenden Kräfte zu mobilisieren, wie das jüngst auch Kbr. Dr. Goldmann aus Leipzig anläßlich eines Vortrages im C.V. nachdrücklichst betont hat. Außerordentlich erfreulich ist die Tatsache, daß der Zusammenhalt der K. C.er untereinander fast ausnahmslos ein sehr inniger und geradezu vorbildlich zu nennen ist. In Abständen von zwei Wochen finden bei den verheirateten K. C.ern zwanglose gesellige Heimabende statt, die fast immer von sämtlichen hier anwesenden K. C.ern vollzählig besucht werden, was auch anderen Verbänden zur Nachahmung empfohlen sei. Es sei noch darauf hingewiesen, daß Kbr. Kbr.

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