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KC-Blätter · 1922-10-01 · Oktober - November - Dezember 1922 · p. Seite 20

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Journal
KC-Blätter
Volume
1922
Issue
Oktober - November - Dezember 1922
Date
1922-10-01
Page
Seite 20 (sequence 4)
Language
German
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20 und aus diesem Grunde sehen wir uns gezwungen den Verbindungsbetrieb f a st v o l l st ä n d i g cin - zustellen. Wir wählten eine Kommission, die die Geschäfte weiterführt. Zusammen kommen wir zu Conventen und Bierabenden, um den Zusammenhang nicht zu verlieren. Dem Rektor und der Philisterschafl gegenüber habeil wir nicht suspendiert, aber der Suspension ist der Zustand am ähnlichsten, in dem sich die Verbindung jetzt befindet. Es ist schade, daß die „Albingia" die sich unzweifelhaft im Sinne des K. C. Verdienste erworben hat, gezwungen ist aus Leutemangel einzugehen. Staufia» Gieße«. Unsere Verbindung kämpft jetzt schon semesterlang einen verzweifelten Kampf ums Dasein, fast immer mit denselben Leuten, die schließlich doch auch ihr Examen machen wollen. Versagt die Überweisungstätigkeit im nächsten Semester, oder — was der tiefere Grund hierfür ist — lassen es die K. B. K. V. an der Unterstützung unserer Verbindung fehlen, so sind wir unrettbar zur Suspension gezwungen — eine Gefahr, die im Interesse des ganzen Verbandes schon deshalb mit allen Mitteln verhütet werden muß, weil wir in einer der Hochburgen des Judenhasses uns jetzt eine Stellung erkämpft haben, die verglichen mit der früherer Semester einen ungeheuren Fortschritt auf unseren gemeinsamen Weg darstellt. Soll nicht die ganze seitherige mühevolle Arbeit vergeblich gewesen sein, und sollen nicht die gegen uns kämpfenden reaktionär-antisemitischen Teile der deutschen Studentenschaft sich eines wesentlichen Erfolges rühmen können, dann müssen nächstes Semester mehrere Kbr. Kbr. nach Gießen kommen, das es nach jeder Richtung mit jeder Großstadt aufnimmt. A.H.B. Liearia. Die S. V. am 10. 12. 1922 war von 36 A. Jp., A. H. besucht, darunter 1 Bbr. aus Berlin und je 3 aus Augsburg und Nürnberg. Ferner war vom G.-A. dankenswerterweise Herr Kbr. vr. Berlak erschienen. Durch Vollmacht vertreten waren 15 Bbr. Leider waren nur 15 (!) Abstimmungen eingelaufen. — Einstimmig angenommen wurde folgender Antrag: „Der K. C. kann keine Bereinigung von Korporationen sein, denen der innere und äußere Aufbau überlassen bleibt. Der K. C. ist als studentischer Verband nur denkbar als Zusammenschluß äußerlich und innerlich gleichartiger studentischer Korporationen mit unbedingter Satisfaktion und Couleurprinzip. Eine Änderung, die diesen Boden verläßt, ist im Widerspruch mit dem K. C.-Statut." Antrag 2 Salomon wurde zurückgezogen, ebenfo Ziffer 2 und 3 der Münchener Anträge (s. letztes Rundschreiben!). Ferner wurde noch — vorbehaltlich der Genehmigung der Statutenänderung — der bisherige Ausschuß von 7 auf 11 Mitglieder erhöht und zwar noch durch Vertreter in Hannover, Hamburg, Wattenscheid und Nürnberg. Der Beitrag für 1923 ist wieder für unselbständige Bbr. auf 400.—, für selbständige Bbr. auf 800.— festgesetzt, wozu noch je 4M.— K. C.-Beitrag kommen. Mehrbundesleute haben an den A. H. V. 2/s des A. H. B.-Beitrages, sowie 7z bez. V3 des K. C.-Beitrages zu entrichten. Zur Ersparung der riesigen Auslagen für Porto und Rechnungen bitten wir um Einsendung (Postscheckkonto Nr. 15 428). Nach dem 1. 2. werden die ausstehenden Beiträge durch Postauftrag eingezogen. — Die alte Borstandschaft wurde wiedergewählt. Durch Bbr. Bernheim wurde uns eine sehr namhafte Summe übermittelt, die er durch seine tatkräftigen Bemühungen in Nürnberger Bürgerkreisen, die für unsere Bestrebungen Interesse haben, gesammelt hat. Es wäre dankenswert, wenn auch in anderen Städten sich Bbr. in dieser Richtung betätigen würden. Die Bereinigung Frankfurter K.C.er befaßte sich in einer G. V. am 4. 12. in der der alte Vorstand wiedergewählt wurde, mit der G.-A.-Resolution des G.-A. und der Licaria. Es wurde eine Entschließung gefaßt', die sich mit den beiden ersten Punkten der Licaria- Resolution deckt und die eine Regelung durch einen K. C.-Tag verlangt. Landesverband Sachsen-Anhatt. Leider gesellt sich zur Schwere der Zeit eine Interesselosigkeit und ein Mangel an Zusaminengehörigkeitsgefühl der Kartellbrüder, das kaum zu überbieten ist und das natürlich die Arbeit, die ein Landesverband leisten soll, auf's höchste erschwert, wenn nicht unmöglich macht. Es muß einmal offen ausgesprochen werden, daß sicherlich eine größere Anzahl besonders jüngerer K. C.-er die Notwendigkeit der nach außen allerdings nicht so hervortretenden, aber gerade wegen ihrer Kleinarbeit unentbehrlichen. Landesverbandstätigkeit völlig verkennt. Im besonderen mag hier darauf hingewiesen werden, daß die Mitglieder des L. B. die Beschlüsse der am 21. Oktober 1922 in Leipzig statrgehabten Mitgliederversammlung zugesandt bekommen sollen, und daß diese als endgültig angenommen gelten, wenn niemand widerspricht. Der Unterfertigte führt provisorisch das Amt des 1. Vorsitzenden bis zu einer im Jahre 1923 abzuhaltenden ordentliches! Mitgliederversammlung weiter, auf deren Tagesordnung Neuwahl des Vorstandes steht. Um die erwachsenen Portokosten zu decken, ist beschlossen worden, für das 2. Halbjahr 1922/23 eine besondere Umlage von 100 Mark zu erheben, die der Kassenwart zunächst einziehen wird. Ferner sind die Beiträge mit Wirkung vom 1. April 1923 ab auf 200 und IM Mark erhöht worden. Das Nähere im Bericht. Dr. Mendershausen. (Sic., Sax.-Bav.) Perfonalnad>ri<bten. DasSrefere«darexameubestand: Herbert Katz (Alb.), Ludwig Nach mann (Bav.). Das medizinische Staatsexamen bestand: Berthold Krebs (Thur.), Fritz Weile (Bav.). Zum vr. meck. promovierten: Artur Gabriel (Sprev., Mak.), Ludwig Litten (Sprev., Mak.), Hans Hirschfeld (Mak., Alb.). Zum vr. pNN. promovierte Hanns Ulm ann (Nass.). Das Abitmientenexamen bestand Dipl. Kfm. Paul Luß (Rh.-Guestph.). Wobnungsveränöerungen. (Biele wegen Raummangels zurückgeblieben.) Dr. med. Otto Baum (Ghib.), Berlin, Potsdamerstraße 64. Bruno Bobrecker b.HerrnA.Wolfs, Beuthen0/8 Redenstr. 4. Med. Prakt. Artur Gabriel (Sprev., Mak.), Breslau, Ällerheiligenhospital, Ohrenabteilung. (Privat: Westendstr. 241). Med. Prakt. Hans H i r s ch f e l d (Mak., Alb.), Berlin W 50 Nürnbergerstraße 14/15, Pension Weber. vr. med. Hans Rosenbaum, Städtisches Kinderkrankenhaus Barmen, Heusnerstr. vr. med. Kurt Oppenheimer, Berlin C 25. Prenslauerstr. 53/55. Siegfried Neu (Bav.), Heidelberg, Plöck 34. Ludwig Braun (Bav.), Heidelberg, Hauptstr. 187.

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