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KC-Blätter · 1922-10-01 · Oktober - November - Dezember 1922 · p. Seite 19

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Journal
KC-Blätter
Volume
1922
Issue
Oktober - November - Dezember 1922
Date
1922-10-01
Page
Seite 19 (sequence 3)
Language
German
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{ Arbeit fortab zu den Hauptaufgaben der Berbin- | bungcn gehören. I So schwer auch manchem der Abschied vom Zeitalter der Romantik fallen mag, so bleibt uns doch weiter nichts anderes übrig, wollen wir im alten alten Geist, aber mit neuen und größeren Scharen den ernsten Gefahren der Zukunft begegnen. Wir brauchen alle deutschen Studenten jüdischen Glaubens, dei ihre Person einsetzen wollen, in unserem Kampf gegen den Antisemitismus, gegen Unrecht und Gewalt, gegen Unduldsamkeit und Bedrückung. Der Geschäftsführende Ausschuß des K. C. vr. Ludwig Holländer, vr. Max Mainzer, vr. Fritz Solon, vr. Kurt Alexander, vr. Richard Auerbach, vr. Krombach, Oskar Guttmann, vr. Ernst Rosenthal, vr. - Harry Salinger, vr. Hermann Salomon, vr. Steinharter, vr. Berlak, vr. Fritz Loevy, Hellmuth Menke. Nicht zuletzt ist dieser Beschluß von denen gefordert worden, die bis in die jüngste Vergangenheit hinein für die unveränderte und sogar verschärfte Erhaltung der alten Formen eingetreten sind. Nicht feiger Gedanken, bängliches Schwanken hat den G.-A. beseelt, als er seine Entschlüsse faßte, nicht Konzessionen an Konjunktursragen, sondern die Notwendigkeit, den Verband über eine schwere Übergangszeit hinüberzuretten und nidjt die Idee zugrundegehen zu lassen, weil nicht rechtj zeitig Mittel gefunden wurden, um sie vor den Formen zu erhalten. Keine grundstürzcnde Revolution soll die Entscheidung bedeuten, sondern sie soll nur Wege weisen. Keinen bindenden Beschluß, sondern Richtlinien enthält sie. Wo wesentliche Umstellungen irgendwelcher Art erforderlich erscheinen, wird es Sache der verfassungsmäßigen Organe der Verbindung sein, hierüber zu befinden und insbesondere auch der geschäftsführende Ausschuß zu hören sein. Wenn vielleicht durch derartige Maßnahmen für eine Übergangszeit einzelne Verbindungen ein voneinander abweichendes Gesicht erhalten, so ist dies bedauerlich, aber nicht wir sind es, die diese Verschiedenheiten hervorgerufen haben. Verschiedener als früher sind die Verhältnisse an den einzelnen Plätzen des Reiches, verschiedener die Kampfform unserer Gegner, und so müssen denn auch verschiedener als früher die Mittel unseres Kampfes sein. Verschiedener nicht in der Idee, verschiedener nur in der Form. Und auch diese Verschiedenheit in der Form ist für den, der unsere Verbandsgeschichte kennt, nichts Neues. Ob weitere Schritte zu tun sein werden, wird der K.C.-Tag zu entscheiden haben. Welche Formen endgültig die Studentenschaft und die Korporationen annehmen werden ist eine Frage, die heute weder entschieden werden soll noch kann. Die heutige Zeit ist zu schwer und zu verworren, um in dieser Richtung schon klare Linien der Entwicklung zu sehen. Ob die Resolution eindeutig war oder nicht, tut ebenfalls nichts zur Sache, was sie wollte wird nunmehr klargestellt sein. Nun an die Arbeit! Mögen die Verbindungen zeigen, welcher Weg der beste ist. So wollen wir alle zusammen arbeiten an dem gemeinsamen Ziel einer besseren Zukunft. Verbandsnaörrlcklen. Lhurlugia, BreSla». Wir fochten 3 suspendierte Schlägerpartien gegen einen verehrl. Burschenbund im B. C. „Alemannia". Bei den Astawahlen wählten wir die Liste des Deutschen Studentenbundes und brachten einen Bundesbruder durch. Bavaria, Heidelberg. Wir fochten einmal Säbel s. 15. Außerdem hängen wir noch mit 2 Partien Säbel s. 15. Sämtliche Partien kamen durch antisemitische Kontrahagen zustande. Unserer Beschwerde gegen die Erklärung des Heidelberger Waffenrings vom Sommer 1921, wonach er Angehörigen der jüdischen Rasse keine Satisfaktion mehr gibt, wurde stattgegeben. Der Waffenring hat diese Erklärung zurückgenominen. Herrn Thalheimer aus Mainz, Angehöriger der F. W. V. haben wir in schweren Waffenverruf erklärt. Liearia» München. Bei der Rektoratsübergabe wurde uns, sowie dem B. C. und' K. I. V. ähnlich wie im! S.S. beim Universitätsstiftungsfest der letzte Platz \ angewiesen. Da wir trotz Beschwerden beim Korpora- | tionsausschuß, beim Asta und beim Rektorat keinen anderen Platz angewiesen erhielten, verzichteten wir wie die andern genannten Verbände an der Teilnahme. — Bei der Enthüllung unserer Gedenktafel sandten trotz Einladung sowohl Rektorat, als auch Senat sowie Kultusministerium keinen Vertreter, letzteres mit der Begründung, daß es wegen „derzeitiger Arbeitsüberlastung" — die Feier war am Sonntag Vormittag! — am Erscheinen verhindert sei! — Trotz Aufhebung des Verbandsverrufs besteht hier mit der Thuringia der von uns verhängte schwere Waffenverruf weiter. — Die Stellung der Liearia zur G.-A.-Resolution dürfte durch die erfolgten Rundschreiben allgemein bekannt sein. «hibelliuia, Freiburg. Zur Resolution des G.-A. nahmen wir in folgender Entschließung Stellung: In Erörterung der Resolution des G.-A. vom 21. 10. 1922 hat der B. C. einstimmig beschlossen einem Hohen G.-A. folgendes mitzuteilen: „Der B. C. begrüßt den Inhalt der Resolution, soweit es sich um eine „Überschätzung" handelt. Hat der G.-A. tatsächlich nur vor einer Überschätzung warnen wollen, so hält der B. C. die Resolution für eine Selbstverständlichkeit, bie den Verbindungsbetrieb auch vor dieser geleitet hat, wie dies unsere Erfolge bei den sportlichen Wettkämpfen im S.S. 1922, die Einführung wissenschaftlicher Abende und die geringe Anzahl von Kneipen bewiesen haben. Dagegen erblickt der B. C. in der weiten, vieldeutigen Fassung der Resolution eine schwere Gefahr für den Verband insofern, als sie geeignet ist, gründlich mißverstanden zu werden, wie dies ja die Folgen in Würzburg und anderen Orten auch beweisen haben. Von dem Gedanken der Einheitlichkeit im Verbände und dem Korporationsstandpunkt geleitet, stimmt der B. C. der Entschließung einer l. K. V. Liearia vom 13. 11. insoweit zu, als auch er die Durchführung der unter 2 in dieser Entschließung gestellten Anträge als durchaus notwendig anerkannt und vollkommen unterstützt." Mit einer a. B. „Suevia" in Mannheim, mit der wir seit vorigem Semester in einem freundschaftlichem Verhältnis stehen, schlossen wir einen Fechtvertrag, laut dessen sich eine Verehrliche verpflichtete, uns ihre sämtlichen Schlägerpartien zur Verfügung zu stellen. Saxo-vavaria, Leipzig. Auf unsere Anfrage an den BurscheMbund Alsatia teilte uns dieser mit, nach Aufhebung des Verbandsverrufs zwischen B. C. und K.C. sei es den einzelnen B. C.-Korporationen freigestellt. den Ortsverruf aufrecht zu erhalten. Für die Alsatia bestehe der Verruf gegen uns fort. Nassovia, Frankfurt. Dem i. a.B. Koppel wurde nach Ehrenratsurteil (Rat zum Austritt), der Austritt aus der Verbindung gewährt. Alblugia, Hatte. Trotz unserer Bitten und Er- Mahnungen an die K. V., K.B. und an den G.-A., hat kein einziger Mtiver sich nach Halle begeben,

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