KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1922
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1922)
- Date
- 1922-05-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Monatsschrift -er im Kartell-Convent vereinigten Korporationen »Die Verbindungen im K. C. stehen auf dem Boden deutschvaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daßdie deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und RechtSgemeinschast mit dem deutschen Vaterland uplöSlich verbundenen Dolksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums, sofern sie der Tendenz von Absatz 1 nicht widerstreben, nehmen die Verbindungen im K. C. keine Stellung, i Der K. C. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Judenfrage außerhalb Deutschlands ab." i 12. Jahrgang Mai-junl 1922 5. u. 6. ßeft Nachdruck unserer Aufsätze, mit Ausnahme der durch einen besonderen Vermerk gegen Nachdruck geschützte», unter Quellenangabe gestattet. Inhalt: Erich Fall (Gib.) zum Gedenken. S. 37. — Freiburg, Du geliebtes Städtchen! S. 38. — Speer, Sport, Spiel. S. 39. Umschau. - S. 40. — Chamberlein der Jüngere. S. 45. — Zeitteudeuz und Assimilation in der deutschen Judenhett. S. 46. — Bücherschau. S. 48 — VerbandSuachrichten. S. 50. — Spendenliste. S. 54. — Jnsera'e. >■ --- Das II. K. ^.-Sportfest in Leipzig findet am Sonntag, dem 30. Juli auf dem Sportplatz der Universität Leipzig (Leipzig-Lindenau) statt. Beginn des Sportfestes 8Vs Uhr. Sämtliche Teilnehmer müssen um 7Vs Uhr auf dem Platz bereit stehen. Es ist dringend erforderlich, daß die Meldungen zu dem Sportfest bis spätestens 15. Juli dem K. C.-Büro eingereicht sind. —-- --— - Die Zeitschrift erscheint jeden Monat. Bezugspreis Halbjahr!. 7,6O M. Einzelnummer 1,5O M. Bestellungen übernehmen der Verlag und die Kaffenoerwaltung. Jnseratenannahme durch den Verla g. Bei größeren Aufträgen und Wiederholungen wird eine Ermäßigung des Preises bewilligt. erlkd Salk (6kid.) zum Sedenken. Dein Leben war ein irischer Frühlingstag. Der lochend in der ltebien Sonn« lag Und früh zur Rüste ging. Soll tch'O beklagen, Daß dir kein Winter wehiutun vermag? Ihtlme.)! Jäh und -unerwartet trat der Tod mitten unter uns. Ein junges, blühendes Menschenleben ist ihm zum Opfer gefallen. Am 19. März raffte eine tückische Krankheit unseren lieben Bundesbruder Erich Falk nach kurzem Krankenlager dahin.! Im Dezember 1918, als französische Truppen in Straßburg einrückten, verließ Erich Falk, erst siebenzehnjährig, Eltern und Heimat, um in Deutschland deutschem Geist und deutschem Wissen Men zu können. Sein erster Aufenthalt — und es sollte auch sein letzter sein— war Freiburg. Begeistert für den Gedanken des K. Cmeldete er sich als erster nach dem Kriege hier aktiv. In den 7 Semestern, die er aus Treue zu seiner geliebten Verbindung in der „Ghibellinia" verbrachte, trotzdem fast alle seiner Conaktiven Freiburg inzwischen -wieder verlassen hatten, wurde er uns allen ein Bundesbruder in des Wortes tiefstem Sinne. Für jeden fand er ein herzliches Wort, für jeden sorgte er mit der gleichen väterlich-brüderlichen Liebe und Umsicht. In seiner klugen und sympathischen Art verstand er stets im richtigen Moment die aufeinanderprallenden Gemüter zu beschwichtigen und zu versöhnen; aber er wußte auch zur rechten Zeit einzuschreiten und wenn es sein mußte zn strafen. Für ihn gab es kein Sich-leiten-lassen, wenn er auch oft feiner Veranlagung gemäß um des Friedens willen nachgab: im Augenblick der Tat war er doch der sichere Führer. So machte sein abgeklärter Charakter ihn so beliebt, daß er keinen Feind besaß. Wie er für seine Freunde und Bundesbrüder unermüdlich wirkte, so setzte er sich auch für seine Verbindung ein, wie selten ein zweiter. Die ganze Kraft widmete er ihr, mit der er so. eng vev-