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KC-Blätter · 1921-07-01 · Heft 10-12 · page 3

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Journal
KC-Blätter
Volume
1921
Issue
Heft 10-12
Date
1921-07-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Monatsschrift -er fm Kartell-Convent vereinigten Korporationen Die Zeitschrift erscheint jeden Monat. Bezugspreis halbjährl.7,50M. Einzelnummer 1,5V M. Bestellungen übernehmen der Verlag und die Kassenverwaltung. Inseratenannahme durch den Verlag. Bei größeren Aufträgen und Wiederholungen wird eine Ermäßigung deS Preises bewilligt. .Die Verbindungen im K. C. stehen auf dem Boden deutschvaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und RechtSgemeinfchast mit dem deutschen Vaterland unlöslich verbundenen Bolksreil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums, sofern sie der Tendenz von Absatz 1 nicht widerstreben, nehmen die Verbindungen im K. C. keine Stellung. Der K. C. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Judenfrage außerhalb Deutschlands ab." I I. Jahrgang Okioder-Novemdervezemder 1921 10., 11. u. 12. Belt Nachdruck unserer Aufsätze» mit Ausnahme der durch einen besondere« Vermerk gegen Nachdruck geschützte», unter Quelleuangabe gestattet. Oberscklesien. Nachdem unsere Brüder in Oberschlesien mit unantastbarer, großer Mehrheit sich für Deutschland entschieden hatten, haben unsere Gegner die Maske abgeworfen. Das Selbstbestimmungsrecht der Nationen ist bergessen, nur der perverse, wilde Baß gegen alles Deutsche, in den sich unverkennbar blasse Furcht mischt, regiert, und unter offenkundiger Verletzung des Versailler Schanddokuments — denn nicht einmal er gab eine legale Handhabe für dein Raub des Industriegebiets — ist der größere und wertvollere Teil Oberschlesiens an Polen ausgeliefert worden. Um der geschäftlichen Vorteile der Entente willen sind hunderttausende von deutschen Brüdern in die polnische Knechtschaft verkauft worden. Wer die Entwicklung Posens und Westpreußen7> mit offenen Augen anschaut, wer die Qualen und die entehrenden Bedingungen kennt, unter denen dort der' Deutsche sein Dasein fristet, wird das Wort „Knechtschaft" nicht als eine Übertreibung empfinden. Blühendes Land, das durch deutschen Fleiß, durch deutsche Intelligenz hochgebracht worden ist, das deutsche Ordnung und Gewissenhaftigkeit zu einem Quell des Reichtums und zu einer Grundlage deutscher Kultur gemacht hatten, das seit undenklichen Zeiten mit Polen ohne Verbindung und inneren Zusammenhang war, ist uns entrissen worden, weil eine Minderheit, die einen polnischen Dialekt spricht, unter dem Drucke der offensichtlich von den Machthabern begünstigten großpolnischen terroristischen Agitation sich für das neuentstandene Polen aussprach. In der Folge wird, sobald man ihn 'nicht mehr braucht, der-Deutsche mtt allen Mitteln gedemütigt, entrechtet und zum Verlassen des Landes gezwungen werden. Und mit dem Aufhören der deutschen Kulturarbeit wird das. Land verfallen, seine Industrie wird ruiniert, sein Reichtum zerflattern. Oberschlesien vermag dem unfähigen polnischen Staate nicht zu helfen, für Deutschland aber bedeutet sein Verlust nicht nur die schmerzlichste Verletzung des nationalen Bewußtseins, sondern auch eine schwere wirtschaft- . liche Wunde. Für die oberschlesischen Juden birgt der Willkürakt der Teilung eine besondere Tragik. Sind sie doch als Deutsche wie als Juden den Polen in gleicher Weise verhaßt, und wie man ihnen das Leben jenseits der Grenze verbittert, ist Ms dem Beispiel Posens hinlänglich bekannt. MM fveiß in polnischen Kreisen genau, wie energisch die Juden Oberschlesiens für ihr Deutschtum mit Wort Md Tat eingetreten sind, obwohl ihnen deutschvölkischer Fanatismus, der in seltsamer Verkeimung der deutschen Interessen selbst in Oberschlesien während der schweren Zett der Abstimmung sein schmachvolles, verräterisches Handwerk angesichts der Fremden trieb, ihre Aufgabe gewaltig zu erschweren suchte. Man weiß in Polen, daß die im Reiche lebenden Oberschlesier fast Mann für Mann an der Urne erschienen, um die alte Heimat zu retten. Und das wollen sie nach den Versicherungen ihrer Führer nicht vergessen!

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