Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1921-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1921) · p. Seite 124

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1921
Issue
Heft 7-9 (Juli 1921)
Date
1921-07-01
Page
Seite 124 (sequence 34)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2268830-2268931-2268935--2774-2271945
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

^-- V" - rZ^lfcc-. tzM' maßen in ihrer Mehrheit aus dem gerade jetzt so FMver nolleidenden Mittelstand. Die Volksvertreter in dm deutschen Parlamenten müssen sich aufs allerent- Wiedeuste in eine Aeihe mit der deutschen Studentenschaft stellen, um gemeinsam die Hochschule und Oamit Wissenschaft zerstörenden Pläne des preußischen -Finanzministers zu nichte zu machen. — Die Würzburger Studentenschaft fordert, daß die maßgebenden 'Stellen im Hinblick auf die wirtschaftliche Notlage der StudiererLen alle Maßnahmen in Erwägung ik um> unsozialen Plänen des preußischen Finanzministers entgegenzustellen." Fordermrgeu und Vorschläge der dentschen Hochfchnl-Lurn» «nd. Sportlehrer. Die Bereinigung Deutscher Ho chschul-Turn- und Sportlehrer Kat eine Denkschrift an die Rektorenversammllum der Deutschen Hochschulen gerichtet, die u. a. nachstehende Forderungen um) Vorschläge enthält: Die Bereinigung lehnt ß 2 der Götti ns er SLutz ent enL es chlüsse: „Dem nach ß 1 durch den Allg. Stud.-Äusschuß zusammengesetzten Amt für Leibesübungen obliegt die Aufsicht und die Durchführung der an der Hochschule betriebenen Leibesübungen", als Eingriff in ihre Rechte und Pflichten und in ihre akademische Lehrfreiheit grundsätzlich ab. Die Berernigung erkennt die in den Göttinger Stutzentenbeschlüssen geforderte pflichtgemäße Einführung der Leibesübungen und Leistungsprüfungen als unbedingt erstrebenswertes Ideal an, erklärt sie aber aus realpolftischen Gründen (Mangel an Turnhallen, Sportplätzen, Gerätschaften, Lehrkräften, Geldmitteln u. a.) für die Gegenwart als schlechterdings undurchführbar. Bon dem vaterländischen Sinn der Studentenschaft erhofft sie die allmähliche Erweiterung jenes Jdealzustandes auf dem Wege vorläusiger freiwllliger Beteiligung. Die Vereinigung schlägt vor: a) .Leistungsprüfungen mit mäßigen Bedingungen für Anfänger, b) Leistungsprüfungen mit Austragung des deutschen Sport- und Turnabzeichens für' Vorgeschrittene. o) Leistungsprüfungen mit Austragung der lokalen Hochschulmeisterschaften für die Besten Die möglichst auf einen Tag zusammenzufassende Veranstaltung ist als „dies aoademicus" durch Ausfall der Kollegien größtmöglichen Besuch der Dozenten- und Studentenschaft, Veranstaltung eines Festaktus mit Ansprache des Rektors urw Aushändigung von gestifteten Siegerpreisen als der sportliche Höhepunkt des Semesters anzuerkennen und auszuzeichnen. Bei der Berufung akademischer Turn- und Sportlehrer durch die akademischen Senate ist die Bereinigung beratend hinzuzuziehen. Abgesehen von der Beschaffung ausreichender Turn- und Sportplatzanlagen first) „Gymnastische Institute" an allen Hochschulen einzurichten, bestehend in a) Allg. Akad. Sport- und Turnabenden, b) Akad. Sport- und Turnlehrerkursen, c) Akad. Sport- und Spielleiterlllrsen, in organischem Zusammenhang miteinander.und unter der einheitlichen Leitung des Hochschulturn- und Sportlehrers. Die akademische Turnlehrerausbildung muß bedeutend erweitert und durch die sportliche ergänzt werden; vier 'Semester mit etwa iOj—12 Wochenstunden werden für ausreichend, aber auch unerläßlich erachtet, für die Bedürfnisse der höheren Schulen und die Heranziehung möglichst vieler wissenschaftlicher Lehrer ftir den Turn- und Sportunterricht. Die Turnfakultas ist als garye, die Spielsakultas als halbe neben zwei vollen wissenschaftlichen “ lultäten aiKuerkennen. Bei aller Betonung der Bering des Schwergewichts der akitzemischen Leibeszen auf dem Boden der Hochschule und der Anerkennung der studentischen Eigenart ist die inyige Fühlungnahme mit den groAn nichtakademischen („bürgerlichen^ Organisationen aus sportlichen und sozialen Gründen planmäßig anzustreben. Das innige Zusammenarbeiten mit dem 1920 in Hannover beschlossenen Deutschen Hochschulamt für Leibesübungen, bestehend aus a) dem Turn- und Sportamt der deutschen Studentenschaft, b) dem Geschäftsführenden Ausschuß der deutschen Professorenausschüsse für Leibesübungen, c) dem Vorstand des Deutsch-Akad. Bundes für Leibesübungen, wrrd für dringend wünschenswert betrachtet. Ebenso wird für die Tagungen der deutschen Professoren-Ausschüsfe für Leibesübungen.die Zuziehung der Vereinigung bei Beratung aller technischen und organisatorischen Fragen zunächst. DieZ Deutsche Burscheuschast <D. B.) hielt vom 1. bis 4. August ihren alljährlichen Burschentag in Eisenach ab. 'Die Tagung begann mit einer großdeutschen Kundgebung im Wartburghof und wurde mit dem herkömmlichen Zug zum Burschenschastsdenkmal beschlossen. Die Verhandlungen selbst betrafen in der Hauptsache Hochschul-, "politische, völkische und innere Fragen. Vor allem wurde der großdeütsche Gedanke betont. Das von der Burschenschaft angenommene Verbände- und Ehrenabkommen mit den studentischen Verbänden wurde zur Kenntnis genommen mit dem Wunsche, daß dadurch die Einigkeit innerhalb der deutschen Burschenschaft gewährleistet werde. Im Zusammenhänge damit wuwen für jegliche.Weiterarbeit der deutschen Burschenschaft auf diesem Wege besondere Richtlinien aufgestellt. GrundsäMch bestätigte die Burschenschaft ihre bisherige Einstellung, in Fragen der Gesamtstudentenschaft nur gemeinsam mit allen Studentenverbänden zu arbeiten. Eine Entschließung zur Jugendbewegung warnt vor allen Zersplitterungsversuchen und stellt sich rückhaltlos auf den Grundsatz, durch Erziehung zur Verwirklichung der völkischen Idee beizutragen. Aus der Beratung der inneren Fragen sind die Bestrebungen, die Alten Herren der Burschenschaft fester als bisher zusammenzuschließen, bemerkenswert. Sieben Burschenschaften wurden neu in den Verband ausgenommen, darunter die Burschenschaft Marchia in Düsseldorf, die dort erst vor kurzem von Burschenschaftlern aufgemacht wurde. Die Gründung eines Reichst) erbaud es aller ehemaligen Angehörigen der Universität Straßburg, der die Aufgabe haben soll, die Erinnerung an die Straßburger Universität und ihre Geschichte zu pflegen und den Zusammenhang unter allen srüheren Straßburger Universitätsmitgliedern dauernd zu erhalten, wird vorbereitet. Einspruch gegen Beschlüsse des Erlanger Studenten» tageS. Die Beschlüsse des Erlanger Studententages über die Zusammensetzung der reichsdeutschen Studentenschaft, die die sogenannte national - kulturelle Einheft im Gegensatz zur völkisch-kulturellen betonten, haben in weften Kreisen der antisemitischen Studentenschaft starke Widerstände hervorgerufen. Innerhalb der verfassungsmäßig vorgesehenen Frist sind nun Einsprüche der Einzelstudentenschaften erfolgt, sodaß sich der Vorstand der Deutschen Studentenschaft über eine Neuregelung der ganzen Berfassungsfrage schlüssig werden muß. Wir werden über den weiteren Fortgang dieser grundsätzlichen Regelungen berichten. (Siehe auch Seite 116.) Vre Vücherfchar» erscheint wegen Raum« mangels »»ft miede» in den nächsten Nummer.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.