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KC-Blätter · 1921-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1921) · p. Seite 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1921
Issue
Heft 1-2 (Januar 1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 24 (sequence 26)
Language
German
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körperlichen Übungen stelle ich mir in!r :bex Weise vor, daß täglich', incl. Sonntag, an ^Keinem gemeinsamen Orte gemeinsam von allen 'Angehörigen der Korporation (Aktive und . jüngere Inaktive) unter.fachmännischer Leitung; leichtathletische Übungen mit Hanteln, Freiübun- ' gen usw. stattfinden müssen. Diese tägliche Stunde ist so zu legen, daß sie entweder inorgens. — das : wäre am besten — oder abends allen Bundesbrüdern das Hinkommen ermöglicht. Dispense von diesen sportlichen Übungen dürfen in nur wirklich ganz dringenden Fällen erteilt werden. Es wird dadurch erreicht, daß wenigstens eine Stunde am Tage der Ausbildung der Atmung und Muskulatur gewidmet wird, jeder einzige die - ganze Zeit beschäftigt wird und nicht wie bisher 3 mal ungefähr 5 Minuten während des Fechtbodens herankommt, und die übrige Zeit zusieht. Über die Ausfüllung der Stunde will ich mich späterhin noch äußern, sowie über die Art der Übungen selbst. . jDas fachmännische Personal besteht hauptsächlich in engagierten Sportlehrern oder, was vielleicht die Sache verbilligen könnte, in geeigneten Bundesbrüdern, welche 'einen oder mehrere Kurse von 14 Tagen -Dauer an der v Hochschule für Leibesübungen durchgemacht haben. Cs müssen dies einflußreiche Persönlichkeiten sein, die eine straffe Disziplin in turnerischem Sinne aufrecht zu erhalten vermögen. Auf diese Art und Weise werden wir allmählich zu dem Standpunkte gelangen, selbst den minder kräftigen Bundesbrüdern ein gewisses Durchschnittsmaß von Muskelkraft und Energie zu verschaffen, wie ,° sie zu allen Erfolgen, sei es durch Fechtarbeit oder rohe Brachialgewalt, unbedingt erforderlich sind. Die Übungen während der offiziellen Turnstunde verteilen sich in folgender Weise: 1. eine Viertelstunde lang Atemübungen, . ) 2. 30 Minuten Hantelarbeit, am besten mit Spiralhanteln, 3. die restierende Viertelstunde Rumpf- und i Beinarbeit. Da zu Anfang Muskel- und Körperkraft und Ausdauer noch keinen großen Grad erreicht haben können, werden die Übungen am besten allmählich gesteigert und zwar werden bei allen 3 Arten von Übungen zuerst ganz einfache (bei den Spiralhanteln nur wenige Federn) vorgenommen-werden müssen. - Vorschläge zu den Einzelübungen kann ich im Rahmen dieser Arbeit nicht machen. Dagegen will ich am Schluß einen Wochenplan aufstellen, wie er bei guter Organisation tatsächlich durchführbar ist. Es bleiben dann noch 2 Stunden in der Woche frei, die ich für Selbstverteidigungs- und Börunterricht angewandt wissen möchte.- Durch bereits ausgebildete Bundesbrüder, resp. Fachmänner, könnten die in der heutigen Zeit unbedingt notwendigen wirksamsten Verteidigungshandgriffe jedem' einzigen BunLesbruder beigem bracht werden. Es ist; «aber zur Ausnutzung dieser beiden Stunden das Durchtrainieren des Körpers nach obigen Grundsätzen unbedingt erforderlich. Leuten, die über keinen beweglichen Körper und nur geringe Muskelkraft verfügen, gelingt es nicht, die zum Boxen und selbst^ sicheren Auftreten erforderlichen Bedingungen zu erlangen, wenn sie die Voraussetzungen dafür nicht erfüllen. Neben diesen allgemein anzusetzenden, für jeden offiziellen Stunden kann ein reguläres Sportbetrieb in der bisher üblichen Form durchgeführt werden, d. h. wir bilden eine Ruderriege aus und eventuell auch eine Leichtathletik-Sport-Riege, die sich auch an Wett- . kämpfen beteiligen können. Verbandsbrüder, die Lust und Liebe zu einer dieser beiden Sportarten haben, werden von besonderen Warten dieser Riegen in einer besonders anzusetzenden! Stunde trainiert. Ein Kastenrudern einmal in der Woche den Winter hindurch, mag für die Ruderer genügen. Die Leichtathleten (Läufer, Turner .usw.) Pnnten während der gleichen Zeit — am besten Sonntag vormittag — ihrem Training obliegen. - Ich lasse nun einen übersichtsplan folgen, wie ich ihn mir für einen Aktiven Bundesbrudervorstelle: Im Sommer von 7—8 morgens, im Winter von 8—9 morgens gemeinsame leichtathletische Turnstunde, der Kontraboden sei vor dem Konvent, resp. Kneipe abends von' 7—8 einmal in der Woche, der Sonntag vormittag verteilt sich für die Ruderer: von 9—11 Uhr Kastenrudern (resp. im Sommer Ruderfahrten für den ganzen Tag) während der Pausen der nicht beschäftigten Mannschaften leichtathletisches Turnen unter Leitung älterer Bundesbrüder (letzteres wird bereits bei uns so gehandhabt). Die Leichtathleten turnen am Sonntag vormittag auf dem Sportplatz. — Folgendes Schema erläutert den Beschästigungsplan noch genauer: (Siehe Seite 25.) Auf den ersten Blick mag es erscheinen, als ob mein Programm in diesem Mäße nicht durchzuführen wäre. Ich bin aber der Überzeugung, daß es tatsächlich bei gutem Willen und bei guter Organisation durchführbar ist. War es doch, früher möglich, bei 14 ständigem Fechten in der Woche und sonstigen reichlichen offiziellen Gelegenheiten mit ganzer Seele der Korporation anzugehören. Man muß aber heutzutage mehr Wert auf die gleichmäßige. Ausbildung des Körpers legen, .als auf die früher mangelhafte, einseitige Ausbildung

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