KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 11-12 (November 1920)
- Date
- 1920-11-01
- Page
- Seite 135 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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135 Reiches daliin abflcäitbort wird, das; in der Negierung, kein Jude oder Iudenabkömmling sitzen darf und das; in der Volksvertretung der Gesamtprozentsatz nicht überschritten wird. Diese Ziele sind nicht von heute aus morgen zu erreichen. Desto größer ist die Pflicht derer, die, ob einzeln oder in Verbindungen, deutsches Wesen zu vertreten vorgcben, diese Art der Gesamtvertretung herbeizusnhrcn. .Hier ist auch der S. B. verpflichtet. Seine Verbindungen sollten von ihren Mitglieder;! das Blutsbekennlnis verlangen. Sie sollten sich mit allen ans dem gleichen Boden stehenden Korporationen und einzelnen zusammentun und mit ihnen ausklärende Arbeit im eigenen Kreis, in der Studentenschaft, in Volk und Familie leisten. cArbeiternnterrichtskurse.) Sie sollten ihren Biblioth.ken eine völkische Sonder sammlung ausiiaeu und die Frage von ihren Mitgliedern wissenschaftlich prüfen und behandeln lassen. Sie sollten von ihren Mitgliedern verlangen, auch nach Beendigung des Studiums au den rassischen Grundsätzen scstznhalten, keine jüdische oder gegenrassige Frau zu nehmen, ihre Kinder so zu erziehen, das; ihnen das Meiden alles Fremden undbesonders des Jüdischen zur Selbstverständlichkeit wird, das; sie das Eigenblütige n>ie das Fremdblütige instinktiv erfassen, sei es aus welchem Gebiete es sei. Sie sollten geschlossen einer Kampsorganisation;.z. B. dem deutschvolkischen Schutz- und Trutzbnnd oder der Gemeinschaft deutschvölkijcher Verbände) beilreten und mit ihr Hand in Hand arbeiten und berufliche oder sachliche Verbände anstreben, die ihren Mitgliedern gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rassischen Rückhalt geben. Wenn die oben angedeuteten Ziele erreicht sind, mögen die 600000 Juden unter uns wohnen bleiben, mögen ihre Shnngogen, Schulen. Vereine und Vertretungen haben. Wir müssen sie nur stets erkennen und im Auge behalten, denn solange sie in unserem! Lande unter uns wohnen, ist die Gefahr vorhanden, das; sie uns wieder betören, denn Jude bleibt Jude und wird immer danach trachten, die Welt zu betierrsclwn. Stark beachtet und in den gehörigen Grenzen gehalten, mag der Jude das Salz der Erde bilden. Unsere Sache wird es sein, uns die Suppe nicht nochmals versalzen zu lassen." Irgend eine Stellungnahme zu diesem aus Has; und Unverstand zufammengestellten Erg ns; erübrigt sich. „Der Verfasser, ein Mitglied des Schwarzburgbundes ^E. hat gebeten, seinen Namen mit Rücklicht aut die ihn in seiner Stellung bedrohende jüdische! Beeinträchtigung nicht zu nennen." So schreibt die! Redaktion und gibt von dem mutigen Manne, der so bescheiden seinen Namen verschweigt, und für seine Ansichten nicht offen eintreten null, die beste Eharaklcrisiit. .Hinzugefügt seien die verständigeren und verölmlicheren -Worte der Schristleitung, die wohl auch M christlicher Liebe in dem Aufsätze wenig entdecken mnte: „Wir bringen diesen Aufsatz zum "Abdruck, vbvvlil sich nach Ansicht der Scliristleitung gerade vom r. B. Standpunkt aus sehr viel gegen ihn sagen läs;t. kenn mit der in ihm zu Worte kommenden Stimmung, '>e, zurzeit sehr weit verbreitet ist, werden ivir auch in hierein Bund uns auseinandersetzen müssen. Wir önncn den Aufsatz aber nicht hinansgehen lassen, tne von vornherein dazu zu bemerken: Das „Ehristlch-deutsch", wie wir es im S. B. auf unsere Fahnen, schrieben haben, ist nicht eine Sache des Blutes, ondern eine Sache der Gesinnung. Und das ist! zweifellos der höhere Standpunkt. Ter reine Blut- und Rassestandpunkt ist doch im Grunde Materialismus: und den müssen wir im Namen des Christen- ' tums ablehnen. Das; wir den moralisch vergütenden; und zersetzenden Geist, den der Verfasser als spezisisch jüdisch empfindet, bekämpfen müssen, versteht sich von selbst: aber, nicht, weil er dem jüdischen Blut entspricht, sondern weil er der Gesinnung nach dem als Gesinnung gefassten christlich-deutschen Wesen zuwider ist. Das; für den 2. B. als einem Bund von christlichen oder christlich-deutschen Verbindungen die Judenfrage bisher niemals brennend geivorden ist. bedeutet nicht ,eine Rückständigkeit gegenüber den anderen Verbänden, sondern zeigt nur, das; wir ans dem einfachsten und richtigsten Wege waren, wenn wir als einigendes Band der Verbindungen und des Bundes eine bestimmte Gesinnung, nämlich die christlich-deutsche, zu unserer Richtschnur machten. Es wird uns niemand den Vorwurf machen können, das; wir dabei rassisch oder moralisch verjndet wären. Und mit dein Bekenntnis zu solcher Gesinnung glauben wir auch unserem Paterlande besser zu dienen als mit allen „Blntbekenntnissen". Vorn CB. Auch der E. B. will nicht hinter den anderen Verbänden zurückstchen. Bis kurz vor dem Kriege von den schlagenden Verbänden über die Achsel angesehen, von den Rechtsparteien als stärlste Stütze der Kirche und der „schwarzen Internationale" gehaßt und bekämpft, sind die E.B.-Berbindungen nun gehätscheltes Liebkino des Hochschulrings Deutscher Art, der schlagenden Verbände usw. geworden. Zum Beweis der vollständigen Ebenbürtigkeit — eine Ebenbürtigkeit, die zu erreichen nicht gerade rühmlich ist — entstand aus der letzten Kartellversammlniig, die vom 21. 29. August zu Regensburg tagte, jener wohl schon belan Ne Beschluß, für die Aufnahme in den E. B. bilde semitische Abstammung nachweisbar bis auf die Großeltern einen .Hinderungsgrund, (v. Academia 20. Olt. 1920.) Nur ans den oben erwähnten Gründen kann man die;en Beschluß verstehen, der. schon in sich ein Wlderspruch. den Traditionen und, weit mehr als da«, das den Grundprinzipien und Anschauungen des BerbandeS und deS Katholizismus überhaupt zuwlderläu't. Trotzdem tönen daneben warnende Stimmen, welche die von einer zügel- und rücksichtslosen Propaganda Irregeleiteten zur Erkenntnis und Einsicht bringen möchten. So betont Ang. Nuß iu seinen „ernsten Fragen", die er im Septemberhest der Academia stellt, nochmals die Stellung, die die Rechtsparteien früher — und wer iveiß, wann »nieder — den katholischen Korporationen gegenüber eingenommen haben; so warnt er — vergeblich, wie wir glauben — seine Kartellbrüder, sich den extremen Parteien anzuschließen. bfi Mancher K. C.er wird im ersten Augenblick sehr erstaunt sein, obiges Zeichen in den Verbandsblättern zn erblicken — an anderen öffentlichen oder öfters noch an „verschwiegenen" Plätzen wird es jedem von uns wohl schon „lNlsgcstoßen" sein! Den Irrtum zu widerlegen, das; das Hakenkreuz ein rein völkisches Zeichen - um nicht zn sagen: antisemitisches Svmbol — ist. mögen folgende Zeilen dienen. Dieses Kreuz, dessen! 4 Arme rechtwinklig umgebogen sind, ist das Schristzeichen für das Sanskritwort „Lvastika" (wasti — Glück: hier hat die den Sinn: „ich bringe Glück". Die in Indien verbreitete Form des ..orrvr anuata" ist