KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 1-3 (Januar 1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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gelingen wird, unter den weiblicher; Studierenden Anhänger der K. C.-Tendenz zu finden. Die Zahl mirserer neuen Mitglieder scheint diese Erwartung zu bestätigen. Die gelegentlich deH Schlußconvents am 17. Dez. 1919 vorgenommenen Borstandswahlen für das Wintersemester ergaben: Cäcilie Richter, x, Helene Wiesenthal, xx, S. SB., Margarete Cohn, xxx, K. W. Von den studentischen Ortsgruppen des Zentraivereins. Öffentliche Versammlung der Akademischen Ortsgruppe des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdische« Glaubens in Berlin. Am 12. Februar veranstaltete die neugegründete studentische Ortsgruppe Berlin des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens im Auditorium Maximum der Universität ihren ersten öffentlichen Vortragsabend mit dem Thema „Die deutschen Studenten und der Antisemitismus", der mit Rücksicht auf die dicht bevorstehenden Wahlen zum Studentenausschuß ganz außerordentliches Interesse beanspruchte. Der K. C. zu Berlin beteiligte sich vollzählig an dieser Veranstaltung. Auch sonst waren viele jüdische Kommilitonen aller Richtungen der Einladung gefolgt. Ebenso zahlreich waren die nichtjüdischen Studenten vertreten. Die eigentlichen Antisemiten begrrügten sich mit der Entsendung einer Anzahl von Vertretern, da sie zu gleicher Zeit eine Wählerversammlung einberufen hatten. Redner des Abends war Herr Kbr. Or. Bruno Weil. In ruhiger sachlicher Darstellung schilderte er zunächst die historische Entwicklung des Antisemitismus auf der Universität. Besondere Beachtung schenkte er der Burschenschaft. Er zeigte, wie in ihren Anfängen Juden in regster Weise mitgearbeitet hätten, wie lange Jahre hindurch Juden als treue Mitarbeiter und gute Bundesbrüder gegolten hätten. Bei allen großen Aktionen der Burschenschaft seien Juden mit tätig gewesen. Erst die 80 er Jahre hätten uns darin mit ihrem überwuchernden Antisemitismus die Ausschließung der Juden aus der Gesamtheit der studentischen Korporationen gebracht. Im Anschluß daran ging der Redner auf die Stellung der Juden gegenüber diesenr Ver-- halten der Kommilitonen ein. Den. großen Abwehrkampf, der von der jüdischen Studentenschaft eingeleitet sei, legte er dar. Mit einem Hinweis auf den Antisemitismus, den der Weltkrieg ausgelöst, und der insbesondere unter der Jugend die greulichsten Verheerungen angerichtet habe, schloß der Redner. Stürmischer Beifall folgte seinen Ausführungen. Es entspann sich eine mehrstündige, zeitweise überaus stürmische Aussprache. In ihr kamen Redner aller Anschauungen, grobe Radauantisemiten, Vertreter des „wissenschaftlichen Antisemitismus", Paritätler, Zionisten und K. C.er zu Wort. Für die Letzteren sprachen insbesondere die Kbr. Di*. K. Alz %ani» cx(Bav., Rhen.-Sil.), Dr.So l.o n(Sprev.), Franz Fuchs (Sprev.). In seinem Schlußwort wies Kbr. Weil geschickt die in der Debatte erhobenen Anschuldigungen zurück. Trotz der Erregung, in der sich die Versammlung befand, verstand er es das allgemeine Interesse nochmals zu wecken, und wiederum unter Mrmrschem Beifall konnte er seine Ausführungen beenden. Trotzdem die Wogen der Erregung zeitweise haushoch gingen, kann die Versammlung als ein Erfolg der studentischen Ortsgruppe und aller, die mit ihm zulammenarbeiten, gebucht werden. Sie hat unfern antisemitischen Kommilitonen mit aller Deutlichkeit gezeigt, . was wir von ihrer Propaganda denken, und wie sehr wir gewillt sind, ihr Schach zu bieten. Spenden kür die R. C.-Eaffe. (11 12. 19 bis 12. 20.) Gesammelt anläßlich der Vermählungsfeier von Richard Löwenthal (Rhen.-Gil., Viro.) von Frau Friede! in Gelsenkirchen . 176,— M. Als Stiftung von Diploming. E. Baum, Badeniae, und Dr. O. B a u m, Ghibelliniae in Ofsenburg für den K. C. Hilfsfonds zum Andenken an ihre teure Mutter ..50.— „ Felix Metis: „Die im unbesetzten Südposen beheimateten K. C.er freuen sich, mit ihren Lissaer und Rawitscher Damen sich eine: anständige Bowle zu Gemiite zu führen" ..40— „ Frl. Sofie Mayer, Mönchsroth, zum ehrenden Andenken an ihrem Neffen Fritz Mayer (Bad.) aus Schwäb. Gmünd 50.— „ Für den wohlgelungenen Bierabend vom 28. 12. 19 danken i. l. Kbr. Leo Laß (Frib. Mak.) herzlichst: Walterfritz Loewenberg (Lic. Spr. Gil.) 3.— M., Herbert Oske (Frib.) 1.— M., Wechselmann 2.— M., Kurt Laser 2.— M., Motte! 1.— M., Erich Frankel u. HanS Magenslohn 2.— M., Hans Laser und Heinz Sachs 2.— SOI., Neumann und Davidowitz 2.— M., B. u. K. Mendelr2.— SOI., Kurt Lepehne 2.— M., Jarolawskh (Nassov.) 2.— M., Eichelbaum u. Bloch u. Alwin Hirsch 3.— M., Kurt Frankel 1.— M., Fritz Meyer (Spr.) 5 M.30.— Sally Weißenberg, Biadr.-Bresl., Sil., anl. der Konfirmation seines Sohnes Hanns .30.— „ Dr. Kleemann, Lic., anl: seiner Niederlassung ........... 20— „ Julius Kaumheimer u. Frau danken herzlichst für die Glückwünsche zum zweiten Buben ........... 50.— „ Dr. Blumenthal: Sprev., alias Kohl nebst Gattin anl. der Genesung ihrer Tochter 50.— „ Gustav Sternthal, Bad., anl. seiner Verlobung .30.— „ Dipl.-Jng. Stamm, Viadr.-D., anl. des Geburtstages seines Sohnes Johannes 20.— „ Hochzeit Ganz-Herford. Um den Telegrafen nicht unnötig zu belasten, gratulieren auf diesem Wege G. Baruch upd Frau, Dr. Holländer (Lic.), B. Baruch (Saxobav, Rh.-Bav.) ..80— „ Verthold Strauß (Viadr.-D., O. V. G.) dankt der Verbindung für die ihm zuteil ' gewordene Ehrung . . . . . . . 25.— „ Paul Mannheim, Berlin, dankt seiner verehrlichen „Sprevia" für die ihm durch Herrn cand. med. Ernst Feilchenfeld zu seinem 50. Geburtstage überbrachtten Glückwünsche. . . . . . . . . . 20.— .,, Claire Michel und Berthold Guthmann spenden anläßlich ihrer Verlobung ... 50.— „ Berthold Guthmann den wackern Genossen Pumps u. Schönholz zum Dank für liebevoll erstatteten Obduktionsbericht . 10.— „ Bon der Begrüßungsfeier für den aus der Gefangenschaft zurückgekehrten Kbdr. Seelmann in Aachen durch Karl Fromm (Viad-D., Rhen.) . . . 8 — „ Zusammen: 689.Jk