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KC-Blätter · 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 199

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Journal
KC-Blätter
Volume
1919
Issue
Heft 11-12 (November 1919)
Date
1919-11-01
Page
Seite 199 (sequence 31)
Language
German
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;.rrC: \\ '^;<r ■-: + t,;.;. '?:y- Mi:- 199!•; Handausgabe der Skeichsverfastung vom 11. August 1810. Von Dr.' Fritz P o e tz s ch, Geh. Legationsrat. sächs. ltellv. Mitglied des RetchsratS. Berlin 1918. Verlag von Otio Liebinann. Verlagsbuchhandlung für Rechts- und StaatSwistenschaften. Verlag der Deutschen Juristen-Zeitnng und der Deutschen Strafrechtszeitung. Gebunden v.50 M. Diese Ausgabe der ReichSverfaffung enthält neben einer Vorgeschichte der neuen Verfassung den Text mit einem ausgezeichneten kurzen Kommentar, der insbesondere dem Laien gute Dienste leisten wirb. Erhöbt wird die Brauchbarkeit des Buches durch ein vollständiges Sachverzeichnis. Wirtschaftsgeographie von Syrien. Mit einer Wirtschaftskarte von Dr. Hans Fischer. Sonder- . abdruck aus der „Zeitschrift des Deutschen Palästina- Vereins". Band XL11. S. 1 ff. ($. C. Hinrichöscbe - Buchhandlung. Leipzig). Alleinvertrieb des Sonderabdrucks durch die Firma Jüdischer Verlag. Berlin. Adresse: W 15. Sächsische Str. 8. 1910. Die Arbeit ist eine tendenzlose Orientierung über alle Zweige des Wirtschaftslebens in Surien. die — wenn sie auch nicht speziell von Palästina bandelt — für alle diesen Teil des Landes betreffenden Fragen mit groben! Vorteil bcnuüt werden wird. Besonders fcl aus das übersichtliche Kartenmaterial bingewiesen. Jakob Fingermann. „Die Fluckt aus Jerusalem". Novellen. 1919. R. Löwits Verlag. Berlin und Wien. Welche Notwendigkeit vorgeleaen hat. in so vavierarmcr Zeit diese Novellen — noch dazu in einer so ausgezeichneten Ausstattung — herauszugeben, ist höchst unklar. Weder besitzen sie künstlerischen Wert, noch ist ihre Sprache einwandsroi. Von einer psychologischen Vertiefung der Gestalten ist gar keine Rede, und die Beziehung zum Judentum ist die denkbar äußerlichste. Dag ersrenlickste ist der schöne Druck und daS oute Papier, wie man cs bei den Veröffentlichungen deS Löwitscheu Verlages gewöhnt ist. Protokoll des XV. DelcgiertentagcS der zionistischen Vereinigung siir Deutschland. Berlin, den 25. biS 27. Dezember 1818. Jüdischer Verlag. Berlin. Wie schnell veralten «in unserer kurzlebigen Zeit die Erscheinungen! Wer könnte sich bet der Lektüre der „Kongrcbdebatte" eines leisen Lächelns erwehren? Also damit haben wir uns noch vor einem Jahre herumgeschlagen? Sic transit «loria mutidit lind der Pessimismus, der uns anS neueren zionistischen Veröffentlichungen zur Palnstinafrane (Dr. Nahum Goldmaiui im „Juden"!) entgegcnklingt, paßt auch nicht mehr recht zu der rosenroten Stimmung dieses Protokolls. Angesiigt ist ihm die Broschüre über den „Aufbau des jüdischen Palästina" von Richard Lichtbeim mit ihrem beinahe schon klassisch gewordenen Vorschlag der Enteignung (>ic) des arabischen Großgrundbesitzes. Zur Orientierung sei aber gerade dieser Teil des Protokolls auch dem Nichtzionisten empfohlen. lAls besondere Broschüre im Jüdischen Verlag erschienen.) Ostjüdische Arbeiter im Kriege. Ein Beitrag zur Arboitervermittlung unter Juden. Bon Julius Berger. Berlin 1919. Sonderdruck aus «Volk und Land", jüdische Wochenschrift für Politik. Wirtschaft und Palästtnaarbeit. Herausgegeben von David Jrietsch DaS Heftchen ist aus der Praxis heraus geschrieben. Es gibt mehr, als sein Titel besagt, denn es führt in die Art und das Leben des ostjüdischen Arbeiters mit grobem Geschick ein und schildert anschaulich das Wirken der ONuvationsbebörden mit seinen Fehlern und üblen . Nachwirkungen. Mnemotechnik im BGB. nebst EG.. HGB . StGB.. GVG.. ZPO. und StPO. Von Dr. jur. F. Franz.; 3. Auflage. Berlin 1919. Verlag von Otto Lieb- *; mann;. Preis 4M M. ... - Mit grobem Mißtrauen ging ick an das Büchlein heran. Ti» Mnemotechnik ist nun einmal etwas verrufen! Wenn sie sich aber daraus beschränkt, dem Gedächtnis die Einprägung von Zahlen und Daten zu er» 1 leichtern, so kann sie wirtlich wertvolle Dienste leisten. Das von Franz in die Rechtswissenschaft eingeführte Reventlowsche Verfahren „besteht darin, die zu merkende Zahl durch gewisse Buchstaben >u ersetzen und aus den Buchstaben ein Wort zu bilden, bas mit dem Gedanken, den die Zahl beziffert, durch eine möglichst enge Assoziation verbunden tsj.". (2. 13.) Die im „Wörterbuch" aufgesütnien Merkworte sind größtenteils aut gewählt. Wer ein schlechtes Zahlengedächtnis bat, wird mit Nutzen die Methode des Verfassers befolgen. ' Dr. F. Gbt.; Typische Prozelle. Ein Zivilvrozeßvraktikum zum Ge-, brauch bei akademischen Übungen und zum Selbst-' stndium von Dr. Karl Heinsbeimer. Geh. Hofrat, Prof, an der Universität Heidelberg. Vierte, verbesserte Auflage. Berlin 1919. Das Buch kann bestens empfohlen werben. Es bringt wirklich „typische" Prozelle in kurzer, klarer und ansprechender Form. Tie Fülle siiIrren «in die wichtigsten Fragen des Prozeßrechts ein nnd bringen zugleich eine Fülle lehrreicher Fragen des materiellen Rechts. Tie den Fällen des Hauvtteils angekügten kurzen' Fragen machen das Buck vornehmlich für das Selbststudium geeignet, indem sie sofort die Aufmerksamkeit auf das zur Bearbeitung Wesentliche lenken, ohne die Lösung vorwegzunehmen. Ta neben einfacheren auch. schwierigere Rechtsfragen behandelt werden, durfte sich; das Werk auch für Referendare und Nechtsprakttkanten sehr gut eignen. Dr. F. Gdt. Kann Kaiser Wilhelm H. ausgelirscrt werden? Zwei Gutachten auf Veranlassung der Deutschen Burschenschaft und der Vereinigung Aller Burschenschafter des Deutschen Reiches, erstattet von Prof. Dr. Reinhard Frank und Prof. Oe. F. Rachfabl. Berlin 1919. Earl Heymanns Verlag. Auf Grund eingehender Untersstchnng des internationalen Gewohnheitsrechts unter Berücksichtigung der Rechtsprechung und Literatur gerade der uns feindlichen Staaten kommt Frank zu dem Ergebnis, daß gegpn Wilhelm II. weder das Gericht eines außerdeutschen Staates noch ein internationales Gericht zuständig ist. daß ferner die Niederlande zu einer Auslieferung nicht, verpflichtet, ja nicht einmal berechtig^ seien. Nackifabl wendet sich in seinem Gutachten als Ge-, schichtsforscher dagegen, daß von unseren Feinden Wilhelm II. und Napoleon I. in Parallele gesetzt werden. Die der Negierung des Königreichs der Niederlande überreichten Gntachten werden stelle rlsch ihren Eindruck nicht verfehlt haben. T Dr. F. Gbt. Cheruth. eine Rede über Jugend und Religion. Von Martin Buber. 1919. R. Löwits Verlag, Wien und Berlin. l . Buber müht sich mit einer sehr undankbaren Aufgabe ab. Er will die nationäliüdische Jugend wieder zur Religion zurllckfübren und überstell!.^ daß zunächst der nesetzestreue Teil, sicher im Besitze eines kostbarm Schatzes, auf die von Buber emviahlenen Werte mit Stolz, wenn nicht gar mät Spott und Verachtung berabsieht. Der andere aber ist über die Religion längst hinaus, ist ihm doch das nationale Bewußtsein der Ersatz für das fehlende religiöse. Wenn Buber selber sagt, es seien wenige, denen seine Rede gelten könne, so ist ihm . unbedingt zuzustimmen. Nnd das auch aus dem Grunde, weil diese Schrift neben allen Vorzügen Buberscher : Denk- und Schreibweise wieder alle Nachteile aufweist.; Ganz einfache Gedanken erscheinen -ist . seltsam komplizierter Form. und.. ungewöhnliche Wortbildung und AusüruckSwetlemachen das .Verständnis schmierig.. ' jiV Z.. ’4'' r'-.V f. ■

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