KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 9-10 (September 1919)
- Date
- 1919-09-01
- Page
- Seite 157 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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August 1919 starb, folgte ihm daher die Tra»»er nickt nur feines Volkes, nickt die seiner Kollegen von der Jurisprudenz, fiir die er. in etwa zebn verschiedenen Fachschristen und. in zahllosen Monogravhietl mehr al>.- irgendein anderer in unserer Aera geleistet hat. sondern auch die Trauer der Ilideu, denen er »vie kaum cjner Freund und Verehrer gewesen war. ' . : Zürich. Dr. Motdche 'H. Ravavort. M Bücher- und Dlätterschau. 8 Der Philologe. Band UI der „Wnbcmifdicn Berufe", beransgegeben von der Zentralstelle für BernfSberatung der Akademiker. — Inhalt: Znr Einflibrung. Bon Dr. Kr. A. Pjnkerncil. — Der akademisch aebildete Lehrer. Bon Stndienrat Dr. Paul. Trautwein. - Der Berufskreis des Naturwissenschaftlers außerhalb des ObcrlehrerbernfeS. Bon Professor Dr. Heinrich Timerding. - - Der Bibliothekar. Bon Professor Dr. Heinrich Timon. -- Der Archivar. Bon Archivrat Dr. Ernst Mlisebeck. Der Mittelschullehrer. Bon Mittelschullebrer Fr. Kirchert. Furche-Berlag. Berlin .1910. Broschiert 4 Mark, aeluinben i'> Mark. Dieser Band orientiert liber eine Fülle von-höheren Bernken und Betätignngsi»«öglichkditen des Akademikers. Er acht weit über das hinaus, was man zunächst auf Wninb seines Titels davon erwartet. Alle Möglichkeiten im Lehrberuf werden hier besprochen: Die Lehrtätigkeit an den Hochschulen wird gestreift. — Tie Lehrtätigkeit an den höheren Schulen wird ausgiebig erörtert, so die deSAltphilologcn. desNcuvhilologen. desMathematikers. des Gcoknavbielehrcrs. des PhusikerS. des Chemikers, des Historikers, des Botanikers, des Zoologen. Weiter bespricht das Bändchen die Berufe deS Astronomen, des Geodäten, deS Meteorologen, des Mineralogen, des (Geologen. des Anatoms, des Pbutiologen. des technischen Chemikers, des technischen Pbnsikers, des Nahrnngsmittelchemikers. des Lebensversicherungsmatbematikerü niw.- llnd nicht nur die Tätigkeit dieser Berufe im Lehrbetrieb. sondern auch im Forschungsbetrieb findet hier Beachtung. So wird hingewiesen auf die Möglichkeiten an den ff a i s e r - W i l h e l m - I nTt ituten für Forschungszwecke. auf die Arbeitsmönlichkeit an Stern- ' warten und an anderen Instituten, die wissenschaftliche Mitarbeiter einstellen, die Betätigung an Landwirtschafts-. Handels-, Seefahrt-, Bangewerk-. Maschinenbau-Schulen usw. Weiter werden eingehend besprochen die Berufe des Bibliothekars auf den Gebieten der staatlichen wie der privaten Bibliotheken, des Archivars in Staats-, Gemeinde-. Körperschastsunb Familienarckiven. Auch die mannigfaltigen Möglichkeiten 'der Betätigung eines Mittelschullehrers werden ausgiebig erörtert: Seine Berwcndung nicht nur an den Mittelschulen, ionder»i auch an den Nektoratsschulcn, den höheren Stadtschule»», den höheren Mädchenschulen, an . Volksschulen. desgleichen an de,» höheren Knaben- und Mädchenschulen, «uf den Uutcrftufcit der Soaecn, foiuie der böberen Lehranstalten für die männliche Jugend, an Winterschulen, Fachschulen, Prävarandenschnlen, Land- »virtschaftsschnlcn tt»w. Daneben »vird Rücksicht genonuncn nickt nur auf die ethischen und soziologischen (Gesichtspunkte, die allen dielen Bernsen eigen sind, sondern es »vird auch die wirtickast- * licke Seite ausgiebig und nach den Resultaten der . neuesten Statistik berücksichtigt. Wem die Berufswahl eine Lebensfrage ist. wer sich Ücker uttb schnell orientieren will über die Einrichtung seines Studiums, dje Art ■ »eines Examens und die Art seiner Ansbildung,.greife zuversichtlich rn diese»)! Bündchen. Wer die Frage seiner Berusswahs beantivorten »vill. auck unter dem Gesichtsvnnkte der persönlichen Befriedigung und des indtvidneilen Glückes ebenso wie nnter dem Gesichtspunkte des nationalen Wohles, darf diesen Führer nicht übersehen. S A. ' Schleiniel, Jüdische Blätter für Humor und Kunst. - Unter diesem Namen erscheint in» Weltverlag (Berlin 7, Dorotbcensirasre 25) ei» neues Zionistisches Witzblatt. aus dessen Nr. 4 »vir folgende geradczn köstlicke Charakteristik veröffentlichen: Dr. M a r t i n B n b er. Man soll nie sagen, dab ma»r ifnt völlig verstanden bat: erstens glaubt cs einen» kein Mensch, zweitens nimmt er es versünlich übel, und auberdem ist es auch nickt wabr. Er schreibt für die kle-nr Ge»neinde dadaistischer Salon-Chassiditn und die g»oüe Gemeinde derer, die eine,» einfachen und gesunden < icdanken nur rvürdiaen. wenn er sich phantastisch a»»,'nutzt und absurd gebürdet. Nie ist mit gröberen» Lürus und Gepränge die Schlichtheit der Gesinnung gepredigt, »vie mit einem gröberen Aufwand von Kunst die Rückkehr zur Natur propagiert, »vie mit mehr Geist und Verstandesschärfe die Intettektualität bekämpft morde». Der Meister bat Schule gemacht, und viele kleine und kleinste Jünger zeigen erstaunliche Fortschritte in der Kunst, sich nnver- * »tändiich anszudrückcn und durch Worte — Im Gegensatz : z« IHM - keine Gedanken zu ve> bergen. Während der: Meister auf vielfach verschlungene» Pfaden am Ende der Distge zu den Weisheiten feiner Väter gelangt, die diese »vesentlick beauemer erivorben hui en. herrscht bei den Schülern ziemlich ratlose Verstiegenheit. Möge er Er. barmen, haben und das Wort beberrigen: «Lastet die Kindlein z>l sich kommen." Das verschlostrne Buch. Jüdische Märchen von Irma Singer. Mit einen» Nachwort von Max B r 0 d und vier Tertbildern vvn Agatbe Löwe, 1918 R. Lölvit. Verlag, Wien und Berlin. Wie der Klang einer kristallcnen Glocke durchzieht dieses schone. anmutige Buck die tiefe Sehnsucht »ach Palästina, dein La»»de der Väter. Die Stoffe der Märchen sind teils idealisierte Bibelgeschickten und Legenden, teils frei erfunbene Erzählungen Der Inhalt handelt fast ausfchlieblich von der Not und dem Leib des jüdischen Volkes. Und dennoch zeigen diese Geschichten, dan die Juden, wenigstens die deutschen, sich bis ins kleinste und feinste in die Gefühls- und Einvfindungswelt des „Wirtsvolkes" eingelebt haben; »ke sind wirklich innerlich »mlöslich mit ihm verbunden, mögen sie sich auck für wesensfre»nd halten. Nickt jt di icke. sondern deutsche Märchen in rüdischen» Geivande eimuilt das Buck, genau so. wie Goethes „Iphigenie" trotz des klassischen Kothurns ein deutsches Drama ist. Wir Juden find seit unvordenklichen Zeiten streng monotheistisch erzogen, und dabcr besitzen wir kaum Fabelivesen. Im Märchen aber ist die ganze Natur belebt. »vie in der griechisch-rölnisck-germanischen Mvtbologie. Und vielleicht, ohne sich öcsten bewubt zu kein, fiat die Verfasserin diese, benutzt:.:.Wir-hören von Nebel-! 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