KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- Seite 93 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Wf-> ■> - -x - j -> -u- J WJ^i niedere dunkelgrüne mit violett-weiß-rotem Streifen und weißer Einfassung. Aus der Chargenwahl gingen als definitives Ergebnis hervor: Baum X, FW. u. a.' Joseph X X- GanzXXX- Oppenheim F. M. Badenia-Karlsruhe. Trotz der geringen Aktivitas nahm das Kriegsnotsemester einen erfolgreichen Verlauf. Es gelang uns, die Stellung des Stammtisches am siesigen Platze wieder zu festigen. Mit den hiesigen C.ern waren wir an drei Abenden zusammen und verbrachten angenehme Stunden miteinander. Wir verkehrten wieder wie früher in der Loge und Einladungen der Karlsruher Philister zeugen für das Interesse sür uns. Es meldeten sich noch , aktiv: cand. chem. Franz Dreifuß aus Bühl, cand. ehern. Efim Griliches aus Dünaburg. Am 4. April schlossen wir mit einem Schlußkonoent. ' . Am 31. April eröffneten wir das Sommersemester mit einem offiziellen Mittagstisch im „Prinzen Karl". In dankenswerter Weise beurlaubte ein l. KV- „Bavaria" den a. B. Odenwald. Ebenso kehrte a. B. Bing wieder zu seiner l. K. V. zurück. Ferner wurden aktiv: stad. mach. Ohnhaus aus Karlsruhe, stud. mach. Artur Dreifuß aus BühU <5jt erhielten wir mit einer Aktivitas von elf Mann die Genehmigung als Verbindung aufzumachen (8. Mai). Die interimrstischen und definitiven Chargenwahlen sind folgende: a. B. Ludwig Odenwald X, F. M. f. T., 1. C. W-, a. B. Franz Mayer X X, K. W. F. W. n. a., a.B. Robert Odenwald X X X, F- M. f. C., 1. S. W-, F.W.n.i., 2.G.2B.; a.B.Bing L.W-,2.S.W.. E.R.E.R.: L. Odenwald, i. a. B. Baum, Mayer, R. Odenwald, Bing. Wir spielen offiziell Tennis, haben drei Fechtstunden und drei Fuchsenstunden. Friburgia. Unsere Hoffnungen auf ein Aufleben des Verbindungsbetriebes im Sommersemester haben sich erfüllt. Wir begannen das Semester am 23. 4.19. mit einen Konvent. Die interimistischen Chargenwahlen ergaben: a. B- Heinz Sachs X a. i., F. M. f. C., C. W., a. B. Hans Laser X X a. i., F. W., Schwimmwart, a. B. Georg Rosenstein' X X X a. i., K. W-, a. B. Hirschfeld 1. S. W., a: B. Erwin Hirsch F. M. f. T-, Fuchs Bloch 2. S. W, Fuchs Zacharias Z. W., E. R. E.R. Sachs, Rosenstein,,Ginsburg, E. Hirsch, Oske, Hirschfeld. Die definitiven Charaenwahlen vom 12. 5. hatten folgendes Ergebnis: a. B. Sachs X, F- Mf. E-, l. C. W., a. B. Laser X X. F- W., a. B. Rosenstein X XX. K.W., a. B. Hirschfeld 1. S. W., A. H. vr. Vogelstein F. M. f. T., a. B. Frankel 2. C. W-. a. B. Perlmutter, Schwimmwart, a. B. Jsakowski 2. S. W., E. R. E. R. Sachs, Ginsburg, Oske, Rosenstein, E. Hirsch, Hirschfeld. Eine Kneipe war trotz aller Bemühungen nicht zu mieten, und so müssen wir uns damit begnügen, unsere Offizien im Hotel Kreutz abzuhalten, wo wir von setzt ab auch unsere Briefablage haben. Außer i. a. B. Simon, a. B. Hans Magnus, Cohn und Fuchs Eichelbaum, die sich 'noch beim Grenzschutz befinden, sind alle Bbr. Bbr. aus dem Heeresdienst entlassen. Doch steht der größte Teil noch in den Listen der Reserve des hiesigen Volkswehrregiments, um sich jederzeit der Regierung, wieder zur Verfügung zu stellen. Von einer l. K. V. „Sprevia" wurde a. B. Kurt Frankel, von einer l. K. V- „Hansea" a. B. Perlmutter, von einer l. K. V. „Thuringia" a. B. Lenschinski zu uns beurlaubt. Rezipiert wurde der Brander Jsakowski, als unbrauchbar abgegeben die Füchse Spicker und Groß. Aus der Verbindung trat aus A. H. vr. Lazar. ■, ’ Nachdem sich unsere Bundesbrüder nach demZwischensemester wieder eingefunden haben, zählt unsere Aktivitas 14 a. B. und 6 Füchse. Da die Königsberger Studentenr. . -,."y «,t. . . schast wov einigen Woch'en Couleuv aufgesetzt hat, tragen' auch wir wieder Döllcouleur, und der Betrieb ist ^demgemäß ein recht straffer. Die Offizien sind folgendermaßen festgesetzt : Montag Konvent, Mittwoch Diskussions¬ oder Unterhaltungsabend, Sonnabend Kneipe, täglich Fechtboden in der Palaestra Albertina. Außerdem ist ein regelmäßiger Schwimmbetrieb in Aussicht genommen. Außerordentliche Offizien werden sonst noch oster in der , Woche angesetzt. Am 10. 5. hielten wir unsere Semester-Antrittskneipe im Kreise der Väter unserer Bundesbrüder und einiger .Honoratioren der Philisterschaft ab. Da sie gerade in die Zeit der Landestrauer fiel, hatte.sie, der Zeit angepaßt, einen ernst-würdigen Verlauf. Mit Antisemiten und Zionisten stehen wir aufrecht gespanntem Fuß. Der Königsberger Waffenring hatte uns bei der Gründung zuerst übergangen und uns dann auf eine Anstage, die wir an ihn richteten, mitgeteilt, dieMehrzahl.der imWaffenring vereinigten Korporationen sei der Ansicht, daß sich die Sätze unserer Tendenz von der Erziehung zu selbstbewußtem Judentum mit der Betätigung deutschvaterländischer Gesinnung nicht vereinigen lassen. Wir werden unsere Stellungnahme dazu in dem nächsten Bericht bereits klarlegen können. Die Zionisten waren an uns herangetreten, um zu den Wahlen zum allgemeinen Studentenausschuß eine jüdische Liste mit ihnen zusammen aufzustellen, was wir jedoch aus mannigfachen Gründen ablehnen mußten. Darauf haben sie eine nationaljüdische Liste aufgestellt und diese Liste als für alle jüdischen Studenten maßgebend propagiert. Dazu mußten wir leider durch einen Anschlag am schwarzen Brett Stellung nehmen. Es ist bedauerlich, daß unsere Keilerfolge bisher noch recht dürftig sind. Wir haben bisher drei krasse Füchse, hoffen jedoch, und wohl mit einiger Berechtigung, auf eine Vergrößerung unserer Confuxia. Doch Königsberg hat wenig Zuzug aus dem Reich, und so rekrutiert sich unser Keilmaterial im wesentlichen aus Ostpreußen. Es ist bedauerlich, daß trotz intensivsten Keilens sich viele junge Freistudenten unseres Standpunktes nicht der Verhinoungsdisziplin unterwerfen wollen. In die Verbindung traten ein die Herren stad. iur. Erich Kunz aus Danzig, »tud. med. W. Jaruslawski und stad. med. Kurt Mendelsohn aus Königsberg. Unser l. Kbr. Rechtsanwalt E. Simon, der seit W. S. 17/18 hier weilte, mußte Königsberg leider wieder verlassen. Wir danken ihm auch an dieser Stelle für das Interesse, das er an der Verbindung genommen hat. Wir hoffen, daß das Semester auch für uns trotz aller Störungen weiter einen guten Verlauf nimmt, und hoffen, daß auch uns hier oben im Osten bald wieder die Sonne, die sich trotz der grünen Bäume noch immer nicht recht heroorwagen will, scheinen wird. ' Saxo-Bavaria. Das Semester eröffneten wir am 8. Mai. Die definitiven Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: a. B. Kurt Nattenheimer X, F- W. nach außen, 1. C. W.. Keilwart, a. B. Emst Königsberger X X. F. M. f. C., a. B. Emst Cohn X X X. S. W-, a. H. vr. Goldmann, F. M. f.T., a. B. Hans Goldmann, K- W., a. B- Kurt Nemrow, F. W. nach innen, a, B. Erich Marcuse,Z. W-, Schwimmwart, a. B- Siegfried Wronker, 2. C. W., Bruno Mannes, 2. S. W. E.R. E.R.: X. i.a.B. i.a.B. WalterKatz, AdalbertStein,XX, a.B.a.B. Emst Eisenberg, Bemhard Bamch. Aktiv meldete sich Herr stad. cam. Charles Hartig aus Hamburg. Philistriert wurde i. a.B. Walter Rottgen, inakriviert ä. B. Kurt Lindner (Thur., Sprev., Saxo-Bao.) und a. B. Fritz Mendershausen (Lic„ Saxo-Bav.). i. a. B. Hans Wohlgemuth bestand sein Physikum, a. B. Emst Eisenberg wurde als Vertteter der Verbindung in den ' Vorstand des Zenttalvereins Ortsgruppe Leipzig gewählt.