KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1919
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- Seite 92 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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- _: auf jedes Herz, .aber voll freudiger Entschlossenheit geht jeder daran, durch eiftiges Studium und treues Bekenntnis zum K. C.-Gedanken am Aufbau Deutschlands mitzuwirken. " Statistisch ist folgendes zu sagen: * , Zu Beginn des Sommersemesters meldeten sich aktiv die Kbr. Kbr. Herxheimer,.Abeles, Aber. Die interimistischen Chargenwahlen ergaben: Herxheimer X, 1- C. W., 1. F. W., Schwarz X X, 1. S. W., Pprl XXX, I.K.W., Aber F.M.f.C., Crgilsheimer F.M.f.T., E.R. ER. Herxheimer, i. a. B. i. a. B. Süssel, Ssern, Hauff, a. B. a. B. Crailsheimer, Licht. - In die Verbindung wurden ausgenommen: stud. iur. Hans Gottschalk aus Stolp, stud. med. Walter Katzenstein aus Berlin, stad. med. Ludwig Jaffe aus Berlin, styd. Iur. Leopold Obersitzko aus Berlm, stad. med. Erwin Adler aus Berlin, stad. med. Ernst Elsbach aus Paderborn, stad. med. Kurt Elsbach aus Paderborn, stad. med. Hgns Oettinger aus Hamburg, stad. iur. Walter Rosenkranz aus Hamburg. Ausgetreten sind die Kbr. Kbr. Motteck (Thuripgiae) und Rosenschein (Licariae). Inaktiviert wurde der a. B. Fritz Beer. ueber Beurlaubungen und Ueberweisungen sei wegen Platzmangel nicht im einzelnen berichtet. ' Die Aktivitas besteht zurzeit aus 53 Bbr. Bbr. i Fast regelmäßig nehmen an unseren Offizien teil der A.H. vr. Hein und die Kbr. Kbr.: Stein, Schindler, Rosengarten, Gideon, Rosenschein, Zivi, Rosenberg, vr.' Levi und unsere Kartellschwester Jacobi (Hevellide). . Die Offizien wurden folgendermaßen festgesetzt: Montag: Konvent, Mittwoch: Kopfkonzert, Donnerstag: Wissenschaftlicher Abend, Sonnabend: Kneipe. Außerdejn ist täglich Fechten. An den Tendenzabenden sprachen bisher: Schwarz über „Die Juden und der geistige Arbeiter unserer Aage", Dreifuß über „Medizin in Bibel und Talmud",' Nachmänn über „Gabriel Rießer". Außerdem nimmt eine große Anzahl Aktiver einen Kursus in der hebräischen Sprache bei Herrn Rabbiner vr. Ziemels. In dem Korporationsausschuß der Freiburger Universität stellen wir den zweiten Vorsitzenden. Von unserm Redner (Erich Stern) wurde in einer Versammlung deutschnationaler Studenten antisemitischen Ausfällen gegenüber energisch und erfolgreich uüser Standpunkt vertreten. Mit der hiesigen Philisterschaft stehen wir in lebhafter Fühlung. So hatten wir am 17. cr. einen Exbummel nach dem „Jägerhäusle" mit unseren Couleurdamen. Am 24. cr. hatten uns die Couleurdamen zu einer Kneipe und der Uebergabe der neuen Fahne einaeladen, deren Stiftung bereits in Friedenszeiten beschlossen worden war. Nach Uebergabe der Fahne und dreier Schärpen fand eine Damenkneipe statt. * die sehr augeregt und feuchtfröhlich verlief. Den Damen sei auch an dieser Stelle für die Uebergabe der Fahne und die großartige Gastfreundschaft der herzlichste Dank der Korporation ausgesprochen. Bei den definitiven Chargenwahlen trat nur folgende Aenderung ein: E.R. E.R. Herxheimer. i.a.B. i.a.B. Süssel, Stern, Hauff, a.B. a.B. Grunsfeld, Crailsheimer. Rheno-Silefia. Wir eröffnten das Semester mit einem Frühschoppen auf der Kaiserhalle. — Das Ergebnis der interimistischen Chargenwahl war: Arnold Mayer X, F. W. C. W.. Ernst Leffmann X X. K. W, Erich Uhlmann X X X, 1 S. W-, i. a. B. Otto Wallenstein F.M. f. C., i. a. B- Alfred Levi F. M. f. T., E. R. E. R. Mayer, Ktonheim, Wallenstein, Nußbaum, Leffmann, Well. — Es traten in die Verbindung ein: stud. med. Otto Meyer aus Köln, staL obem. Otto Salomon aus Magdeburg, stad. iar. Fritz Abraham aus München-Gladbach, stad, med. Emil Koppel aus Coblenz, stad. med. Walter Bug aus Köln. Weitere Aktivmeldungen stehen bevor. Die Zahl der Aktiven beläuft sich auf 29, die der ortsanwesenden Inaktiven auf elf. . Es herrscht sehr strammer Verbindungsbetrieb: eifrig wird täglich auf dem Universitätsfechtboden gepauktund durch sportliche Veranstaltungen sind wir bemüht, unfern Körper zu stählen. Zur Zeit schließen sich die hiesigen Korporationen zur gemeinsamen Abhaltung sportlicher Veranstaltungen zusammen. Die Tendenz wird durch Abhaltung von Vortragsabenden gepflegt. — Leider konnte die Verbindung infolge des Farbenverbots der Besatzung Couleur noch nicht anlegen. — Wir stehen in eifriger Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Ortsgruppe des Zentralvereins, in dem wir durch i. a. B. Alfred Levi vertreten sind. Dem Beispiel der Berliner Kartellverbindungen folgend, beteiligten wir uns an der Gründung eines Jugendbundes „Kameraden", an dessen Veranstaltungen wir regen Anteil nehmend Mit der Vereinigung Kölner K. C.er und dem an der jungen Kölner Universität gegründeten Stammtisch „Rheno-Guestphalia stehen wir in enger Beziehung. / ■ ■ Viadrina. Baum, Ganz, Joseph, Simon, Straus Zondervan als Burschen, Holzer, Goldberg, Seligmann als Füchse, das war die Aktivitas, mit der wir ins Semester gingen. Sie wurde noch durch den von den Rheno-Bavaren zu uns beurlaubten a. B. stud. mach. Levison aus Düsseldorf, durch den uns von den Thüringen überwiesenen Fuchsen stud. arch. Walter Schalscha aus Kattowitz und durch den Fuchsen stud. mach. Franz Levy aus Jever (Ostfrsld.). der vom Stammtisch Süevia Hannover zu uns kam: So begann das Semester mit einer Aktivitas, wie sie so groß bisher die Viadrina noch nicht gesehen hat. Zwar schieden sehr bald zwei der Bb. Bb. wieder aus der Verbindung aus, die Füchse Holzer und Gvldberg; aber der Ausfall wurde sehr schnell wieder wett gemacht durch den Eintritt einiger junger erstsemestriger Studenten, und zwar sind dies: stud. ing. Otto Schalscha aus Kattowitz. stud. mach. Erich Wronke aus Stettin und stud. mach. Leo Erlanger aus Guntersblum bei Worms. Um eine Reihe andrer Keilfüchse —. auch deren Zahl ist in diesem Semester weitaus größer, als sie es bisher jemals war — bemühen wir uns zurzeit noch, und wir haben die bestimmte Hoffnung, daß sich auch von ihnen noch einige uns anschließen werden. So scheint also, was die Zahl der Bb. Bb. betrifft, der Bestand der Verbindung auf einige Semester hinaus gewährleistet; die Sorge, die uns früher oft gedrückt hat, ob das folgende Semester genügend Bb. Bb. am Platze sehen wird, die Verbindung überhaupt weiterzuführen, ist uns für absehbare Zeit genommen. Dafür lastet jetzt auf uns die Verantwortung, die jungen Bb. Bb. so zu erziehen, daß sie sich einleben in die Tradition der Verbindung, daß sie die Opferfreudigkeit und das Pflichtbewußtsein in sich aufnehmen, durch die allein wir so manches Semester unser Schifflein unter den schwierigsten Verhältnissen durch den Sturm und durch die Flut gesteuert haben. Den ortsanwesenden alten Herren und Inaktiven (es handelt sich um vr. Oppenheimer, vr. Hahn, Aron. Oppenheim (der der Verbindung wieder beitrat] Larsen, Hirschfeld und de Vries) gebührt auch an dieser Stelle der Dank der Korporation, daß sie sich stets zur Verfügung stellten, wenn es notwendig war, und daß sie stets bereit waren, sich in altem Viadrinengeist einzusetzen. Ein Generalkonvent, der vom 29. 5. bis 1. 6. stattfindet, wird über die Fragen, die zurzell akut sind, beraten und die Grundlinien festlegen, innerhalb deren die Entwicklung der Verbindung für die nächste Zeit verlaufen soll. Technische Gründe haben uns gezwungen, Farbe und Format unsrer Couleur zu ändern; statt der hohen schiefergrauen Mütze tragen wir seit dem 23. Mar eine