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KC-Blätter · 1919-03-01 · Heft 3-4 (März 1919) · p. Seite 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1919
Issue
Heft 3-4 (März 1919)
Date
1919-03-01
Page
Seite 30 (sequence 2)
Language
German
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«Die württemöergische sikverne Werdienstmedaisse erHiett: Ernst Salomon.vatnd. rned., Bavariae: Werwundungen und sonstige Werkuste unserer Kartellvrüder: 503. Hans Aronsohn. Zahnarzt. Thuringiae, seit 23. September 1918 in engt. Gefangenschaft. 50t. Herbert Lewy, Spreoiae, seit27. September 1918 vermißt. 505. Georg Mathias, Referendar, Bavariae, in amerikanische Gefangenschaft geraten. Adressen der in Kriegsgefangenschaft vefindlichen Kö. KV.: Feldhilfsarzt Julius Cohn, Prisonnier de guerre, Camps d'officiers Carcassonne Ande. Vizewachtmeister Georg Mathias,No. 106486 Prisoner of War. Compaguy 55 C/O P. o. W. Information Bureau American Expeditionary Forces in France A.Gr.0. Feldunterarzt Siegfried Salomon, Prisonnier de guerre No. 8822 depöt de prisonniers de guerre de Dinan France (C.-d.-N.). Hodesfälke: Bernhard Hirschmann, Dr. med., aus Köln am Rhein, Badeniae - Bavariae) Mitte Februar 1919 in Breslau gestorben und beigesetzt. Am 12.1. gegen 3 Uhr mittags verließ er das Polizeipräsidium, um sich in seine Wohnung zu begeben. Kaum hatte, er die Straße betteten, als in einer Entfernung von ungefähr 400—500 m eine Schießerei zwischen einer Maschinengewehrkompagnie und Spartakisten entstand. Da man einen Ueberfall auf das Polizeipräsidium befürchtete, wurde schleunigst die nebenan untergebrachte Volkswehr alarmiert, die angeblich sofort in sinnloser Weise zu schießen begonnen haben soll. (Hierüber ließen sich selbst durch Nachfrage bei Augenzeugen keine bestimmten Ermittlungen machen.) Dabei wurde Licht durch einen schweren Bauch- und Beckenschuß verwundet. Ob er von Feindes- oder Freundeshand gettoffen worden ist, läßt sich nicht sagen. Daß ein Racheakt von seiten der Spartakisten vorliegt, erscheint nach allem, was ich erfahren habe, ausgeschlossen. Eine am Nachmittag vorgenommene Operation war erfolglos. Die Kugel hat nach Angabe des Chirurgen ein großes Blutgefäß verletzt, so daß.infiolge des über aus großen Blutverlustes Herzschwäche enttat, die auch den Tod herbeiführte. Bis kurz vor seinem Ableben war er bei vollem Bewußtsein; ich selbst habe ihn noch eine Stunde vorher gesprochen. Für uns alle bedeutet sein Tod einen schweren Verlust, ich selbst habe in ihm meinen einzigen Freund, der er mir von frühester Kindheit an war, verloren. Was die politische Seite bettifft, so will ich noch hervorheb' . daß Licht bei seiner Anstellung ausdrücklich gesagt w-Men ist, und zwar vom Polizeipräsidenten, der Mchiheitssozialist ist, daß es auf Lichts politischen Standpunkt nicht ankomme. Dein tteuer Bundesbruder Herbert Wreschinski (Bad.) Hedenkfeier für die gefallenen K.G.er, ' veranstaltet von der Weröindrmg Sperma in Merlin. Die erste große Feier, welche die Berliner K.C.er nach ihrer Rückkehr aus dem Felde zusammenführen sollte, war dem Andenken unserer gefallenen Kartell- und Bundesbrüder geweiht. Am Sonntag, den 16. Februar, versammelten wir uns in Vollkouleur in dem würdig ausgeschmückten großen Saale des Logenhauses (U. O. B. B.) in der Kleiststraße. Ueber 300 Teilnehmer — Alte Herren urtb Kartellbrüder, Angehörige der gefallenen K.C.er, die neugegründete „Silesia", die Studentinnenverbindung „Hevellia" — waren erschienen. Ein Harmoniumvorspiel von Herrn Saal und Cellospiel von Herrn Hopf (Sarabande von Veracini) eröffneten die Feier. Nach dem Gesangsvorirage von Fräulein Loewenberg, die den Psalm „Was ist der Mensch .. .!* in der Vertonung von Kellermann zu Gehör brachte, hielt sodann unser lieber Kartellbruder Sanitätsrat vr. Alfred G o ldschmidt-Viadrinae (Breslau) die folgende Gedächtnisrede: Verehrte Anwesende! Liebe Kartellbrüder und -Schwestern! In diesem Augenblick, der unsere Seelen verbindet, steigt ein langer Zug von Brüdern unseres Bundes vor unserem Scelenauge auf, die ihr Leben für das Vater- Zleöer den Hod des Kör. Licht ging folgender Aerichl ein: Charlottenburg, den 18. II. 19. Lieber Mainzer! Die von Dir an eine l. K. V. Sprevia gerichtete Anfrage ist an mich weitergegeben worden, da ich über die näheren Umstände, unter denen Licht ums Leben gekommen ist, unterrichtet bin: Bei Beginn der Revolution war Licht als Beamtenstellvertreter beim Gericht der Inspektion der Feldartillerie- Schießschule in Berlin tätig. Einige Tage nach dem 9. November richtete er zusammen mit einigen Offizieren und anderen Herren im Gebäude des Waffen- und Munitionsbeschaffungsamts am Kurfürstendamm den Sicherheitsdienst für den Westen ein. Gleichzeitig wurde er zum Vertrauensmann der an den Berliner Militärgerichten beschäftigten Soldaten gewählt. Während seiner Tätigkeit im Sicherheitsdienst gelang es ihm. einen bekannten Hochstapler, namens Moser, der die Unsicherheit während der ersten Revolutionslage zu großen Schiebungen ausgenutzt hatte, bereits einmal verhaftet worden aber wieder entwichen war. erneut zu ergreifen. Da Licht sich hierbei äußerst geschickt angestellt hatte, wurde er zum hiesigen Polizeipräsidenten gerufen, um ihm über den Vorfall Bericht zu erstatten. Im Anschluß daran wurde er.gefragt, ob er bereit wäre, die Leitung der Kriminalabteilung des Sicherheitsdienstes beim Polizeipräsidium Charlottenburg zu übernehmen. Er sagte zu, übernahm den Posten ungefähr am 23. November und füllte ihn zur größten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten aus.

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