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KC-Blätter · 1919-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1919) · p. Seite 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1919
Issue
Heft 1-2 (Januar 1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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30 schweren Zeit einen regelmäßigen Verbindungsbetrieb aufrecht erhalten konnten, danken wir das zum Teil der regen Mitarbeit unseres l. A. H. Baum und des i. a- B. Hoffmann, der uns nach bestandenem Physikum leider verlassen mußte, sowie Wollenstem und Block, die fast regelmäßig unsere Offizien besuchten. Es drängt uns, an dieser Stelle unserem l. Kbr. Ostivald unsere»» Dank auszusprechen. Ostivald hat sich trotz seines leider allzu kurzen Hierseins große Verdienste nrn die Verbindung erworben, so daß wir sein Ausscheiden aufs tiefste bedauerten. Konvent, Fuchsenstunde und Fcchtboden konnte»» bis jetzt regellnäßig stcutsindcn. Leider ist der Paukbetr»cb dadurch uninöglich geworden, daß die Besatzungsbehörde auch auf der Ablieferung studentischer Waffen bestand. An mehrfachen Diskussionsabenden gab die Verbindung den Bbr. Bdr. reiche Gelegenheit zu Aussprachen über akut ge»vorde»»e Tagesfragen. Neben einigen gemütlichen Bierabenden dürfen wir eine vollgelu»»gene Bowlenkneipe verzeichnen, auf der »vir außer den ortsanivesenden A. H. AH. i. a. B. i. a. B- und Kbr. Kbr. Kbr. Werthcimer (Lic) und i. a. B. Nathan — beide auf den» Durchmarsch — begrüßen konnten. A. B- Altgcnug »v»»rde inaktiviert, i. a B. Baum philistriert. In der Chargenbesetzung trat eine Aenderuna rin, inde»n a. B. Martin Heinen»ann an Stelle von a. B. Walter Marx X X und 1. S. W. wurde. Zum „K. C. Stam»ntisch Münster" beurlaubten bzivüberwlcsen »vir die a. B. a. B. Levy, Oppenheimer und Jakobsohn, die Brander Rubens, Ernst Heyinann und Heilbronn. Möge eine baldige Klärung der politischen Lage auch uns das ersehnte Friedenssemester bringen! Viadrina. Die Verbindung befindet sich zurzeit in einer Art Uebcrgangswirtschast. Durch den Abschluß des Waffenstillstandes sind verschiedene ältere Bbr. Bbr. zur Ablegung ihrer Prüfung an die hiesige Hochschule gekommen (Aron, de Vries, zeitweise auch Albert Kadden). Außerdein ist unser Fuchs Zondervan wieder hierher zurückgekehrt, ferner errvartcn wir noch in der nächsten Zeit Larsen, Oppenheim, Eisenberg, ev. Herbert Simon. Anderseits si»»d unsere Bbr. Bbr. Dr. Leoin und Hesse sowie unser O. V. G. Strauß und der Fuchs Bial. der > hier rezipiert rvurde, von Darmstadt weggangen. Dr. Leo in und Hesse wurden inaktiviert. Ein kurzer vorläufiger Ueberblick über den Verlauf der Kriegszeit sei noch gegeben. In den ersten 21/2 Kriegsjahren war infolge der Einberufung von außerordentlich vielen Bbr. Bbr. die Suspension der Verbindung erforderlich; die Suspension besteht auch jetzt noch nach außen hin. Anfangs des Jahres 1917 befanden sich hier in Darmstadt mehrere K. Cer ein, die ihren »nilitärdienstlichen Verpflichtungen hier oblagen (Dr. Lcvin, Dr. Hahn, Hcffe); außerdem befanden sich hier Benni Cahn und O. D. G. Strauß. Kürzere Zeit »varen hier aktiv: Larsen, Herbert Si»non, Dalsheim, Feibusch, Ebeles, Bial. Zurzeit sind noch aktiv hier: Dr. Hahn, Zondervan, S. K. Straus. Trotz der Kriegszeit und der dadurch bedingten Schwierigkeiten eines geordneten regelmäßigen Verbindungsbetriebs haben die hiesigen K. C er sich eng aneinander geschlossen und nicht nur in rnehr oder weniger ernster Geselligkeit »hr Zusammengehörigkeitsgefühl bewiesen, sondern haben auch durch wissenschaftliche Abende die jüdischen Tagesfragen im Zusammenhang mit der übrigen Politik erörtert und auch versucht — soweit es möglich »var — den Bbr. Bbr. die Kenntnis über jüdisches Wissen zu vermitteln. Wir hoffen, daß nach den vier Jahren, in denen das deutsche Volk gegen eine Welt von Fanden schier unmenschliches geleistet hat, ein erträglicher Friede folgen möge, in denen all das Verlorene wieder aufgebaut werden kann und der blinde Haß der Völker schwindet. Ü.UU Wehmut und Stolz gedenken wir der Bbr. Bbr., die ihr junges Leben für das Vaterland lassen mußten. Möge in eine»»» neuen gesu»»deten Deutschland es unsererVerbmdung §lücken, in das kommende Sommcrsemcster als ihr erstes riedcusfeinester auch ihrerseits neugckräfligt anzulreren. Wir denken, daß in Bälde ein Viadrinentag hier stattfiltden »vird und erwarten dann jeden von euch dabei. E. H. Friburgia. Begann das Wintcrsciuestcr »nit einer nur geringer» Aktivitas. so hat sich ii» seine»»» »vliteren Verlauf das Bild »veseutlich geändert Infolge der Deinobilmachung kehrten eine größere Anzahl älterer und jüngerer Friburgen aus den» Felde zurück. So konnten wir hier folge»»de Bdr. Bbr. »vieder i»» unserer Mine? begrüßen: Laser, Lauter. Lcß, Oske, Ohnstein, Fritz Sirnon, Loeivensteii», Ginsburg. Dawidowitz. Sachs, Adler, Rosenkrättz und Kbr. Rieß. Auch an dreier Stelle heißen »vir sie aufs herzlichste rvillkomruen. Jin Verlaufe des Semesters hatten wir drei r»eue Keilerfolge. Es träte»» in die Verbindung ei»» die Herren 8t,»d. im-. Mottek, stud. med. Bloch und stiid. med. Zacharias. Die Aussichten auf weitere Keilerfolge sind günstig. D»»rch das Anwachsen unserer Aktivitas »varen wir in der Lage, einen in jeder Bezieh»»ng regen und straffen Verbindungsbctrieb aufz»»nehl»»en. . Es finden regellnäßig die üblichen Offizien stall, insbesondere Disku'sionsabende. an denen ältere und jüngere Bbr. Bdr. Vorträge über jüdische Fragen halten, an die sich jedesmal eine rege Aussprache knüpft. Die dcsinitlven Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Ginsburg X, C. W. Er,vin Hirsch X X Dawidowitz X X X. S. W Leß. F. W. Rosenstein, K. W. Lölvenstein, Z. W. B. H. Wechselmann. F. M. f. T. u. f. K. E. R. E. R. Ginsdurg, Darvidowitz, Leß, Rosenstein, Sachs. Saxo-Bavaria. Zunächst eine Berichtigung: Nicht a. B. Wohlgemuth, sondern a. B. Lindner (Thur. Sprev. Sax.-Bav). der sich trotz seiner hohen Semesterzahl wieder aktiv gemeldet hat, ist F. M. f. C. und untcrrtchtet neun Füchse, denen, wie wir hoffen, in ganz kurzer Zeit noch einige folgen werden. Die Gefahr, uns wegen'Leutemangels auflösen zu müssen, besteht n»»n nicht mehr.Nach und nach kehren uitsere lieben Bundesbrüder zurück. So haben sich bereits A. H. Scherbel, i. a. B. i. a. B. Lewkowicz und Stein i und a. B. Katz bei der Verbmdung eingefunden.! Trotz der überaus trüben Zeitumstände haben wir jetzt einen recht regen Betrieb. Neben Konvent. Bierabend und Frühschoppen dreimal.wöchentlich Fcchtboden, und an den Sonnabenden »vechselt eine Kneipe mit einem Diskussionsabend regelmäßig ab. Uederhaupt ist das wissenschaftliche Leben bei uns recht rege. Abgesehen von den Tendenzfuchsenstunden bei A H. vr. Goldinann, begann a. B. Nemnann mit seinem Rezeptionsvortrag über „Den wirtschaftlichen Antisemitismus", an den sich eine sehr eifrige Diskussion knüpfte. Eine höchst interessante Frage behandelt A Hvr. Goldman»» in seinem Referat „Die Stellung des K. C. nach dem Kriege" — in dein er vor allen Dingen das Verhältnis zun» Nationaljudentum darlegte. A. b. Rosenthal sprach über „Jüdische Beoölkerungspolitik". i UmdenZusammenhaltunterdcn Bundesbrüdern enger zu gestalten, sind »vir eifrig auf der Suche nach einer Kneipe gewesen u»»d hoffen, unseren zurückkehrendcn Bundesbrüdern ein gemütliches Heim darbieten zu können. Nach den Ferien wurden aktiv: stnä. med. Eisenberg, stad. inr. Bernhard Baruch, 8tud.Med. Hans Goldmann. -Von einer l. K. V. Licaria wurde übcrwtesen »tad. i»u-. Nattenheimer.

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