Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1918-11-01 · Heft 25 (November 1918) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1918
Issue
Heft 25 (November 1918)
Date
1918-11-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2268830-2268910-2268916--2251-2271409
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

iven Menschen zu entscheiden, ob darin eine Verletzung üdischer Pflichten.liegt. Ich habe mir offen gestanden auch lange den Kopf erbrochen, wie man überhaupt auf den Gedanken kommen onnte. In den Worten, daß dieses öffentliche Eintreten für christliche Sitte und Anschauung tnter „Aufsicht eines Rabbiners" geschieht, dürfte oohl des Pudels Kern zu finden sein. Wieder einmal mwiderleglich nachzuweisen, daß die liberalen Rabbiner >as Judentum auf die schlimmsten Wege führen und eine Auflösung im Christentum propagieren, das dürfte nan sich docd keineswegs entgehen loffen. Durch ein (eines Denunziatiönchen den K. C.er und den liberalen Rabbiner ein wenig bloßzustellen, wer weiß, wozu es mtzen kann! Also frisch ans Werk, auch wenn es nicht janz stimmt. Eins hat auch der „Jüdische Wille" anerkennen nüssen, daß aus den Feldpostbriefen treue Pflichterfüllung md ideale Hingabe an das Vaterland herausleuchtet, lind wenn man dies dadurch zu verkleinern sucht, daß nan den K. C.ern vorwirft, sie rühmten sich ihrer Pflichtnfüllung allzusehr, so muß dem.widersprochen werden. Das ist es, was mir bei einer ruhigen Lektüre am eindringlichsten zu sprechen scheint, daß hier eine Schar von Mgen Juden in schlichter Selbstverständlichkeit in schwerster Lage Pflichten erfüllt hat, die höchsten Mut und selbst das Opfer des Lebens verlangt haben. Und wenn der Rausch der Zeit vorübergegangen sein wird und eine objektive Geschichtsschreibung waltet, zweifle ich keinen Augenblick an der allgemeinen Anerkennung, daß diese Schar auch ihrer jüdischen Gemeinschaft und ihrer jüdischen Zukunft den besten Dienst geleistet hat, den man ihr leisten kann. F. G. Spenden für die K. K-Kaffe. Berichtigung: In die letzte Spendenliste hat sich durch ein Mißverständnis ein bedauerlicher Fehler eingeschlichen. Die Spende „Marta Eichengrün“ muß richtig lauten: „Felix Loeb sendet Fräulein Marta Eichengrün und seinem lieben Freunde Alfred Alsberg die herzlichsten Glückwünsche zur Verlobung“. 1. Sammlung in der Saxobavaria: Lindn er (Thur., Spr., Saxobüv) 3 M., vr. Goldmann (Thur., Saxobav.) 4 M., Rosenthal (Saxobav.) 3 Dt, Wohlgemuth (Thur., Saxobav.) 3 M, Rose Nemrow 3 M., Curt Nemrow (Saxobav.) 3 M., Bruno Mannes (Saxobav.) 3 M., Heinrich Mannes (Saxobav.) 3 M-, Ruth Nemrow 3 M., Franz Neumann (Saxobav.) 3 M, Frau Else Nemrow 5 M., Frau Di*. Eva Goldmann 3 M., Oskar Nemrow 3 M. —.M. 36.— 2. Von ihren Riesengcwinnen beim Spielabend stiften Lewkowicz (Saxobav.) 10 M. und Strauß (Saxobav) 5 M. — „ 15.— 3- Werner Lachmann (Lic.) dem Andenken seines verstorbenen Vaters. . . . . . „ 50.— Sa. M. 101.— Fortsetzung der Spendenliste im März-April-Heft. Der Landesverband westfälischer^?. C^er veranstaltet am 16. Februar d. I. in Dortmund eine Gedenkfeier zur Erinnerung an die gefallenen Kartellbrüder: Sämtliche im Bereiche des Landesverbands wohnende oder bis zum 16. Februar nach dort zurückkehrende Kartellbrüder werden gebeten, unverzüglich ihre Adresse dem Rechtsanwalt Luß in Dortmund, Betenstraße 9 anzuzeigen, damit alle im Bezirk anwesenden Kartellbrüder Einladungen erhalten können. Adrejsenöerichligung. Durch die Demobilisation und die Rückkehr der Kartellbrüder in die Heimat haben sich fast alle Adressen geändert, so daß sich die Versendung, der K. C.-Blätter in vielen Fällen als ganz unmöglich herausstellt. Von der September-Oktober- Nummer harren noch 400 Exemplare (!) der Versendung, die wegen des Mangels an Adressen noch nicht hat stattfinhen können. Alle Kartellverbindungen und Altherrenverbände werden dringend gebeten, umgehend an den Unterzeichneten alles erreichbare neue Material einzusenden. Ebenso wird, jeder Kartellbruder, der aus dem Felde zurückgekehrt ist, gut daran tun, auf einer Postkarte an den Unterzeichneten selber seine Adresse zu senden, falls er nicht genau feststellen kann, daß es seitens seiner Verbindung geschehen ist. Besondere Schwierigkeiten werden die Adressen der Keilfüchse bereiten. Jeder Kartellbruder möge sich im Interesse des K.C. die Mühe nicht verdrießen lassen und die von ihm früher angegebenen Keiladressen neu feststellen und einsenden. Auch die Verbindungen müssen in diesem Sinne eifrig tätig sein. Die Schwierigkeiten sind nicht zu überschätzen. Sie können nur überwunden werden, wenn nicht nur die Verbindungen, sondern jeder Kartellbruder für sich und seine Freunde seine Pflicht tut. Nur dann wird es möglich sein, die alte Ordnung schnellstens wieder herzustellen. Der Vorsitzende des G.A. Dr. Mainzer. Frankfurt a. M., Neckarstraße 5. Verantwortlicher Redakteur: vr. phil. Felix Goldmann, Leipzig, König-Johannstraße 17. Verleger: vr. med. Max Mainzer, Frankfurt a. Main, Neckarstraße 5. «•' Druck: C. Schulze L Co., G. m. b. H.. Gräfenhainichen (Bez. Halle). - Kassenverwaltung: Rechtsanwalt vr. Sewalb Jaffe, Düsseldorf, Schäferstraße 43, Ecke Venloerstraße. Postscheckkonto: Cöln 23487.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.