KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1918
- Issue
- Heft 24 (September 1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- Seite 1144 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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1144 Er berichtet, daß er böse Tage durchgemacht > hat und daß in seinem Regimente auch Schönenberg und Meyer (Rhen.-Sil.) liegen. Am Krankenbett sand Erich Hoffmann (8ic.) den Nassoven Rudolf Katz und hat ihn hoffentlich geheilt. In einer Krankensammelstelle traf Sanitätsvizefeldwebel Ernst Hirsch den Rolf Carow (Nass), dem sein alter Beinschuß Beschwerde macht. Den Segen der K. C.-Bermittlungsstelle, die unser lieber Mainzer getreulich verwaltet, preisen Levy (Sprev.), (Rheno-Sil.) und Fritz Löwenberg (Lic., Sprev.), die sich als Internierte in der Schweiz öfters treffen und sogar einen! K.C.-Tag abgehalten hätten, wenn nicht den : dritten Spreven Heim in Zürich die Grippe gepackt hätte. Hoffentlich klappt die Verbindung jetzt. Gemütlich zusammen waren Dr. Hans Goldstein (Lic.), Dr. Alfred Weinberg, Willy Weinberg (Ghib.), Kurt Lion (Bav.), Kleeberg (Bav.), Krutz (Thur.). Im Kriegslazarett trafen sich nach achtjähriger Trennung Erich Auerbach und Lewek. Bon einzelnen Kartellbrüdern gingen vielfach Grüße an die Redaktion wie an den Vorsitzenden des G.-A. An letzteren schrieb Kurt Wolf (Lic.), der sich im Gebiet der alten Sommeschlacht aufhält, und die traurigen Eindrücke dieser Wüste schildert. Bon der Insel Oesel schrieb Walter Friedemann (Bad.), der sich nicht sonderlich durch die Aussicht auf den Winter begeistern kann und annimmt, daß Mainzer, der den Zeigefinger, mit dem man die Säbelschlaufe hält, verloren hat, sich mit dem dritten Finger einpaukt. Max Simon (Bad. Nass.) gehört zu den vielen, denen es glücklicherweise gut geht und die sich auf die nächsten K.C.-Blätter freuen. Ettinghausen weiß in Feindesland nicht, was er mit seiner gewaltigen Teuerungszulage anfangen soll und bittet seine Verbindung um seine Rechnung. Im übrigen führt er als Kasinovorstand ein hoffentlich angenehmes Dasein. Weitere Grüße sandten Arthur Bär und Walter Fuchs (Thur.). Seinen Brief und den von Dr. Levy aus der Gefangenschaft drucken wir ab. An die Redaktton sandten ihre Grüße Felix Rosenthal (Thur.), der von seinem gefangenen Bruder erfreulicherweise gute Nachricht hat. Adalbert Stein (Saxo-Bao.) ist krank und nach Deutschland gekommen. Walter Katz (Saxo-Bav.) wird von Dr. Caan (Lic.), mit dem er öfters zusammen war, schrifttich bescheinigt, daß er ein famoser Kerl ist. Berthold Krebs (Thur.) hat viel durchgemacht und lag krank in der Heimat. Max Aber (Thur.) hat ein wundervolles Schlaraffendasein in der Ukraine geführt und hat dem Redakteur eßbare Beweise seiner treuen Anhänglichkeit übermittelt. Für diese Stärkung im schweren Berufe sei ihm herzlichster Dank gesagt. Jetzt ist er freilich wieder fort und in Frankreich. Herzberg (Saxo-Bavare) ersetzt den Mangel an Unterkunft und Verpflegung durch ausschweifende Phantasien über die Genüsse am künftigen Friedensfeste in Breslau. Walter Peritz (Thur.) hat einen sehr interessanten Brief aus Belgien geschickt, den wir gern veröffentlicht hätten, wenn er nicht durch die Ereigniffe überholt wäre. Hoffentlich läßt er sich durch dieses Mißgeschick nicht von weiteren literarischen Leistungen abhalten. Georg Liebrecht (Thur.) hat einen Heimatschuß und ist nach Potsdam ins Lazarett gekommen. An sein Versprechen, die Redaktion persönlich zu besuchen, sei er hiermit erinnert. Er ist Patient von Kupferberg (Thur.), freilich fügt er hinzu „unglückseliger im wahrsten Sinne des Wortes". Was soll das wohl heißen? Die drei Thüringen Ernst Moses, Fritz Pagel und F. Landsberger haben sich zufällig getroffen und bei dieser Gelegenheit auch des Redakteurs gedacht. Ebenso schreiben von einem K.C.-Abend'Krutz (Thur.), Dr. Weinberg (Lic-, Bav ), Kleeberg (Bav.), Leutnant Weinberg (Ghib ), Kriegsgerichtsrat Dr. Hans Goldstein und außerdem Kurt Leon (Bav.). Krutz (Thur.) war auch einmal mit Löwensohn und Krebs bei einem Glase Wein zusammen. Von einer Heimatveranstaltung in Hildesheim bei dem Vater unseres Kbr. Lewinski, Herrn Rabbiner Dr. Lewinski, sandten folgende Kbr. und Kartellschwestern Dr. Mainzer und der K. C.-Zeitung herzliche Grüße: Walter Goldschmidt (Ghib ), Hermann Lewinski (Ghib.), Walter- Friede (Sprev.), Frau I. Cohn (Ghib.), Resi Oppenheimer (Lic.), Friede! Lewinski, Lisbeth Koblenzer. (Walter Goldschmidt ist leider zwei Wochen später gestorben.) Kur unserer ßeldpost-vriefmappe. 3- S- Forbach, <i. H. 1918. Lieber Herr Kartellbruder Leider mutzte ich vor einiger Zeit wegen einer Rippenfellentzündung ins hiesige Lazarett. Hier habe ich natürlich Zeit genug zum Lesen und Schreiben, und so kamen mir die letzten K.C.-Blätter gerade recht. Ich will heute meine Schilderung über meine Gefangenschaft fortsetzen. Die Gegend, in der ich mich damals aufhielt, ist ja jetzt in unfern Besitz gekommen, und die letzten Berichte über die dortigen Kämpfe rufen noch so manche Erinnerung in mir wach. An dem Tage meiner Gefangennahme war ich also mit vielen anderen