KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1918
- Issue
- Heft 22 (Mai 1918)
- Date
- 1918-05-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Mai-Juni 1918 22. Heft FortseKmg. Kriegsausgabe K. C.-Tag. Der erste K. C.-Tag, der im Kriege. stattfand! Wer nach äußeren Unterscheidungsmerkmalen zwischen ihm und seinen Vorgängern gesucht -hat- .wird, wenn man von. der großen Zahl der Uniformen absah,; sich vergebens angestrengt haben:; Die Beteiligung war wider Erwarten eine äußerst rege. Der. letzte K. C.?Tag, der 1913 auch ^in: Berlin abgehalten wurde, hätte, : obwohl damals eine -hochwichtige prinzipielle Frage-zur Debatte -stand, sicher nicht mehr Verbandsbrüder herbeigelockt: : Und dieses Mal bot die Tagesordnung nichts, was, von vornherein eine sensationelle: l Erörterung versprach. Und doch fanden sich so viele K. E.er, die z.T. ihre Damen mitgebracht: hätten,: zusammen. Sicherlich war es vor allem aüch der Wunsch,: wieder einmal mit denen zusammenzutreffen, mit. denen man jung gewesen- Aarmit ^denen so viele herrliche Erinnerungen uns verbinden/ die die vielen Herzog. Aber auchü das .Interesse, an den Verhandlungen selbst war. ein äußerst reges, obwohl man vielleicht hätte erwarten könnendaß. die .gewaltigen Zeitereignisse die Gedanken auf andere Bahnen gelenkt 'hätten. Der beste Beweis Mr die intensive Teilnahme; an den Erörterungen ist es, daßDie Sitzung!.-^- eine kurze Pause eingerechnet — fast szwölf Stunden währte: Unddoch' unterschied sich dieser K. C.-Tag von den früheren Verbandstägungen. Die Notder Zeit lastete auf ihm. Das zeigten die geselligen Veranstaltungen, die die Berliner-Kartellverbindung zu. Ehren der Gästes getroffen hatte. Wer hätte sich früher eine Zusammenkunft der KE er am Biertische denken köMen, an - der nichtfrohe Worte und Döne^Aeder-wiedergektungen Wärenl Wv'dlWlheyte Me^Mäumends^Fugdnolüst! '--SM und ernst-A geradezu'wehmütig-war^ dielStirttmüng ämMegrüßuNgsäbend^ Das Gedönken an die vielen, die auf-irümer von «ns'-gegaNgen--finH der.'^iKchänkir^astedie-echre-chrMßen-Ml;Felde^-KL dieser Stunde in' Not - und Gefahr -stehen, ließ keine laute Fröhlichkeitaüskommen: Das ist ja das Merkmal unseres VerbandesWir alle sind durch tausend Fäden miteinander verbunden, uNd wir alle werden getAffeyweän auch nur einer von uns aus unseremBünde cheräusgerissenwird. Und wie viele hatmänuns genommen! Aber auch die eigentlichen' Verhandlungen wiesen ein Symptom aüf-dasdem aufmerksämen Beobachter -nrcht-Ägäk^en'^stG'd'ürstei FrüchN lose Redekämpfer, wie sie sonst auf größeren Tagungen nie ausbleiben, hörte man dieses Mal nicht. Immer und immer wieder kam der Wille zUm Ausdruck, jedes unnütze Wort zu vermeiden und nur düs zu sagen, was einem brauchbaren Ergebnis des Tages dienlich wäre. Infolgedessen konnte auch - eine Unmenge von Arbeitsstoff bewältigt werden. Galt es doch Stellung zü nehmen zu dem Gesamtkomplex von neuen Fragen, die der Krieg der jüdischen Bewegung beschert hat und die zum Teil eine Umkehrung der bisherigen Auffassung vom Judentum überhaupt zu bedingen scheinen. Nach dieser Rrch. tung hin machte sich noch eine andere Erscheinung bemerkbar, die wir auch auf allen anderen Kriegstagungen größerer jüdischer Organisationen beobachten konnten: Bei allen Debatten, die sich um tendenzielle Fragen drehten, wurde der unbedingte Wille zu positiver jüdischer.Arbeit betont. Dabei war es überaus erfreulich. unsere Gegner mögen sich das besonders merken —, daß allseitig eine Aenderung unserer Tendenz als unnötig bezeichnet wurde. Sie bietet den weitesten Spielraum für jedwede jüdische Betätigung. Nur eine Vertiefung unserer- Ar? beit selbst wurde mit Rücksicht auf die Gesamtverhältnisse des Judentums wie auch auf Ae Empfindungen der einzelnen,; die imr i Kriege mancherlei Wandlungen durchgemacht hüben/ gefordert. Das aber bedeutet nicht, eine Absage an die bisherige Tätigkeit, sondern: ein Mttforbschreiten auf Bahnen, auf die uns die: jüdische Entwicklung der : letzten Jahre gesthrt hat. . Es kann hier Acht; die: Ausgabe sein, fdie Fragen zu lösen) ob wir durch, den Krieg jüdischer geworden sind. Die Beantwortung hängt im wesMtlichen wohl; auch davon : ab, welchev: Wffaffung; vom Judentum man zuneigt: u Aber: das: steht »fest ttnd^der K. C.-Tag:: bewies - es äust HM schlageNösttzi: Die, die' noch nicht jeglichen Zusammenhäng mit unserer Gemeinschaft, verloren , habenfühlen sich" mit erneuter Kraft; zum Juderttum hingezogen- und: suchen Mit; einem bisher: Nicht gekannten Eiferinsein Wesen! einzudringen: VM leicht: erwächst;; aus; dissem; Willen zu Wischer Arbeitheraus; ein Harker:judischer Gehcmkeder alsfestes- Band eiMpeues Wisches Geschlecht umschlingt. Verheißungsvolle? Borklängeiglauben wir auf unserer TagungHehörtzurhäben: Jedem falls halten Air: eMsür einen unbestrittenen BöB zUMNstres Verbandes/ däster, ohneistziue^Gründlagen'laufgtzben^K Muffen- - der: Entwickümg der