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KC-Blätter · 1918-05-01 · Heft 22 (Mai 1918) · p. Seite 1068

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1918
Issue
Heft 22 (Mai 1918)
Date
1918-05-01
Page
Seite 1068 (sequence 18)
Language
German
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1068 Damen.; Wir schließen das Semester voraussichtlich am 3. August. Allen Bb.Bb. im Felde und in der Heimat senden wir unsere treuen Grütze und wünschen ihnen baldige gesunde und siegreiche Heimkehr. E.H. Friburgia. Unsere Aussichten wurden gegen Ende der Ferien und den Anfang des Semesters immer trüber. J.a.B. Heinrich Hülsen und die a.B. a.B. Arnold Bernstein, Rudolf Fürst, Hans. Laser und Heinrich Sachs rückten ins Feld, begleitet von den wärmsten Wünschen ihrer Bbr. Bbr.) a. B. Alwin Hirsch wurde eingezogen, und am Anfang des Semesters verließ uns noch a.B. Harry Jtzig, der seinen Urlaub plötzlich unterbrechen mutzte, und ins Feld ging. Jedoch im selben Verhältnis, wie die Zahl der Burschen sich verminderte, wuchs die der Füchse. Es traten in die Verbindung in diesem Semester noch ein. die Herren stuci. med. Curt Lewfchinski aus Rössel, Fritz Jsakowski aus Rastenbura, stud. iur. Alfred Cohn aus Bochum, 8tuci. meri. Erwin Perlmutter aus Danzig, studiur. Walter Schopf aus Danzig, stud.ing. Ewald Hirsch aus Neumark. Die Zahl der Füchse erhöhte sich noch im Juni durch den Eintritt der Herren stuci. meci. Alfred Adler aus Danzig und stud. med. Walter Groß, ebenfalls aus Danzig. So können wir auf die stattliche Zahl von elf krassen Füchsen sehen und haben berechtigte Hoffnung, daß das Dutzend in diesem Semester noch voll werden wird. . Leider ist im Gegensatz dazu die Burschencorona recht schwach. A. B. Albert Dingmann erhielt infolge einer schweren Erkrankung, die er sich im Heeresdienste zuaezogen hatte, für längere Zeit. militärischen Urlaub und kann deshalb hier wieder seinen Studien nachgehen. Ferner wurde von einer l. K.B. Rheno-Silefia der a. B. Walter Oppenheimer zu uns beurlaubtauch er rückte nach einigen Wochen ins Feld. So fielen denn die* definitiven Chargenwahlen folgendermaßen aus: Erwin Hirsch x, .XX X S.W. C.W. Ulbert Dingmann x x K.W. , A. H. vr.Lazar F.M. f. $. A.H, Lasers M.fC. A. H. Lehmann F.W. Wir eröffneten das Semester mit einer größeren Kneipe, zu der. ein' Lei!, der hiesigen Philistexschaft einaeladen worden war. Die Kneipe, an der neben der Akttvitas und den ortsanwesenden A. H. A. H. die Kbr. Kbr. Jtzig, Jezierski, Ltn. Simon, Her für längere Zeit hier in Körchsberg wellt, und A. H. Ltn. Lehmann, der infolge einchc Verwundung in einem hiesigen Lazarett liegt, tchlnahmen, nahm einen schönen Verlauf. Auch? »sonst Herrscht ein straffer Verbindungsbetrieb. Einmal wöchentlich ist Konvent, ferner eine 5kneipe oder ein.. Bierabend, ein Exbummel, vier Fuchsenstuuden und Fechtunterricht. In den Tendenzfuchsenstunoen wurden von den Füchsen Vorträge gehalten über Themen wie z.B. „Spinozas, „Moses Mendelssohn", „Politischer Antisemitismus" usw. Auf unsere Bitte überwies uns Frau Geheimrat Cohen ein Bild ihres - verstorbenen Gemahls, das in unserer Kneipe an würdiger Stelle aufgehängt werden wird. Bei schönem Wetter trifft sich die Akttvitas auf unserem atten Berbindungsboote auf dem Schlotzteich und öfters hatten wir das Vergnügen, Damen Her Verbindung ^mrs-mnserem -Boote vegÄtzen zu können. Ende Mai veranstalteten wir eine Damenkneipe mit Bowle, die einen recht gemütlichen Verlauf nahm. Im Juni jedoch wurden wir von unseren Bundesschwestern und Couleurdamen zu einem Kaffee eingelcüren! Nun -konnten wir einmal, anstatt den Wirt zu spielen, Gäste sein! An einer festlich geschmückten Tafel wurden wir mit Kaffee und Kuchen, wie wir ihn selten zu sehen bekommen, von unseren Damenaufs liebenswürdigste bewirtet und bald herrschte eine Fröhlichkeit, die noch durch einen Herrentoast, den eine Bundesschwester ausbrachte, gesteigert wurde. Ein Kommers unter Leitung von Damen, die dadurch bewiesen, daß sie nicht nur in unserer Tendenz, sondern auch im Comment bewandert waren, beschloß das Fest. Recht oft und gern werden wir uns dieser frohen Stunden erinnern und sagen auch an dieser Stelle unseren lieben Bundesschwestern und Couleurdamen herzlichsten Dank. So rege, wie die Tätigkeit innerhalb der Verbindung war, war unsere Tätigkeit nach außen hin. Wir unternahmen öfters, gemeinsam mit Mitgliedern des hiesigen Jugendvereins, Reisen nach Allenstein. Unter anderem hielt A. H. vr. Lazar dort einen Bortrag über die staatsrechtliche Stellung der Juden in Preußen, der mit großem Beifall ausgenommen wurde. Sehr viel wichtiger und auch erfolgreicher für uns war eine Keilreise nach Danzig. Es hatten sich im letzten Jahre fünf Danziger bei uns aktiv gemeldet, während wir vor dieser Zeit keinen Danziger zu den Unfern rechnen konnten. Da wir dort Aussicht auf weitere Aktivmeldungen hatten, beschloffen wir, in Danzig eine große Kneipe, zu der auch der Teil der Philisterschaft eingeladen werden sollte, der uns Interesse entgegenbringen würde, zu veranstalten. Die Kneipe nahm auch, dank der Bemühungen der Herren Rabbiner vr. Kälter und Konsul vr. Schopf, einen über Erwarten günsttgen Verlauf. Nach , einer ausgezeichneten Tendenzrede unseres Ä. H. vr. Läzar erhob sich vr. Kälter und fand Worte für das Wesen und die Aufgaben des K. C., daß uns Friburgen das Herz höher schlug. Reicher Beifall war der Dank für seine Rede. Dann gab Herr Konsul vr. Schopf seinem Wohlwollen den Bbr. Bbr. seines Sohnes gegenüber Ausdruck. Nach ihm ergriff Herr Rechtsanwalt vr. Rosenbaum das Wort zu einer Ansprache. Währenddessen waren schon zwei Aktivmeldungen eingetroffen und die dritte ließ auch nicht mehr lange auf sich warten. Nach einer kurzen Fidulität und einem kurzen SchlUtzoffiziüm beendigten wir die Kneipe gegen 7,1 Uhr. . Nicht nur die Kneipe, auch unser ganzer Aufenthalt in Danzig wird ünS in angenehmer Ennnerung bleiven. Mit einer Gastfreundschaft, wie man sie in dieser Zeit selten antrifftwürden wir alle, — es waren elf Friburgen, die dort waren — von den Eltern unserer Bbr. Bbr. ausgenommen, und man sah wieder einmal, daß es berechtigt ist, von einem Geiste zu reden, der alle K.C.er verbindet. Da drei Bbr. Bbr. für länger^ Zeit noch in Danzig weilen werden, so wird mindestens einmal wöchentlich am Abend eine Zusammenkunft stattfinden. Die Leitung hat Bbr. stud. med. Alfred Adler, Uffz., Langgarten 97/99, übernommen. Gegen Ende des Semesters wird unsere Corona leider immer kleiner werden und nur noch ein winziges Säuftein wird übrigbleiben. Die Brander Eisen und wtnski wurden kriegsrezipiert- Eisen wurde zum Heeresdienst eingezogen und Lewinski rückt ins Feld. Ferner wurden die Füchse Hans MagnuS Cohn, Alfred Cohn, Walter Groß, Ludwig Neumann und Ernst Spicker eingezogen und auch der übrige Teil der Corona sieht seiner Einberufung entgegen. Trotzdem werden wir noch so stark sein, daß wir regelmäßige Offizien werden abhalten können, und wir sehen mlt Zuversicht dem kommenden Wintersemester entgegen.. Saxo-Bavaria. So erfreulich,wie Frankfurt, Bonn München, Königsberg oder Breslau können wir ja nicht berichten und Dutzende von Füchsen zu melden ist uns zu unserem Bedauern leider nicht möglich. Aber wir hatten durch! Und tuen auf dem steinigen Leipziger Boden, was sich tun läßt. Unsere Akttven sitzen in Halle oder

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