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KC-Blätter · 1917-05-01 · Heft 17 (Mai 1917) · p. Seite 897

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Journal
KC-Blätter
Volume
1916-1917
Issue
Heft 17 (Mai 1917)
Date
1917-05-01
Page
Seite 897 (sequence 31)
Language
German
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897 sation hat sich um die Fürsorge für unsere kriegsverletzten Kommilitionen so verdient gemacht und darin so reiche Erfahrungen gesammelt, datz ihr die Lösung dieser Aufgaben ourchauS Vorbehalten bleiben soll. Aber auch jenseits dieser engeren sozialen Arbeit all den Kriegsbeschädigten gilt es, viele Wunden zu heile»», die der Krieg den» akademischen Leben geschlagen hat und die von privaten Vereinigungen nicht geheilt »verden können. Und auch dann, »venn die unmittelbaren Schäden des Krieges getilgt sein werden, hören die Forderungen sozialen Zusaln»ne»uvirkens nicht auf, sondern müssen sich auf immer weitere Ausgaben» kreise ausdehnen. Der Weg zu diesen Zielen geht nur über die Studentenausschüsse. An vielen Universitäten haben sich diese erfolgreich bewährt und alle Zweige studentischer Selbstverwaltung planmähig organisiert. In ihren Arbeitsämtern werden die Erfahrungen gesammelt, die für die Beratungen des allgemeinen Studententages ununlgänglich notwendig sind. Leider gibt es noch immer eine Reihe von Hochschulen, die nicht ihre Gesamtvertretung haben. Und doch ist gerade die gegenwärtige burgfriedliche Zeit besonders dazu geeignet, Ausschüße ins Leben zu rufen. Wenn eine Hochschule erst die Vorteile eines Studentenausschufles kennengelernt hat, wird sie nicht »nehr ohne einen solchen leben können. Natürlich patzt nicht ein und dieselbe Form für alle tochschulen, die örtlichen Verhältnisse sind verschieden. »enn aber die Erfahrungen bereits bestehender Ausschüffe richtig verlvertet werden, kann es nicht schwer fallen, überall die entsprechende Form zll finden. Und über diesen in sich selbst unabhängigen Organisationen soll sich dann der Studententag anfbauen, dessen Aufgabenkreis mit einigen kurzen Zügen umschrieben wurde. Das Geroordene wird von diesen Neuerungen nicht berührt. Jede akademische Gruppe kann ihren eigentümlichen Charakter bewahren, ihre besonderen Lebensansichten pflegen; die Studentenausschüsse und der Studententag beziehen sich nur auf Dinge, die einfach jeder Akademiker aus Standes, und Berufsinterefle als notwendig anerkennen und tatkräftig unterstützen mutz. Der Verband der. jüdischen Jugendvereine Deutschlands hielt am 17. Mai ds. Js. m Berlin eine aus allen Teilen des Reiches stark besuchte Borstandssitzung ab, an der zahlreiche Vertreter der Grotzloge für DeutschlandVlll U. O. B. B., des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes, des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaube»»s, des Jüdischen Frauenbundes, des Allgemeinen deutschen Rabbiner-Verbandes, des Ber. bandes der jüdischen Lehrervereine im Deutschen Reich, deS Rheinisch-Westfälischen, des Westdeutschen und Mitteldeutschen Bezirksverballdes jiidifcher Jugendvereine teilnahlnen. .Im Mittelpunkt der Beratungen stand der Antrag der Verbandsleitung, eine Verständigungsgemeinschasl sämtlicher jüdischer Jugendorganisationen Deutschlands herbeizuführen. Dieser Antrag wurde einstimmig mit grosser Begeisterung angenolllmen. Alle Jugendorganisationen jedweder Richtung sollen gebeten werden, von Zeit zu Zeit Vertreter zu einer Konferenz zu entsenden, die den Zweck hat, die Leiter und Mitglieder der verschiedenen Verbände einander näherzubringen. Bei voller Würdigung der Selbständigkeit der Orga»»isationen und bei peinlicher Respektierung der abweichenden Anschauungen sollen Verständigungsmöglichkeiten gesucht werden, die nach Wunsch des Jugendverbandes allmählich zu einem gemeinsamen Arbeitsprogramm, zur Vermeidung unnötiger Konkurrenzkämpfe und zur Läuterung des jüdischen Parteikarnpfes m Deutschland führen sollen. Die Notwendigkeit eines geschlossenen Auftretens des deutschen Judentums wurde auf der Tagung betont. Die Kongrehbeweaungen der Juden aller Länder wurden einer eingehenden Würdigung unterzogen. In einer scharfen Resolution nahm der Verbaild Stellung zu den bekannten antisemitischen Borkonullnissen in Deutschland, die er um so schmerzlicher empfindet, als fast seine sänttlichcn männlichen Mitglieder unter den Fahnen stehen und ein erheblicher Bruchteil der Verbandsangehörigen den Tod auf dem Schlachtfelde erlitten hat. Das Vorgehen des Berbandsvorsitzenden, der an anderer Stelle eine gerneinsallle Aktion der deutschen Juden angeregt hat, wurde einstimmig gebilligt und zur Berbandsfache erklärt. Eine Berichterstattung hierüber soll später erfolgen. Die Geschästsführerstelle des Verbandes soll neu besetzt werden, da Fräuleili l)r. Cora Berliner infolge anderlveitiger Inanspruchnahme nicht mehr in der Lage ist, den Posten hauptamtlich auszufüllen. Das starke Anwachsen des Verbandes und die erhöhte Bedeuwllg der jüdischen Jugendpflege bedingen die Anstellung einer Kraft, die sich ganz dem Verbände »vidmet. Die Stelle soll öffentlich ausgeschrieber» werden. Vertieftes jüdisches Wissen, Rednergabe und organisatorisches Geschick werden zur Voraussetzung der Anstellung gemacht. Bewerber möchten sich unter Beifügung ihres Lebenslaufes und unter Angabe von Referenzen all die Geschäftsstelle deS Verbandes wenden. Zu Beginn der Tagung, die sich im übrigen noch mit der Einberufung eines Delegiertentages und einer Satzungsänderung befähle, fand eine Gedächtnisfeier für die gefallenen Berbandsmitglieder und zu Ehren Siegfried Brünn's statt, dessei» Todestag sich jährte. Spenden für die K. C.-Kasse, die vom 15. Mai bis 15. Juli eingegangen sind. 1. Kurt Mayer, Leutn.d.Res., Deutsche Feldpoststation 843 .Mk.20.— 2. Prof. Dr. Joseph Cohn, für die Glückwunsch- Ablösung. Derselbe da»ikt Herrn Kartellbr. Gerson und feinem lieben Lbb. Lothar Wallersteiner für die Grütze aus Beverloo „ 10.— 3. Leutnant Kirschbaum, Feldpostst. 503, Res.. Art.-Mun.-Kol. 38.. 20.— 4. Frau Clara Hirsch, Hamburg, anlählich ihres Besuches bei ihrem Enkel Gerh. Jaffe „ 20.— 5. Paul Speier, au» Todestage meines lieben Lbb. des vr.meci. Karl Weiskopf, in treuem Gedenken.■....„ 5.— Zu übertragen Mk. 75.— Uebertrag Mk. 75.— v. Gustav Hertz, Cöln-Braunsfeld, anlässlich der Beförderung ineines Sohnes Fritz zun» Assistenzarzt.. 30.— 7. L. Baer, Berlin W., Schleswigs»: Ufer 5 „ 20 — 8. Theo Roos, San.-Bizefeldw., durch Feldhilfsarzt Frost.„ 10.- 9. Dr. Schönenberg, Feldart.-Reg. 7, aus Freude über das Zusammentreffen u»it meinem Bruder Ernst im Felde . . . ,, 5.— 10. Dr. Tänzer, Feldpost 191.„ 10.- 11. F. U. A. Rosenbaum, seinem lb. Btr. Hahn verspätete, aber herzliche Wünsche zur Verlobung . ..„ 5.— 12. Dr. Bachner, Hamburg, anlässlich seines Einzuges in seine Villa.„ 100.— 13. Zahnarzt Dresel, für E. Rosenberg . . „ 5.— Zu übertragen Mk,2v0.—

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