KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 17 (Mai 1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- Seite 878 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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878 Bavaria. Wir eröffnet«:« das Sommcrsemester am 23 April »nit einem Mittagessen im „Perkeo". Die Interimistischen Chargenivahlen hatten folgendes Ergebnis: Markau x, F.M. f.T. Meitz x x, S.W. Blüth x x x, K.W. Wolfsohn F. M. f. C. Als Markau kurze Zeit darauf ins Feld rückte, erklärte sich dankenswerterweise i. a.B. Simons bereit, die erste Charge zu überehmen. Der Keilbetrieb setzte sofort kräftig ein und hatte ein glänzendes Ergebnis. Es meldeten sich aktiv: die stuck, iur. Hirsch aus Mainz, Schwarzer aus Lanrahütte, Kuhn ans Berlin, Segall aus Berlin, Sonder aus Zerbst, Fuchs aus Berlin, die stuck, meck. Jacob») aus Neuruppin und Moffe aus Berlin. Eine l. K.B. Ghibellinia beurlaubte z»» uns die a. B. a.B. Wolfsobn und Hauff, die zwecks Ablegung ihres Physikums hier »veilen, eine l. K. B. Sprevia a. B. Blüth) letztere überwies uns außerdem den Fuchsen Rast. Die definitiven Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Meiß x, S.W., F.W. Blüth xx, K.W. Meitz xxx Deffauer I. M. f. T. Wolffohn F.M.f.C. E. R. E. R.: Meitz, Simons, Stein, Blüth, Deffauer, Wolffohn. Zu unserer Freude ist auch unser I. i. a. B. Esberg zum Examen hierher beurlaubt. Danks unserer stattlichen AktivitaS war es uns möglich, einen strammen Verbindungsbetrieb einzurichten. De»n Beispiele der anderen Heidelberger Verbindungen folgend, haben »vir uns entschloffen, Vollcouleur anzulcgen. Wir hatten die Freude, viele liebe Gäste in unserer Mitte begrüßen zu können, so unfern l. A. H. Heinz Cohn nebst Gemahlin, a. B. Leutnant Paul Meyer, i. a. B. Willy Löivcnthal, Kbr. l)r. Levy anS Bruchsal, Lenin. A. Maier u. a. m. Drei uitserer kraffen Füchse »vurdcn im Laufe des Semesters zum Heeresdienst' eingezogen. Philistricrt wurden vr. Alfred Wolff rrnd vr. Arthur Baer. Die Offizien sind folgendermaßen verteilt: Täglich 1 h.c.1. Mittagstisch im Perkeo, 2 h.c. t. Kaffee im „Krall", Schwimmen und viermal »vöchentlich Abend- Offizien. Sprevia. Trotz größter Schmierigkeit gelang es uns, auch in» zweiten Halbsemester einen geregelten Berbindungsbetrieb aufrecht zu halten. Wir eröffnetcn mit einem Dämmerschoppen im „Tücher". Die definitiven Chargenwahlen hatte,» folgendes Ergebnis: Bor»»stein X, F. M. f. C. F. W. Eisenstädt xx, S.W. Simon xxx, B.W. A. H. Dr. Goldschmidt, F. M. s. T. Aktiv meldeten sich noch die Herren: stuck. »neck. Wels aus Berlin, stuck, iur. Philipp aus Berlin, stuck, meck: Loerve aus Pasewalk, stuck, meck. Hirschfeld aus Kolberg, stuck, meck. Lewin aus Berlin, stuck, »neck. Kaminski aus Berlin, stuck, meck. Will a»»S Stettin, stuck. Blochert aus Stettin. Philistriert wurden i.a.B. Manaffe, i.a.B. Ascher, i. a.B. Bornstein. Leider haben wir auch in diesem Semester wieder Verluste durch den Krieg erlitten. Bbr. Hans Segall fand auf freiwilliger Patrouille als Unteroffizier einer Gebirgs-Maschincnge,vehr-Kompagnie den Heldentod. Bbr. Treitel geriet in englische Gefangenschaft. Das Se»nester schließt mit einen» Konvent am 23. Juli In den Ferien finden wie geivöhnlich an jedem ersten »»nd dritten Mittwoch im Monat K.C.-Abende im „Weihe,»stephan" an der Potsdamer Brücke statt. Licaria. Die Befürchtung, daß »vir dieses Semester »vttrden fitspcndieren niüffen, erfüllte sich glücklicherweise nicht Mit der erforderlichen Mindestzahl von 3 Aktiven eröffneten »vir das. Semester n»it einem Kaffee in der neuen Börse an» 3. Mai. Durch frenndliche Unterstützung älterer Bbr. Bbr. ließ sich ein eingeschränkter Knegsbetrieb aufrechterhalten. Die interimistischen Chargenrvahlen zeitigten folgendes Ergebnis: Mansbacher x, xxx F.W. Fröhlich x X, S.W. Henle Z. W. Aronthal K. W., F. M. f. C. Kb. Baron, F. M. f. T. E. R. E. Ä. Mansbacher, Fröhlich, Katzenstein, Aron, thal, Wahlhaus, Schindler.. Nachträglich trat noch in die Verbindung ein: stuck, iur. Kurt Nattenheimer. Die definitiven Chargenwahlen bestätigten die interimistischen, nur wurde an Stelle des inzwischen ins Feld gerückten a. H. Wahlhaus Bbr. Mendelssohn zum E. R. gewählt. Offizien wurden an 3 Abenden in der Woche festgesetzt) wiederholt hatten wir hierbei Gelegeneit, auf Urlaub in München weilende Bbr. Bbr. zu egrüßen. In die Verbindung traten ein: stuck, iur. Kurt Frank, z. Z. im Felde, stuck, meck. Justin Weinschenk aus Ingolstadt. Es wurden philistriert: Friede, Aronthal, Hugo Levy. Wir schloffen das erste Halbsemester am 25. Mai und eröffnetcn den zweiten Teil des Sernesters am 8. Juni. Trotz der geringen Zahl unserer Aktiven, die auch jederzeit eingezogen werden können, hoffen »vir auch noch dieses Se»nester durchzuhalte»». Ghibellinia. Anfangs Mai wurde unser lb.Bbr. a.B. Paul Katzenstein aus dem Felde zu einem medizinischen Kursus nach Freiburg beurlaubt. Er war sehr willko,innen, zumal unsere Aktivitas ohnehin klein war. Eine l. K. B. „Thuringia" beurlaubte den a. B. Löwenthal zu ur»s. In» Laufe des S. S. hatten »vir zu unserer großen Freuoe recht häufig Besuch lb. Bbr. und Kbr. Besonders zahlreiche Gäste durften wir zun» 21. Stiftungsfeste hier begrüßen. Den Zeitmnständen entsprechend begingen »vir die Feier des 30 jährigen Bestehens der „Ghibellinia" durch ein Beisammensein ä»n Sonnabend, den 16. Juni, 8 ti.c.1. im Cafe Kopf. Es war ein rechter, stimn»ungsooller K. C.-Abend! A»n Sonntag machten wir einen Frühschoppen auf dem „Dattler" und nahmen gemeinsam im Kopf-Garten unser Mittagsbrot ein. Am Sonnabendnachmittag hatten wir einen Ausflug »»ach der Kyburg lGünterstal) unternommen, »veil die meisten unserer Gäste Sonntagnachlnittag uns und das schöne Freiburg ver« laffen mutzten. Das Stiftungsfest brachte auch namhafte Spenden unserer Bundesbrüder, die nach Abschluß der Stiftung ver. öffentlicht werden. Unser Mahnruf an die oft bewährte Opferwilligkeit und Anhänglichkeit der Ghibellinen war nicht vergeblich Hoffentlich folgen bald die Bbr., die bis jetzt noch keinen „Rüstungsbeitrag" entrichtet haben. Unsere Bitte, schnellstens die neuen Feldadreffen »1»itznteilen, n»üffen wir rviederholen. Wiederum hat der Krieg eine sch»nerzliche Lücke in unsere Reihen geschlagen: Unser lb. A. H. l)r. meck. Siegfr. Lubinski, prakt. Arzt in Oetzsch bei Leipzig, starb am 35. Mai 1917 durch Infektion im Felde.