KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1916-1917
- Issue
- Heft 16 (März 1917)
- Date
- 1917-03-01
- Page
- Seite 837 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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837 Studiums betrifft, so wird hoffentlich der „Akademische Hilfsbund" in der Lage sein, hier nach Bedarf mit aus. gievigen Beihilfen einzuspringen. Aerztliche Prüfungen und Kriegsdienst. Das Reichsamt des Innern und die Heeresverwaltung haben den Wünschen der Mediziner auf Beurlaubung zitr Ablegung der ärztlichen Prüfungen neuestens in erweiterten: Maße Rechnung getragen und hinsichtlich der Verkürzung und Erleichterung der Studien tvie zur Bernreidüng unbilliger Härten folgendes bestimmt: Aufdie fürdieBörprüfung nachzuweisende Studiert, zeit von 5 Semestern wird neben 1 Semester Kriegsdienst unter Umständen auch das vor dem Krieg abgediente halbe Militärjahr angerechnetim Einzelnen: Die Beurlaubung vom 1. Mai — 1. August 1917 zum Studium an den Universitäten ist für diejenigen Studierenden in Arrssicht genommen, die bei Kriegsaus, bruch 4 Semester, darunter ein Militärsemester, zurückgelegt hatten. Zu einem vonr 1. August — 1. Oktober 1917 stattfindenden Kurs, der als 5. Studiensemester gelten wird, wird beurlaubt, wer bei Kriegsausbruch 3 Semester söhne Waffendienst) zurückgelegr hat. Vom 1. Mai — 1. Oktober 1917 sollen sodann diejenigen Studierenden beurlaubt tverden, die bei Kriegsausbruch 3. Semester, darunter ein Militärsemester, zurückgeleat hattensie haben zunächst das Sommersemester zu erledigen, und im Anschluß hieran an dein vorgenannten Kurs teilzunehmen. Kandidaten, welche irrtümlich zu dein am 1. März ds. Js. beendigten Kurs beurlaubt, diesen Kurs absolvierten, aber zur Vorprüfung nicht zugelaffen worden waren, erhalten im Laufe des Sommers den zur Ablegung der Prüfung nötigen Urlaub. Die Universitäten richten die nötigen Kurse ein. Kandidaten, die bisher keine Möglichkeit hatten, das letzte (19.) Semester zu erwerben und die ärztliche Hauptprüfung abzulegen, werden auf I. Mai ds. Js. für das laufende Sommersemester und zur Ablegung der Prüfung beurlaubt. ' Die „Mensur" nach dem Kriege. Der diesjährige Kongreß der „Deutschen Landsmannschaft" (Coburger L. C.), der am 1. und 2. Osterfeiertag unter Beteiligung aller dem Coburger L. C. angehörigen Landsmannschaften und zahlreich aus allen Teilen des Reiches erschienenen „Alten Herren" inr Rheingold zu Berlin stattfandbeschäftigte sich in der Hauptsache mit der Frage, wie das landsmannschastliche Leben nach Friedensschluß den veränderten Zeitumständen anzupaffen sei. Der Coburger L. C. vertritt ebenso wie die Verbände der Korps und der Burschenschaften den Grundsatz der Bestimmungsmensuren, auf dem im wesentlichen ihre Organisation aufgebant ist.' Grundsätzlich sollen die Bestimmungsmensuren beibehalten werden. Es wurde aber beschloffen, daß kriegsbeschädigte Landsmannschaften, die mit der blanken Waffe nicht mehr antreten können, von ihrer Verpflichtung, Mensuren zu schlagen, entbunden sind. Auch sollen gegen die Aufnahme von Kriegsbeschädigten grundsätzlich keine Bedenken bestehen. Ebenfalls sollen den Kriegsteilnehmern, die zwar nicht kriegsbeschädigt sind, die aber natürlich durch die lange Dauer des Krieges mit ihre»: Studien im Rückstände bleiben mußten, je nach Lage der Sache weitere Mensuren iiberhaupt erlaffen werden oder sie sollen nur zu drei Mensuren verpflichtet sein. Akademiker und Hilfsdienst. Der Akademische Hilfsbund, der die Fürsorge für kriegsbeschädigte Akademiker übernommen hat, hat beschloffen, in seine Fürsorge auch solche Akademiker einzubeziehen, die durch freiwillige Meldung oder durch Einziehung im Hilfsdienst beschäfigt in der Ausübung ihres Dienstes beschädigt worden sind. , Auch in dieser Beziehung wird also für unsere Studenten und Akademiker gesorgt sein. Anfragen sind zu richten an die Geschäftsstelle des Akademischen Hilfsbundes, Berlin SW. 61, Kaiserl. Patentaint, Zimrner 139. Bonn. Das hundertjährige Jubiläum der Universität Bonn wird der Zeitverhältniffe wegen nicht im nächsten Jahre gefeiert werden. Die Feier soll nach dem Wunsche von Rektor und Senat im Jahre 1919 stattfinden. Verbands-Wach richten ♦ Thuringia. Das Winter-Semester endete am 3. III. mit einem Konvent, indem folgende F. C. gewählt wurden. i. a. B. Markus F. C. x a. B. Ruß F. C. x X Brander Moses F. C. x X X Ferner wurde auf diesen: Konvent unser l. Bbr. Jungmnnn, der sich zu Semesterbeginn in dankenswerter Weise aktiv gerneldet hatte, inaktiviert und dem A. H. B. überwiesen. Während der Ferien trafen sich d:e ortsanwesenden ebensowie die aus dem Felde beurlaubten K. C.er regelmäßig zweimal in: Augustiner. Das Sommer-Semester eröffneten wir an: 19. April. Die interimistische Chargenwahl hatte, nachden: sich i. a. B. Braun wieder aktiv gemeldet hatte, folgendes Ergebnis. Braun x a i. 1. S. W. H. Krebs x x a. i. 2. S. W. Ruß x X X a. i. K. W. A. H. vr. Scheyer F. M. f. T. u. K. Herzberg F W., Brander Moses Z. W. E. R. ER. Braun, Zimmt, Herzberg, Krebs Schindler, Ruß. Die Keilarbeit hatte bis jetzt ein günstiges Ergebnis und berechtigt auch zur Hoffnung auf weiter Erfolge. Es meldeten sich aktiv: stnd. med. Kaiser ans Hindenburg, stuck. meck::Poritz aus Breslau, stuck, meck. Kosterlitz aus Königshütte, stuck, meck. Lvebmaun aus Zaborze. Bavaria. Die Osterferien brachten uns noch zwei Aktivrneldungen, nämlich der Herren crmck. iur. Ernst Linz aus Mannheim, z. Zt. Gefre:ter bei einem Artillerie- Regt. und stuck, meck. Ernst Hirsch ans Gimbsheim (Rheinheffen), z. Zt. San.-Unteroffz. in: Felde. Ersterer wurde, da er zur Zeit nach Frankfurt a. M. kommandiert ist, für die Zeit seines dortigen Aufenthaltes einer l. K. V „K. C.-Stammtisch Frankfurt a. M." überwiesen. Die Aussichten für das Sommersemester sind gut. Drei Bundesbrüder (ein i. a. B., ein a. B. und ein Fuchs) sind als Militärpersonen an Heidelberger Lazaretten tätig. Ferner wird noch ein a. B. und ein kraffer Fuchs nach Heidelberg komn:en und ein von einer l. K. B. „Sprevia" beurlaubter a. B. Die große Anzahl der uns bereits gemeldeten Keilfüchse läßt uns ein erfolgreiches Semester erwarten. Näheres über den Semesterbeginn werden die nächsten K. C.-Blätter bringen. Sprevia. Wir eröffneten das Semester mit einem, auch von Keilfiichsen gut besuchten Dämmerschoppen im „Tücher", an: 16. April. Die interimistischen Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Eisenstädt x S. W. C. W. Maier x x