KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 10-11 (1.7.1913)
- Date
- 1913-07-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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beliebt. Es ist ihr schon nach kürzer Zeit gelungen, die seit Jahrzehnten bestehende paritätische Verbindung Alsatia, die bis dahin von der jüdischen Philisterschast lebhaft frequentiert wurde, aus einem großen Teil der besseren Gesellschaftskreise zu verdrängen, so daß für den Nachwuchs die besten Aussichten bestehen. AuS dem persönlichen Verkehr mit den Mitgliedern beider Korporationen hat Referent den Eindruck gewonnen, daß dieselben sich der hohen Aufgaben deS K. C. wohl bewußt sind und daß damit auch die Grundlagen für ein gedeihliches Wirken der beiden Verbindungen im K. C. gegeben sind. 13 r. E. Werner. 7. Antrag der Bavaria: Der 5k. C.-Tag möge den G. A. beauftragen, eine Sammlung der bisherigen Beschlüsse herauszugeben. 8. Antrag der Bavaria: Der K. C.-Tag möge den G. A. beauftragen, eine neue Ausgabe des 5k. C.-Statutes herauszugeben. 9. Antrag der Bavaria: Die K. C.-Blätter mögen künftig die bisher schon erschienenen kleinen Artikel über unsere Tendenz berührende Zeitereignisse in einer bebesonderen Rubrik weiter ausbauen. Insbesondere mögen die 5k. C.-Blätter bei strengster Wahrung der Neutralität nicht versäumen, in ausschließlich referierender Weise die Entwicklung der modernen religiösen Bewegungen innerhalb deS Judentums zu' verfolgen. Begründung: Unsere K. C.-Blätter tragen doppelten Charakter: Sluf der einen Seite sino sie eine studentische, auf der andern eine Tendenzzeitschrist. Unter vollster Wahrung der Bedeutung der ersten Seite darf es nicht hintangesetzt werden, die zweite Seite innner reicher auszugestalten. Dazu ist es erforderlich, daß die K. C.-Blätter neben wissenschaftlichen Abhandlungen über Grundfragen unserer Tendenz auch in ständiger Berührung bleiben mit dem pulsierenden jüdischen Leben, um so stets über die Stellung unserer Gegner und unsere notwendigen Arbeiten, die der Augenblick fordert, informiert zu sein. Zudem diirfen derartige kleine Hinweise das Interesse der K. C.er an diesen fragen wecken lmd damit eine anregende Diskussion privatim herbeisühren. Und dem Tendenzfuchsmajor, der doch in seinen Fuchsenstunden nicht nur historische Reminiszenzen pflegen soll, der aber andererseits nicht immer Zeit und Gelegen» heit hat, die in Betracht konnnenden Artikel der Zeitungen und Zeitschriften zu Gesicht zu bekommen, einen wertvollen Hinweis bieten. 10. Antrag der Rheno-Silesia: Der K. C -Tag möge den G. A. beauftragen, eine für alle 5t artellverbindungen verbindliche Anleitung des Fuchsenunterrichts aufzustellen und dem nächsten 5k. C.-Tag zur Genehmigung vorzulegen. Begründung: Es ist heute bei der stetwachsenden Bedeutung unserer Bewegung unbedingt notwendig, daß wir Leute heranziehen, die mit dem Wesen unseres Verbandes durch und durch vertraut sino. Das sicherste und beste Mittel zur Erreichung dieses Zweckes ist eine einheitliche und gründliche Fuchsenausbildung. Durch diesen Antrag soll den vielen Vorschlägen und Versuchen, die bereits zur Lösung dieser Frage ge,nacht worden sind, ein praktisches Ziel gesetzt werden. Der Antrag bezweckt ein dreifaches: 1. Es soll ein den Zielen unseres Verbandet entsprechender Unterricht erteilt werden. Es wird närnlich viel zu häufig außer acht gelassen, daß auch unser Fuchsenunterricht ein Mittel und vielleicht daS wesentlichste Mittel in unserm Kampfe ist und daß er vor allem dazu dient, den Füchsen die Bedeutung unseres 5kampses klarzumachen. 2. Es sollen in Zukunft die Schäden, die ein Wechsel im Fuchsmajorat ,nit sich bringt, vermieden werden. Da ein jeder Fuchsmajor nach seiner eigenen Methode vorgeht, gibt es kaum einen Fuchsen, der das ganze groge Stoffgebiet kennen gelernt hat. Das gilt insbesondere Jur den Unterricht in der Tendenz, während der Kommentstofs durch die Tradition ziemlich festgelegt ist. 3 Es soll auch dem Fuchsmajor selbst durch eine vorbildliche Regelung sein Amt erleichtert, werden. Zumal ein junges Seniester, das znm F. M. gewählt ist und das sich aus eigener Erfahrung noch keinen Lehrplan ausstellen kann, wird eine solche Unterstützung freudig begrüßen. Die zu schaffende Institution soll aber nur eine Anleitung des Fuchsenunterrichts sein. Es soll nur daS Stoffgebiet inhaltlich begrenzt — fo ist auch festzusetzen, ob der Kurs ein ein- oder mehrseu,estriger sein soll — und leitende Gesichtspunkte aufgestellt werden. Innerhalb dieser Grenzen aber soll der Individualität des jeweiligen FuchsmajorS ein möglichst großer Spielraum gelassen, werden.