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KC-Blätter · 1913-06-01 · Heft 9 (1.6.1913) · p. Seite 194

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 9 (1.6.1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 194 (sequence 14)
Language
German
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194! runden und Zersplitterungen und darum soll der 5k. 15., der doch deutsch-nationale Tendenzen verfolgt, in möglichst gewaltiger Beteiligung zeigen, das; das gleiche Feuer auch den jüdischen Studenten durchgliiht, daß auch er gewillt ist, seine Bäter zu eliren, die - kaum aus dem Ghetto entlassen - freiwillig zu den Fahnen strömten, ihr Blut vergossen für die heilige große deutsche Sache. Und weil wir in den 100 Jahren ein mit dem deutschen Baterlande unlöslich verbundener Polksteil geworden sind, darum sollen wir mit fliegenden Fahnen herbeieilen und auch durch die Zahl die Tiefe unseres deutschen Empfindens ausdrücken. Wir wollen in machtvoller Demonstration unser Deutschtum betonen mitten in den Reihen derer, die eS uns allzugern nbsprechen Drum Burschen heraus! DaS Programm ist vielseitig und erhebend. Die alte Bergstndt Zobten ladet züm Kommerse, die Kirche von Rogau, in der die Liitzower eingesegnet, wird der Mittelpunkt einer nationalen religiösen Feier sein, einer Feier, die die Einheit der sich beteiligenden Studentenschaft betonen und religiös insoweit sein rvird, als die ehrwürdigen Erinnerungen angetan sein werden, religiöse Empfindungen 511 errvecken. Daß irgendein auch nur entsernt antisemitischer Einschlag dabei sein dürfte, ist völlig ausgeschlossen, um jo eher, je größer die Zahl der angemeldeten K. C.er sein wird. Die Breslauer Verbindung ersucht ergebenst um zahlreiche Beteiligung! Die schlesischen K. C.er werden noch ein Sonderprogramm veröffentlichen. Der große Gedanke einer 5k. C.-Demonstration sollte alle Mann an Bord rufen. Also kommt Füchse und Burschen! Und Ihr alte Herren, vergeht nicht Eure Frauen! Aus nach Breslau! * * + Verbands-Nachrichten. Zusendungen an die Redaktion der K.C.-Blätter sind nur nach Aachen, Augustastraße 2, Ecke Wilhelmstraße zu richten. In eigener Sache. Herr Dr. Landau scheint in seiner Eitelkeit sehr gekränkt zu sein, weil ivir es abgelehnt haben, uns in eine sachliche Diskussion über seine wichtigtuerische Polemik gegen den K. E. einznlassen. Wie berechtigt unser Verhalten geivesen ist, zeigt der Umstand, daß er jetzt lin der „Jüdischen Rundschau" von» Ul. Mai 1018s aus unserem Satz: „Wir geben den AnSsührungeil unseres geschützten Mitarbeiters, die seiner persönlichen Rechtfertigung dienen, gerne Raum", zu folgern sucht, wir hätten daS Verhalten von Dr. Gvldmann nicht für einwandfrei gehalten und ihm einen Wink gegeben, daß er sich doch eigentlich hätte rechtfertigen müssen. Diese, der Tendenz unserer Ausführungen direkt entgegenstehende Unterstellung charakterisiert das Niveau seiner Polemik. Wir stellen ferner fest, dah aurfj Herr Dr. Goldmann selbstverständlich jedes Eingehen auf die „sachlichen" Ausführungen des Herrn Dr. Jsaac Landan von vornherein für überflüssig erachtet hat. Die Redaktion. Thuringia. In unserer altehrwürdigen Stadt des „Ausrufs an mein Volk" findet in deri Tagen vom Ui. bis 19. Juni eine große, allgemeine, deutsche, studentische Feier statt, zur Erinnerung an die Nefreiitng des deutschen Volkes voili französischen Joch im Jahre 1818, an der sich die Verbindungen und Verbände aller deutschen und österreichischen Universitäten und Hochschulen in starker Zahl beteiliget: werden. ES ist hier dem tf. C. Gelegenheit geboten, seine deutsch.-vaterlüttdische Gesinllung zu zeigen nrtd zu beiveisen, dah mtd) wir jüdische Studenten mit Begeisterung mrserer Bäter gedenken, die Gut lind Blut in jenen Tagen für das Vaterland geopfert haben. In» Iitteresse oeS ganze»: K. C. ist es nnn dringend notwendig, daß wir uns dlirch die zahlreichste Beteiligung aller K. C.-Berbindungen alö einen machtvollen Bestandteil der deutschen Studentenschaft zeigen. Wir Ächten daher an alle K. B. K. B. die dringende Bitte, in recht großer Zahl bei den Jahrhundertfeierlichkeiten vertreten zu sein. Programm: 10. Juni. #7« Uhr abends: Fackelzug vom PalalSplatz nach dem Festgelättde. Darauf ln der Jahrhunderthalle Begrüßungsabend. 17. Juni. 11 Uhr vormittags: Festversammlung in der Jahrhunderthalle. 8 Uhr abends: Festspiel im Stadttheater. 18. Juni. 9 Uhr abends: Festkommers in der Jahrhunderthalle. 1». Juni. — Feier in Rogan — 0 Uhr: Abfahrt vom Hauptbahnhof. 117, Uhr: Nationale religiöse Feier an der Kirche in Rogan. 0 Uhr: Kommers in Zobten. Uitser C. E. rvird rvohl mehr wie in anderen Semesterrl chargieren müssen; er tat dies zum ersten Mal i»l diesenl Semester bei Gelegenheit der Eröffnung der Jahrhundertattöstellung itt Gegenwart des Kronprinzenpaares. In der Verbindung herrscht trotz der geringen Aktivitas ein stram,ner Betrieb. Wir fechten, turnen und schivilnmen fleißig, und haben bei den offiziellen Gelegenheiten die Freude, unsere A. H. A. H. in recht großer Zahl vertreten zu sehen. Wer von einer l. K. B. zu uns kan», hat eS durch das feste und geiniitliche Zusammenhalten der Aktivitas einerseits, durch die Reize der Jahrhunderlnttöstelluttg anderseits gewiß nicht zu bedauern. Alö krasser Ftlchs trat in die Verbindung ein Walter Cohen, »tu<1. weck, auö Duisburg-Ruhrort. Die definitiven Chargenrvahlen hatten folgendes Ergebnis: F. Baumgart X, F- W. C. W. E. Loeser XXX, K. W. B. Epstein XXX, S.W. F. M. f. C. Pinesohn; Perl Z. W. F.M. f. T.Ä. H. vr. Loewisohn; Tischler, Säbelfechtw.

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