KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 8 (1.5.1913)
- Date
- 1913-05-01
- Page
- Seite 175 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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175 Anzahl um das l^hibellinenbauner geschart haben. ES ist fiimntliv eine ivahre Vuit 511 sehen, wie urgemütlich und dach stramm der betrieb bei «ns ist. Die Füchse liege,» mit einer wahren Begeisterung den» Fechten ob, und nieun nicht alles tauscht, so sehen wir in diesem Semester „yerrlicheii Seiten" entgegen. „Vivat E'»hibelliuia!" ES traten bisher als krasse Füchse in die Verbindung ein: stud. niest. Walter M»»reuS ans Essen, stml. med. Stephan Westluauu aus Berlin, "tust. jur. David Brann aus Schrinnu, «turi. med. Erich Friedlnnder aus Berlin, »tust. jur. .Earl Frankeubach a,»s Berlin, r>tn,i. nu>d. Hans Segall n»,S Berlin, «tud. m«J. Mar Marens aus Eatlowitz und «tust. jur Fritz Stern ans Hannover. Friburgia-Königsberg. Das Lonnnersemester begann bei nus an» 15. ^lpril mit einem sehr gemütlichen Dämmerschvppeu. llusere Beiuühnngen, eine eigene Wohnung zu bekvnunen, sind nun endlich von Erfolg gekrönt lvvrden. llnd zwar haben wir jetzt eine Eneipe, um die uns so manche Korporation beneide»» würde; sie liegt im Mittelpunkt der Stadt, mit der Aussicht ans den schönste»» Punkt .Königsbergs, den Schlossteich, ans »velchew a»,ch gleiri) unten an den» Hause nnser Verbindnngsboot liegt. Der Feditbvdenbetrieb ist uari) tute vor sehr strannn, »vir fechten nus dem Paukboden Schläger und auf derEneipe Säbel. ES ist bedatterlich, das; kein auSlvärtiger E.Eer es iibers Herz bri»»gt, und) Eöuigsberg zu korurnen. Wie sriwu in einem früheren Beriri)i, sei es a»»ri> jeht nori) einmal »vicderholt: niemand »viirde es zu bereuen braurhen, ein Sonln»erse»nester „tut hohen Norden" zu verleben, denn et»vaS, »vnS das Herz des jungen Studenten stets begeistert die Schönyeit der Natur, die fi»,det »nan bei »n»s ebenso tute überall. Der Ausfall der iulerimistisriien Ehargernvahleu »var: Vehmann X, F- W., E. W., Vaser XX, S.W., Bloch XXX, F- M, Simon, E. W., Rosenkranz, 's. W. W. V. Berliner Thuringenabend. Am 15. April fand im Pschorrbräu gegenüber der Eaiser-Wiihel»n-EledächtuiSkirriie ein Bierabend der Berliner Thüringen statt, der sehr gut bestlriit »var. Selbst die ältesten Bnndesbrüder »varen erschie»»en. Auch konnten »vir mehrereEartellbrüder an unserem Tische begrüsten. Sri)»»ell verflöge»» die Stuttden, ttttb der Abend fand fuldjett A»»klang, daß besriilossen »vnrde, jeden Dienstag »»»tri) den» 1. des Monats im Pschorrbräu zusamnienzukommen. Die nächste Znsannnenkunst ist auf Die»»stag, den t». Mai festgesetzt. Essen. Die K. C. Eneipe, die unsere dem Landes«, verband rheinisri)- westfälischer E.E.er angesriilossene Ortsgruppe a»t LM). März im städtisriien Saalbmi veranstaltete, gab »viedern»»» ein erfreuliches,seiri)rn, wie stark der M. E. Eledanke im Industriegetner Wurzel gefasst hat. Die bunten Eoutenre», der zahlreich herbcigeeiltcn E. E.er boten das bekannte, in unserer Etrgend immerhin feitet» ge»,offene, farbenprächtige ^Bild. Die a»»fsaltend groste; >a(jl der toaste bewies, »velri» grof;e Sympathie »nan nuferen Bestrebungen in der hiesigen Philisterschnst elltgegenbri»»gt. Boi» Anfang an eutwi'kette sich de»»n auch eine festliche und feurfjtfvöljliifje Stimmung. Nach den Begrüstnngsworlen des Präsidenten. :Ueri)lsnnwaU V. Mayer, erhnb sich In. Barnrii, ttttt zu muhst »»ach altstudentischer Sitte des VandeSfürstei» zu gedenken. Alsdann legte Rechtsanwalt l»r. .Earl Eahn in eingehender und klarer Rede die Aufgaben und Ziele des Verbandes dar. Seine mit lebhaftem Beifall aufgenvm- »tienen Attsführ»l»»gett hatte die „«Geburt" mehrerer Füchse zur Folge. Die Vertreter des Zemral-Vereins sowie der' ,,E)lückauf"-Voge brachten die Wünsche n»ld Syinpathken ihrer wit dem E. E.-ltzedauken so nahe verwandten Berbände ztlilt Ausdruck. Besondere Erivahnnng verdienen die »varmherzige»t Worte des Herrn Rabhitnr ltr. Samuel, der ein treuer Elast »mserer Beranstaltllnge» und selten eifriger Förderer llnserer Äkestrebungerl ist. Er hob besonders hervor, man dürfe dort) bei aller MeininigSverschiedenheit das groste Elnnze, das Einigende ,,iri)t vergeffen; und gerade nnser Verband sei dazu i»ie geschaffen, die Eltlft zil überbrücke»». In der Fidlkzität fchünmten die Wogeri stltdentifrfjev Begeisterung hoch ans. bannige »reden und mniirl) heiterer .stuisriiensall, »vorn»» nnrf) die Philistersrijaft lebhaft teilnalim, zengtelt von der echt stndentischfrohliriien Stinuillnig, die alle bis zum Srhtnst in ihren Bann hielt. Personalnachrichten. Das Assessorexamen bestanden: Wilhelm Krayn sBad.j, ^Itahlner sSprev) und Theoph. Jacvby sBad. Sprev.s. D»is Reserendarexamen bestanden: Fritz Maier (Spreu.) und Fritz Salomvn sttshib.). Zum Or. pkil. promovierte: Walther Weinberg (Lic. Spreu.). Das Physikum bestand: Max Schönholz (Bau.). LlKadeinisrire Na»hric!jten. Die Regelung der,AnSlnnderfrage ntt den deutschen llniversiläten, die in dem vergangenen Semester die Studentenschaft aufs lebhafteste beschäftigte, wird jetzt ihrer endgültigen Erledigung entgege,»geführt. In einigen Bundesstaaten ist bereits die Entscheidung gefallen. Die sächsische Regierung hat für die leipziger llniversität folgende Verordnung erlassen: Von jetzt ab werden AbiturietNen rnssisriier Elywtiasien an der Universität Leipzig »in allgemeine,l nur a»»fgenv»l»i»»el», »venn sie bereits 1 Jahr lang an einer ruffifrijeit Universität i»»»matrikuliert gewesen sind. Ansterdem wird Ausländern, die offensichtlich nirlit die deutsche Sprari-e in einem den ersolgreirijen Besuch der Vvrlesnngen gervührleistenden ll»»,fa»tge beherrsrijeri, die Anfnahtne künftig versagt »verden. Die Forderung einer einjährigen Immatrikulation auf einer rnssisrhen Universität ist überaus bedaiterlirl) l»nd stellt, wie Or. Heilbronner bereits im Mürzheft j'Seite l-!:i) ausführte, ein Ansnahmegesetz im sthlimmsten Sinne gegerr die jüdischen rttiiiidjen Stubenten dar. Denn sie macht denjeliigen, denen die russische Regier»»ng die Iminatriktilation au russischen llniversiläten versagt, ein Studinnr an dentistien Horhsrhttlert überhaupt un,nöglirh. Das find aber nur die jüdlsriien Studenten, die bekaitntlicl) nur zu einem ganz geringen Prozentsatz ans ruffifrtjcti Hochschulen zugelassen rverde«. Daher bedeutet die Rtastregel der sächsischen sltegieruug im Effekt nichts anders, als die Uebertragung der grattsarne»» »tnd dort) auch nach de»» t^rundsätzen der sächsischen Berfasstlug vernierflichen nmifemittfcfjeit Politik Rnstlands auf die sächsische Universität. Die Berfügitng für die Universität Leipzig ist aber altch überaus inkvnfe«ptent, litbem sie nicht einmal den vorangegangenen einjährigen Besuch an irgendeiner'