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KC-Blätter · 1913-05-01 · Heft 8 (1.5.1913) · page 1

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 8 (1.5.1913)
Date
1913-05-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Monatsschrift der im Kartell-Konvent vereinigten Korporationen. »Die Verbindungen im Sk. L. stehen auf dem Loden deutschvaterländischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Hampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mit» glieder zu selbstbewußten Juden, die inr Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur» und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen Vaterland unlöslich verbundenen volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums, sofern fie der Tendenz von Absatz 1 nicht widerstreben, nehmen die Verbindungen im Sk. T. keine Stellung/ Br. 8. 1. Mar 1018. 8. Jahrgang. Die Zeitschrift erscheint am 1. jedes Monats. Bezugspreis halbjährlich 2 Mb. Linzel-llummer 60 pf. Bestellungen übernimmt der Verlag. preis der I fach gespaltenen Zeile für Inserate 60 pf. Bei größeren Aufträgen und Wiederholungen wird Rabatt bewilligt. Inseratenannahme durch den Verlag. Nachdruck der Original Artikel, mit Ausnahme der jdurch einen besonderen Vermerk gegen Nachdruck geschützten. unter Huellenangabe gestattet. Zentralverein und K.<L Pon Rechtsanwalt Dr. dtrombach-Posen lThuringiae). Der Zentralverein deutscher Staatsbürger südischen (Glaubens hat in diesem seinem Iubiläumöjahr der 20. Wiederkehr deS GründuugstageS, in der Hauptversammlung vom 30. März 1913, eine Resolution beschlossen, die zweisetloS ein bedelltsanrer RlV'rkstein in seiner Geschichte, überhaupt in der allgemeinen Geschichte der deutschen Juden zu »verden berusen ist. Die bereits in der vorigelt Rümmer unserer Zeitschrift wiedergegebene Resolution, deren Inhalt überall lebhaft erörtert wird, lvird von der Mehrheit der deutschen Inden mit großem Beifall begrüßt, von anderen als zu ntUb und rücksichtsvoll getadelt, von nationaljüdischer Seite in gewollter oder lmgelvoüter Entstellung ihres Inhalts und ihrer Veranlassung entlveder als Umulfrichtigkeit und als Assimilantenwerk bespöttelt und verzerrt oder im seltsamen Widerspruch hierniit als etlvas Selbstverständliches anerkannt und gerade deshalb als Berdttchtigung der Zionisten in Grmld und Boden verllrteilt. ZiveifellvS wird man hüben und drüben der Resolution zum mtiibefteu daS Verdienst zuerkennen, daß sie einmal die deutschen Juden in ihrer Gesamtheit zwingt, in ernstem und ehrlichenl Nachdenken sich Rechenschaft abzulegen über ihr Verhältnis zunl Deutschtum. Und diese Erwägungen werden hoffentlich der großen Mehrheit die Augen darüber öffnen, daß die Uebertreibung des von Nl»s allen tief ernpsundenen jüdischetl Zusammengehörigkeitsgefühl zu einem einseitigen siidisch-natiolialen Wollen in die Geschichte der letzten Vergangenheit übersieht, daß wir Gefahr laufen, freiwillig die «Geschäfte unserer Gegner zu besorgen und die unter heißem Mühen und schrveren Opfern von unseren Vorfahren im deutschen Vaterland erkämpften Heimatrechte in leichtfertiger Weise wieder preiszugeben zugunsten eines phantastischen Zukunstsideals, daß es also *+ an der Zeit ist, unsere wohlerworbenen Rechte in tmserelt eigenen Reihen gegen selbstvergessene Preisgabe zu schützen. Uns K. C.er interessiert diese Resolution in ganz besonderem Maße, weil sie erneut den ParalleliümnS unserer Organisation mit der des Zentralvereins belegt. Der Umstand, daß den Zentralverein die gleiche Frage beschäftigen mußte, wie sie in unserm Verband Gegenstand mehrerer Tagungen gewesen ist, die Tatsache, daß unser Beschluß vom Breslatter sl6.) ordentlichen 5r,C.- Tag 1911: „Der 5k. C. lehnt die Bestrebungen zur Lösung der deutschen Iudensrage außerhalb Deutschlands ab" entsprechenden Ausdruck in der Resolution des Zentralvereins gefunden hat, ist uns der beste Beweis für die Notwendigkeit und Folgerichtigkeit unserer Stellungnahme. .Beide i N

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