KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 6 (1.3.1913)
- Date
- 1913-03-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
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An dieser Stelle bitten wir diejenigen K.B, K.B., die im nächsten Se»nester nach Berlin zu kommen gedenken, sich vorher bei der Verbindung anzumelden. Der Beginn des nächsten Semesters wird noch in der folgenden Nummer bekanntgegeben werden. ricarla. In betreff der Attsländerfrage, in der die antisemitsche»» Strömungen allmählich immer mehr die Oberhand gewinnen, wurden wir aufgefordert, gemeinsam mit ben anderen hiesigen Korporationen eine Versammlung jüdischer Akademiker einznberufen; doch hielten wir diesen Weg zur Lösung der Frage nicht für richtig. Dank der Vermittlung von dritter Seite einigten sich die sämtlichen jüdischen hiesigen Verbindungen dahin, diese Frage aus andere Weise gemeinsam zu behandeln. ist bereits eine Eingabe an das bayrische Staatsministerium gemacht worden, in der u. a. hervorgehoben wird, daß »vir eine tatsächliche Dnrchsiiljrung deS nnineruv elausus, d. h. der Maßnahme, daß nur ein gewisser Prozentsatz Ausländer zum Studium zugelassen ist, sowie eine Perlvirklichtlng der bereits in Bayern bestehende»» Gesebesbestinunung, daßAusländerrnrr dann intmatrikuliert werden kennen, wenn sie ein Semester in der Heimat studiert haben, entschieden mißbilligen mufften. Im übrigen wird in der Eingabe auf eine demnächst erscheinende Denkschrift verwiesen. In dieser Angelegenheit fanden bei Rabbiner l)r. Werner mehrere Pertreterversammlungen statt, an denen sich auffer den jüdisch«» Korporationen auch mehrere Universitälsprvsessvren beteiligten. Zur Ausarbeitung der oben erwähnten Denkschrift wurde eine Kommission gewühlt, in der wir durch i. a. B. Salomon vertreten sind. Während wir bisher im ganzen Semester vergebens einen Pauktag herbeisehnten, werden wir voraussichtlich nunmehr bis zum Schlüsse des Seniesters noch reichliche Gelegenheit zun» Fechten finden. Ansailg März wird ein Pauktag nlit der hiesigen Verbindung „Agronomia" stattfinden. Fernerhoffen wir mit der Berner Verbindung Helvetia ein PaukverhältniS abzuschlieffen. Wir stehen dieserhalb mit der betreffenden Verbindung bereits in llnterhandltmgen und würden es lebhaft begrüßen, wenn dieselbe»! noch in diesen» Semester zu' einen» günstigen Resultat führten. Nheno-Zilefia. Wir fochten in» verflossenen Monat eimnal Säbel s. und paukten aus. Außerde»n hielten »vir einen Pauktag »nit der Salia- Würzburg ab, der in Darmstadt stattfand. Das Ergebnis »var folgendes: Wir stachen zweimal ab, »vurden dreimal abgestochen und paukten fünfin al aus. Unser a. B. Zahnarzt Fritz Gutmann aus Berlin wurde c. i. dimittiert. F. Bl. $O£0*Baoatia. Wir fochten einmal Säbel cum und stachen ab. Unsere Beziehungen zrrr Philisterschaft sind durch unser Fest erweitert und gefestigt rvorden. Durch Reden von Vertretern vom Geschäftsführenden Ausschuß wurden unsere Gäste über die Notwendigkeit unserer Gründung in Leipzig sowie über die Tendenz und der Ziele des 5t. E unterrichtet. Die Kcilanssichten für das nächste Semester sind gut, nur wird es u»»s an Kräften fehlen, da sich leider noch keine Kb. Kb. fürs nächste Semester angen»eldet haben. GhibeUinia. Es »vurde folgender Beschluß gefaßt: 8!zu 8 3,4) der Statuten. Satz 1 ist folgendermaßen auSzulegen: Ein i. a. B. kann erst dann A. H. rverden, »venn seine Mitteilung von» Abgang von der Hochschule den» B.C. Vorgelegen hat. Hriburgia-Königsberg. Das z,veite Halbsernester darf als eine Zeit »vertvoller Arbeit für die Verbindung bezeichnet »verden. Am Anfang waren »vir »nit den Vorbereitungen für die Teilnahme an der Ausfahrt z»» Kaisers Geb»rrtstag und an» Fackelzug zu Ehren des Kaisers am 5. Februar beschäftigt. Wir schafften »nit einem finanziellen Auflvnnde von etrva 450 Mark Wichs an. Dies »var uns möglich, oh»»e Schulden zu machen, da uns kurz vorher seitens der Philisterschaft 500 Mark überwiesen »vurden, die das Ergebnis einer Sammlung waren, die ein Herr der Philisterschaft ohne unser Wissen auf unferm Ball (14. Dezember! und nachher veranstaltete. Auch die für beide Gelegenheiten nötigen Wagen (am 27. Januar z»vei Zweispänner, a»n 5. Februar ein AlaDumont gefahrener Vierspänner) »vurden uns aus den Kreisen der Philisterschaft unentgeltlich z»»r Verfügung gestellt. Gerade dies »var eine große Gefälligkeit, denn andere Korporationen mußten für den Vierspänner bis zu 50 Mark zahlen. Es erhellt auch daraus, daß von 33 reilnehmenden Wagen nur 13 Vierspänner rvaren. Unser Auftreten hinterließ bei der Studentenschaft einen sehr guten Eindruck, i»»sbesondere beim Fackelzug, »vo »vir eine eigne Gruppe bildeten. Der Grund dafür ist folgender: Zur Erleichterung der Vorarbeiten »vurden Gruppen gebildet und »vir »vurden der konfessionellen Gruppe zugeteilt. Aus dieser traten »vir aus prinzipiellen Gründen aus. Die „Schlvarze Gruppe" (V.D.St., Wissenschaftliche- »lnd Sportvereine) lehnte es ab, uns aufzunehn»en, „da unsere Verbindung Angehörige eines farbentragenden Verbandes sei, sie selbst (die Gruppe) aber unbedingt das schlvarze Prinzip verträte, außerdem halte sie uns für konfessionell". Da die Zeit knapp war, konnten wir uns aus