KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 6 (1.3.1913)
- Date
- 1913-03-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
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Die hier veröffentlichten Mitteilungen gelten als Konventsgeheimuis. 1. März 1913. kn die Verbindungen im N.L. Bereits im internen Heft der Februarnummer hat sich die im K. C. renoncierende Verbindung Saxo-Bavaria an alle aktiven wie inaktiven Kartellbrüder gewandt mit der Aufforderung, in, nächsten Semester recht zahlreich in Leipzig zu erscheinen. Nachdem sich jedoch bisher kein einziger K. C.er dazu bereit erklärt hat, sieht sich der geschästsführende Ausschuß des K. C. nach eingebender mi'mdlicher Auseinandersetzung und Darlegung der Leipziger Berhältnisse durch den Erstchargierten der Saxo-Bavaria veranlaßt, sich noch einmal mit derselben Aufforderung an die K.C.er zu wenden. Damit sich ein jeder ein Bild von der Lage der Leipziger Verbindung machen kann, möge nunmehr eine kurze Schilderung derselben folgen: Von den jetzigen 7 Aktiven und 2 Inaktiven der Verbindung verlassen bestimmt 4 im nächsten Semester Leipzig (1 Inaktiver und 3 Aktive). Von diesen 3 Aktiven müssen 2 wegen ihres Examens, der dritte auf Wunsch seines Vaters die Universität wechseln, der eine Inaktive verläßt Leipzig, da er nach bestandenem Examen ein Prnktikantenjahr im Rheinland antreten nurß. Bon den noch bleibenden 4 Aktiven ist einer 9. medizinisches, der zweite 5. medizinisches Semester. Mit den vier Leuten tritt die Saxo- Bavaria ins Sommersemester eines kommt eventuell ein bisher Beurlaubter Aktiver zurück. Es ist natürlich für fünf Leute eine Unmöglichkeit, ein derartig großes Keilgebiet, wie eS Leipzig im Sommer bietet, allein zu bearbeiten j siehe interne Beilage vom 1. Februar), zumal der Saxo-Bavaria nicht, wie an anderen Universitätsstädten mit K. C.-Verbindungen, eine Anzahl von Kartellbrüdern, Alten Herren und Inaktiven, zur Verfügung stehen. Infolge der glänzenden Beziehungen, die sich die Saxo-Bavaria im Wintersemester in der Leipziger Gesellschaft geknüpft hat, dürfte es der Verbindung ein leichtes sein, . sich den akademischen Nachlvuchs der Leipziger Gesellschaft zu sichern, wenn es ihr nur gelingt, im kommenden Semester sich eine Aktivitas zu schaffen, die dem Durchschnittsmaß der Leipziger Korporationen (12—15) entspricht, um so gegenüber der alleinstehenden Alsatia zu zeigen, welche Vorteile die Aktivität in einer Berbandskorporativn in bezug auf den Wechsel der Hochschulen mit sich bringt. Es wäre ein kolossales Armutszeugnis, daß sich der K. C. gegenüber der Gesellschaft und den übrigen Verbindungen geben wiirde, wenn er auf solche Weise eine so hoffnungsvoll begonnene Gründung im Stiche lassen würde. Ans die Vorteile, die Leipzig als Universitätsstadt und Großstadt bietet, an dieser Stelle noch einnml einzugehen, erübrigt sich nach den bereits in mehrerert K. C.-Blättern veröffentlichten Berichten der Saxo-Bavaria. Bemerkt sei noch,daß es sich lediglich um das kommendeSemester dreht, da dies einmal nach der oben angegebenen Schilderung der Verhältnisse das auf Semester hin ausschlaggebende sein dürste, und ferner für das Wintersemester bereits jetzt durch bindende Zusagen einiger Kartellbrüder gesorgt ist. Zum Schluffe weisen wir darauf hin, daß es für die Saxo-Bavaria auch sehr wünschenswertwäre,einige ältere inaktive Kartellbrüder bei sich zu sehen, die einerseits absolut nicht gezwungen sind, sich aktiv zu melden, andererseits der Verbindung durch ihr Erscheinen bei Früh- oder Dämmerschoppen, die mit den andern Korporationen gemeinsam sind, sehr nützen können. Geschästsführender Ausschuß des K. C. Or. Werner. * * * Nachschritt. Als der geschästsführende Ausschuß den vorstehenden Ausruf der Redaktion zur Veröffentlichung übersandte, war es ihm wohl noch nicht bekannt, daß zwei weitere Verbindungen, die Thnringia in Breslau und die Ghibellinia in Freiburg, sich in einer vielleicht noch größeren Notlage befinden, als die Saxv-Bavaria in Leipzig und sich genötigt sehen, um Unterstützung im nächsten Semester zu bitten. Die Ghibellinia, die das größte Äeilmaterial zu bearbeiten hat, wird das neue Semester nur mit drei Aktiven beginnendie Thuringia, der gerade in dem kommenden Semester große Repräsentationspsiichten obliegen, kann nicht einmal ihre Chargen besetzen. Hier muß Abhilfe geschaffen werden. Es ist dringend erforderlich, daß alle Verbindungen zu Beginn des Semesters mit einer Stärke auf-