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KC-Blätter · 1913-02-01 · Heft 5 (1.2.1913) · page 18

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 5 (1.2.1913)
Date
1913-02-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Einrichtung der Glückwunsch-Ablösungen eisrigst zu fördern. 3. Die Verbreitung der K. C.-Bltttter läßt immer noch &u wünschen übrig. Insbesondere ist die Zahl der Abonnenten durchaus ungenügend. Alle Kartellbrüder werden daher herzlichst aufgejordert, Abonnenten zu werben. 4. Aus das Inserieren der .Kartellbrüder in unserer Zeitschrift wird aus finanziellen Gründen großer Wert gelegt. Es haben aber auch wohl alle Verbandsbrüder den lebhaften Wunsch und wohl auch ein Recht darauf, von besonderen Famlien-Ereignissen Kenntnis zu erhalten. Cs ergeht daher die dringende Bitte, stets Inserate cinzusendeu. 5. Die Redaktion hat noch immer Mangel an Aussätzen studentischen Inhalts. Diese sind unentbehrlich, um unseren Blättern den Charakter als studentisches Organ zu bewahreu. Die VerbandSbriider werden gebeten, sich mit der Redaktion über die Wahl eines von hinen zu bearbeitenden studentischen Themas in Verbindung zu setzen. vom v.J.L. Dem Hamburger Israelitischen Familienblatt" vom 30. Januar entnehmen wir folgendes: Von Herrn Rechtsanwalt Foerder-BreSlau geht uns mit der Bitte um Veröffentlichung folgende Mitteilung über ein bedauerliches Vorkommnis zu, für deren tatsächliche Nichtigkeit wir ihnt die Verantwortung iiberlaffen müssen: „Der Vorsitzende des hiesigen V. I. St. stellte vor kurzer Zeit einen jungeil ihm bekannten Komnlilitonen auf offener Straße wegen „Richtgrüstens lllid Fixierens" unter Anwendung der üblichen, einen Zweikampf einleitenden Redensarten. Dem also Angerempelten, einem Angehörigen des gleichfalls nur aus Inden bestehenden Akademisch-Wissenschaftlichen Vereins, verbot der Ehrenrat dieses Vereins, seine Absicht, den Beleidiger zu fordern, auszusühren, mit der Begründllng, daß ein Duett aus solcher Veranlassung umvürdig ltnd unter Juden besonders beschämend sein lvürde. Diesen Bescheid teilte der Akademisch-Wissenschaftliche Verein dein V. I. St. abschriftlich lnit. Als Antwort erhielt er eine sechsfache Säbelforderung. Um sich nicht dem „Verruf" auszusetzen, nahm derA -W. V. die Forderung an." — Wenn diese Darstellung richtig ist, dann dient das Vorgehen des Breslauer VereillS Jüdischer Studenten lveder der Hebung des jüdischen Ansehens und des jüdischen Selbstbewusstseins, das er nach seinen Satzungen fördern will, noch den allgemeinen Interessen des Judentums, die eines friedlichen Zusammenwirkens aller Richtungen bedürfen. Verband »-Nachrichten. Bavaria. Infolge der antisemitischen Angriffe, welche der Heidelberger Privatdozent 0>. Rüge sich in öffentlichen Versammlungen hatte zu schulden konunen lassen, fand im B. C. folgende Resolution einstimnlige Annahme: „Der B. C. hält es für wünschenswert, daß, angesichts der heftigen rassenantisemitischen Angriffe, die der hiesige Privatdozent l)r. Rüge gegen das Judentum' gerichtet hat, die Aktiven und Inaktiven der Perbindung von dem Besuche der Vorlesungen dieses Dozenten Abstand nehmen". Von besonderer Bedeutung für unsere Stellung in der hiesigen Studentenschaft ist es, daß wir von nun an mit dem Corps „Guestfalia" gemeinsames E. G. haben, eine Tatsache, der sich wohl in nicht allzulanger Zeit der ganze hiesige S. C. anschließen wird. Bisher hatte nur der D- C. gemeinsames E G. mit den Corps. Der Debatte über die Ausländerfrage im hiesigen Studentenausschuß wohnten wir bei, fanden aber durchaus keinen Grund zur Abwehr etwaiger antisemitischer Angriffe. Zprevia. Es gelang uns noch kurz vor Beginn der Weihnachtsferien zwei krasse Füchse zu gewinnen: stud. nied. Lewkvwitz aus Wongrowitz lPosenj und stud. med. Markus aus Purmont (Waldeckj. In den Chargen trat insofern eine Aenderung ein, als an die Stelle von i.a.B. Max Cohn a.B. Nawratzki als Chrenrichter trat. Die GeneraldiSpenSgesuchel der a.B.a.B. Bornstein, Goldschmidt und Herbert Levy wurden bewilligt. Wir fochten im Dezember zweimal Säbel 8. 8., wobei wir abstachen und auspaukten. Unser Fechtbetrieb ist so stramm wie er nur sein kann. Wir: fechten in der Woche 13 Stunden, teils beim Fechtlehrer, teils auf der Kneipe. Geturnt lvird regelmäßig Donnerstag abends. ticaria. Nachdem in den letzten Jahren Semester auf Semester über den Mittagstifch im Parkhotel Klagen geführt wurden, haben sich diese im lausenden Semester derart ver-

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