KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 4 (1.1.1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Interne Beilage der K.C -Blätter Die liier veröffentlichten Mitteilungen stehen unter dem Sieget des Kouveulsgeheimniffes. 1. Januar 1913. Eifrigere Neilarbeit i Ein Mahnruf von Karl Vöiucnftein ll, Aachen. Die Keiltätigkeit Hut in den letzten Jahren gegenüber früheren Seiten eine bedelltfame U»nwttlzung erfahren. Die angenehmen Zeiten, wo nian den Keilfnx in der Universitätsstadt auf seiner Bilde aussuchte, ihn mit zur Kneipe schleifte und ihn allmählich gemächlich für unsere Ideen zu gewinnen sllchte, fttib vorüber. Heute ist dem K. C. in den übrigen jüdischen Verbänden eine beachtensiverte Konkurrenz entstanden, die durch eine glänzende Organisation der .Keilarbeit, und insbesondere durch eine intensive Unterstützung durch zionistische Ortsgruppen sich vielfach sogar ein Uebergewicht zu verschaffen vermochte. Durch diese Verbände ist die Keiltütigkeit zum großen Teil aus den Universitätsstädten fortverlegt worden in die Heimat der jungen Studenten. Bereits auf den mittleren Klaffen beginnen der B. I. (5. und der K. Z. B. ihre Werbetätigkeit. Vielfach sind die jungen Studenten bereits bei diesen Verbänden aktiv gervorden, bevor sie überhaupt in das erste Semester gefahren sind Mehr lvie einmal ist es vorgekvlllmen, das; Kcilfüxe, die sogleich nach der Ankunft ill der Universitätsstadt ausgesucht lvllrden, erklärte»!, das; sie bereits beim B. I. C. aktiv geivorden seien, bevor sie überhaupt irgend etwas vom K. C. erfahren hätten. Es ist nicht zu leugnen, das; uns hierdurch viele Keilfiixe entgangen sind, die wir gerne als Kartellbrüder begrüßt hätten. Wenn wir gegenüber diesen Verbänden nicht vollständig ins Hintertreffen geraten nwllen, dann dürfen wir die Mühe nicht scheuen, in derselben Weise bereits in der Heimat der jungen Studenten mit der Keilarbeit zu beginnen. Das ist ja in früheren Jahren auch bereits häufiger geschehen. Was aber früher Ausnahme war, mutz heute unbedingt zur Regel werden. Es ist dringend erforderlich, daß kein Keilsuzc, der für unS in Betracht kommt, die Hochschule aussucht, ohne bereits vorgekeilt und der betreffenden K. C.-Verbindung annonciert zu sein. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es erforderlich, daß auf allen Schulen die Primaner, insbesondere die Abiturienten festgestellt werden. Es genügt hierbei nicht, das; nur die Schulen der Städte, in denen K. C.er lvohnen, bearbeitet werdenvielmehr »uns; unbedingt dafür gesorgt werden, das; die .Keilarbeit auch auf die benachbarten Städte, insbesondere auch auf die kleinereil, in denen keine K. E.er wohnen, ausgedehnt wird. Der G. A. beabsichtigt, für eine lückenlose Bearbeitung aller deutschen Schulen Sorge zu tragen. Dies ist ihn» aber zunächst unmöglich, da ihm die Kosten für ein eigenes Büreau noch nicht zur Verfügung stehen. Es ist daher umlmgünglich, das; diese Arbeit inzwischen von den einzelnen K. C.ern in die Hand genontmett ivird. Die Keiltätigkeit ivird im einzelnen darin zu bestehet» haben," das; zunächst sestgestellt »vird, welche Prilnaner die höheren Schulen besuchen, welche hiervon ztt studieren gedenken und welche für die Aktivität im K. C. in Betracht kommen. Welche Keilmittel anzmvenden sind, wird sich natürlich von Iall zu Iall verschieden regeln. In den llteistell Iällen »vird es angebracht sein, die Keilfüchse persönlich aufzusuchen und jedenfalls ihre Ankunft der betreffenden Verbindung genau anzukündigen. In allen Iallen wird es sich aber empfehlen, ihnen zum Zwecke der Attfklärung die K. E.-Blätter zugänglich zu rnachen. Die Redaktion ist gerne bereit, jedem Keilfuxen, der ihr angeben wird, die K.C.-Vlätter regelmäßig zuzusenden. In einigen (Kegenden ist die .Keilarbeit in dieser Weise bereits erfreulich vorgeschritten. In anderen sttr nns sehr wichtigen Gebieten ist dagegen bisher so gilt wie nichts geschehen. Während z. B. aus Posen aus Iranksurt a. M. 40 Keiladressen angegeben worden sind, fehlen manche Großstädte vollständig, so z. B. München, Rürnberg, Straßbnrg, Düsseldorf, Karlsruhe, Mainz, Mannheim, Hannover, Königsberg i. Pr., Danzig, Breslau, Magdeburgauch Grog-Berlin ist nur mit 12 Keiladressen vertreten! Liebe Kartcllbriider! Soll noch etwas geschehen, so ist es die höchste Zeit! In wenigen Wochen verlassen die Abiturienten die Schulen! Helft daher alle bei der Teilarbeit mit! In dem Streben, unserer Verbindungen einen starken Nachwuchs za erhalten, dokumentiert sich unser Wille zur Existenz, offenbart sich die Lebeukraft de- K. C.«GedaukenS! * *