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KC-Blätter · 1913-01-01 · Heft 4 (1.1.1913) · p. Seite 78

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Journal
KC-Blätter
Volume
1912-1913
Issue
Heft 4 (1.1.1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 78 (sequence 2)
Language
German
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78 raffen erfüllten z.B. im Falle der Franko-Gallier, der Anglo-Kelten, der Slalvo-Germanen. Das rnssefremde Judentum zur Blutauffrischnng zuzulassen, das so konsolidiert, wie denkbar wäre, müsste die Eigenart der bisherigen Zucht (Waffe) vernichten und ihr den eigenen Stempel aufdriicken. Es würden Widern Bastarde entstehen, vom Werte der Mulatten oder Ältestizen. Verpönt sei also jeder (Gedanke all Berlnischllng. Halten wir hier einen Augenblick inne. Sollte Ulan nicht glauben, das; christliche Deutsche der dringenden Gefahr ansgesetzt seien, dllrch das Einströmen jüdischen Blutes zersetzt zu werden'? Hat es der Semigotha, der unter homerischem Gelächter im Orkus verschwand, vielleicht bem Versa sser angetan? Hält er die überlegene Konsolioierung der jüdischen Nasse wirklich für so stark, das; sie in jedem Fall einer Mischehe dominant wird? Das ist schtver zu glauben,' besonders nachdem Dr. Keup Herrn Dr. Felix Teilhaber die Behauptung von der Degeneration der jüdischen Nasse nachgesprochen. Dr. .Meup mochte eine ungeschriebene lex cotmubii durchsetzen, nach welcher Ehen zwischen christlichen mib jüdischen Deutschen bei Todesstrafe oder ewigerVerbannnng verboten sein müssten. Eilte im gegeulvärtigen Jndentmn scharf ausgesprochene Strömung richtet sich ebellso energisch gerade gegen die Mischehe, aber mir znln Teil alls ähnlichen biologischen Gründen. Die Juden wissen trotz ihrer „krankhaften" Anhänglichkeit au die Deutschen, das; ihnen die Emanzipation lmd Assimilation an die westeuropäische Kultur auch mancherlei Schädigungen gebracht haben. Wir denken noch rveniger au die Ilnsitten der Trunksucht, der Nanslust und des Glücksspielsauch die Bekanntschaft mit der Suphilis war den Juden des 19. Jahrhunderts Vorbehalten. Die Inden ereifern sich hellte gegen die Mischehe alls Gründen der Selbstachtung, die J infolge der schmählichen Perllnglilllpstlllgen ihrer heiligstell Güter irnnlens gestiegen ist, mib die meisten auch aus Treue gegen ihr religiöses Bekenntnis. Indessen tritt nun die Frage in den Vordergrund: Wodurch ist denn eigentlich die Rassesremdheit der beiden Gruppen, Deutsche und Juden bewiesen? Steht sie in den Sternen geschrieben, nur sicht- und deutbar den Adepten einer Geheimkunst? Oder hat die Nassensorschung hier wirklich ein entscheidendes Wort gesprochen, dem man sich fügen must? II. Wir möchten vorab eines Umstandes erwähnen, der für sich allein für eine geivisse Vorurteilslosigkeit und Unbesangenheit des Urteils bei unserm Gegner spräche. Herr Dr. Keup hat sich von den Raffensanatikern vom Schlage Chamberlains, Dührings u. a. in merklicher Weise los' gemacht. Er rvüllscht, das; das Werturteil über die verschiedenen blassen alsArgument desKampfes nusgeschaltet lverde. Er erwartet, das; jede Nasse die ihrige für die wertvollste halten werde, findet es aber lächerlich, alle Leistungen der Menschheit, allch in den entlegensten Winkeln der Erde, etwa dem blonden Arger zuzn schanzen. Ja, er gesteht ,;u, das; der Jude — inan staune und verlese sich nicht — hochachtenswcrte Kigenschasten habe. Guter "essing, so hast dl» also nicht ganz vergeblich gelebt, wenngleich Herr Dr. Üeup die genannte Entdeckung erst WernerSombart verdankt? Armer Fritsch mitsann deinem .Hammerbund, deine Deutschen wollen noch immer nicht glauben, dag die Juden eigentlich keine Menschen, sondern schlecht und reck)t Tiere tarn besten .Insekten) seien. Aerrnerer Ehamberlain, deine Bemühungen, im Deutschen den Nassendünket grvstzuzüchten (der bei den Inden Todsünde ist), haben anscheinend wenig Erfolg. — Allen voran Dr. Ignaz Zollschan mit seinem Werke „Das Rassenproblem"*) hat hier nicht ohne Erfolg getvirkt. Wir bekennen uns nicht zu dem Schlustergebnis des Versagers (Rettung der Juden allein durch religiös-soziales Ghetto oder durch den Jndenstaat), aber lvir mache,, uns seine Darstellung des Werdens der jüdischen Nassengruppe und vor allem der kulturellen Leistungen zu eigen, die die Menschheit dieser winzigen Gemeinschaft verdankt. Ein Widerspruch durchzieht freilich sein Buch: die Konstatierung der grasten Variabilität der jüdischen Seele, ihrer ln.tN.ucko, also auch Anpassnngskrast, und gleichzeitig die Forderung der Erhaltung aller Nassenindividnalitäten. Aber dies geht uns hier weniger an. Wie gelangt Dr. Kenp zur Behauptung der jüdischen Raslensremdheil? Die Verschiedenheit der Sprachstämme, an die jemand denken könnte, und die früher die Jndogermnnen und Semiten trennte, hat heute keine Beweiskraft mehr. Während nämlich Waffe in weitem Umfang einer plastischen Umformung unterliegt, unterwirft sich die Sprache die verschiedensten Nassen. Sv bemeisterte die lateinische Sprache die selten, Iberer, Ligurerdie Magyaren verloren ihren mongolischen Typ, drängten aber der Urbevölkerung ihre mongolische Sprache aus, u. s. f. Herr Dr. Keup lässt denn auch die Inder und die Semiten aus dem Spieler zielt ehrlich und offen allein auf die Juden. Und lvarnnl dies? Weil er aus der Pferde- und Rindviehzucht gelernt hat. allein dem Blute und der Abstammungstafel nachzugehen,und die Ansicht mit Leidenschaft verficht, im' Menschen sei nichts anderes, denn ein höher organisiertes Tier zu sehen. *) Wien und Leipzig bet Braumüller. LAufi. 1911.

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